Hintergrund zur Region
Wuppertal überrascht jeden, der einmal mit Hund durch diese Stadt streift. Die Schwebebahn zieht ihre Runden über der Wupper, die Hänge des Bergischen Landes steigen links und rechts steil an, und schon am Stadtrand beginnen ausgedehnte Wälder, die kein Ende zu nehmen scheinen. Wer hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Wuppertal ist für Vierbeiner und ihre Menschen deutlich großzügiger ausgestattet, als das erste Stadtbild vermuten lässt.
Die Stadt erstreckt sich auf gut 168 Quadratkilometern durch das schmale Wuppertal und wächst die bewaldeten Hügel hinauf — das gibt ihr einen fast ländlichen Charakter mitten im Ruhrgebiet. Dichte Buchenwälder treffen auf belebte Gründerzeitviertel, der Geruch von feuchtem Laub mischt sich mit Kaffeeduft aus Bäckereien, an denen du morgens mit deinem Hund vorbeispazierst. Diese Mischung macht Wuppertal zu einem Ort, der für Hundehaltende tatsächlich funktioniert — im Alltag wie beim Tagesausflug.
Damit das Zusammenleben reibungslos klappt, lohnt sich ein Blick auf die lokalen Regeln und Pflichten: von der Leinenpflicht in bestimmten Zonen über die Hundesteuer bis hin zu den Verhaltensregeln im öffentlichen Nahverkehr. Informiere dich stets direkt bei der Stadt oder vor Ort, denn Verordnungen ändern sich — und ein gut informierter Hundehalter ist entspannt unterwegs.
Tagesausflüge mit Hund in Wuppertal
Stell dir vor, du stehst am frühen Morgen auf einem Höhenweg über der Stadt, der Nebel hängt noch im Tal, und dein Hund zieht neugierig die Witterung ein. Wuppertal bietet genau solche Momente — grüne Ausflugsziele, die du zu Fuß erreichst, und Natur, die keine lange Anreise verlangt.
Wupper-Ufer und der Fluss als grünes Band
Die Wupper selbst ist das natürliche Rückgrat für Spaziergänge durch die Stadt. Abschnitte des Flussufers sind zu Fuß erschlossen, oft abseits des Verkehrslärms und mit lockerem Baumbestand gesäumt. Zwischen Elberfeld und Barmen findest du immer wieder kurze Uferwege, die sich gut für eine entspannte Runde eignen. Achte auf Absperrungen nach Hochwasser und prüfe vor Ort, welche Uferabschnitte für Hunde zugänglich sind — nicht jeder Bereich ist gleich gut begehbar.
Besonders reizvolle Abschnitte liegen in ruhigeren Stadtteilen, wo die Bebauung zurücktritt und die Wupper naturnäher wirkt. Im Sommer kühlt der Fluss die Luft spürbar — angenehm für Hund und Mensch gleichermaßen. Lass deinen Hund nicht unbeaufsichtigt ins Wasser, da die Strömung je nach Wasserstand unterschiedlich stark sein kann. Informationen zur Wasserqualität und zu Zugangspunkten findest du über die offizielle Website der Stadt Wuppertal.
Lüntenbecker Weg und das Bergische Land am Stadtrand
Am nördlichen Stadtrand öffnet sich das Bergische Land in seiner schönsten Form. Der Bereich rund um Lüntenbeck gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Wuppertaler Hundehaltende — weite Felder, Feldwege und Waldpfade wechseln sich ab. Hier kannst du je nach Weg und Saison deutlich mehr Freiraum genießen als im dicht bebauten Tal. Prüfe aber in jedem Fall die aktuellen Regelungen zur Leinenpflicht, besonders in Brut- und Setzzeiten, wenn landwirtschaftliche Flächen und Wildgehege in der Nähe liegen.
Die Wanderwege in diesem Bereich sind gut ausgeschildert und unterschiedlich lang, sodass du kurze Runden wie ausgedehnte Halbtagestouren planen kannst. Trittsichere Pfoten sind hier von Vorteil — manche Wege führen über Wurzeln und lehmige Hänge, die nach Regen rutschig werden. Wasserstellen für den Hund sind nicht überall gesichert, bring also ausreichend eigenes Wasser mit. Weiterführende Informationen zu Wanderrouten in der Region bietet das Tourismusportal Bergisches Land.
Nordpark und Hardt — Stadtparks mit Weitblick
Der Nordpark in Barmen zählt zu den großzügigsten Grünanlagen der Stadt. Weitläufige Rasenflächen, älterer Baumbestand und Wege, die auch bei Nässe gut zu begehen sind, machen ihn zu einer soliden Adresse für tägliche Runden. Wer mit Hund den Park besucht, sollte die ausgehängten Hinweisschilder zur Leinenpflicht ernst nehmen — bestimmte Bereiche, etwa Spielplätze und Liegewiesen, sind klar abgegrenzt.
Die Hardt, ein ausgedehntes Waldgebiet auf dem Höhenrücken oberhalb von Elberfeld, ist für viele Wuppertaler Hundehalter eine tägliche Anlaufstelle. Der Wald ist weitläufig, die Wege sind unterschiedlich befestigt, und der Baumbestand sorgt auch im Sommer für angenehmen Schatten. Da das Gebiet von vielen Spaziergängern, Joggern und Familien genutzt wird, empfiehlt sich besondere Rücksichtnahme und eine zuverlässige Rückrufübung deines Hundes. Welche Flächen im Einzelnen als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, solltest du vor deiner Runde prüfen.
Ronsdorfer Anlagen und Tal der Wupper im Südosten
Im Südosten der Stadt, rund um den Stadtteil Ronsdorf, eröffnet sich eine andere Seite Wuppertals: ruhigere Wohnviertel mit direktem Übergang in das Bergische Hügelland. Die Ronsdorfer Anlagen bieten begrünte Wege, ein kleines Teichgebiet und Sitzgelegenheiten — ein ruhiges Ausflugsziel besonders für Hunde, die keine Menschenmassen mögen. Starte von hier aus in das tiefer gelegene Wuppertal hinab oder folge den Höhenwegen weiter in den Wald.
Die Verbindung zwischen städtischem Grün und offenem Bergland gelingt hier besonders gut. Asphaltierte Wege wechseln sich mit unbefestigten Waldpfaden ab — du kannst die Tour dem Wetter und den Bedürfnissen deines Hundes anpassen. Für Stadtteile mit ruhigerem Verkehr wie Ronsdorf lässt sich auch gut mit dem Bus anreisen, wenn du kein Auto hast. Informiere dich zu den Verbindungen beim Wuppertaler Stadtwerke Verkehrsbetrieb und zu den Mitnahmeregeln für Hunde, bevor du losfahrst.
Hund und lokale Regeln in Wuppertal
Wer mit Hund in Wuppertal lebt oder zu Besuch kommt, spürt schnell: Ein gewisses Maß an Regelkenntnis macht den Alltag erheblich entspannter. Bußgelder, Konflikte mit anderen Parkbesuchern oder Probleme im Nahverkehr lassen sich vermeiden — wenn du weißt, was gilt.
Leinenpflicht: wo und wann sie gilt
In Wuppertal gilt in vielen öffentlichen Bereichen eine allgemeine Anleinpflicht. Dazu zählen in der Regel belebte Straßen und Plätze, Fußgängerzonen, Parks und Grünanlagen sowie Bereiche in der Nähe von Schulen und Spielplätzen. Die genauen Regelungen sind in der städtischen Hundehaltungsordnung und entsprechenden Ortssatzungen festgehalten — prüfe die jeweils gültigen Regelungen direkt auf der Website der Stadt Wuppertal, da Änderungen ohne große Ankündigung erfolgen können.
Auch in Naturschutzgebieten und während der Brut- und Setzzeiten (grob März bis Juli) kann eine verschärfte Leinenpflicht gelten, selbst auf Wegen, die du sonst frei begehst. Schilder vor Ort sind verbindlich — auch wenn du denkst, dein Hund sei zuverlässig. Die Landesregelungen für Nordrhein-Westfalen findest du beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW; die städtische Ebene ergänzt diese durch eigene Vorschriften.
Auf bestimmten ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten ist das Freilufen unter Einhaltung bestimmter Bedingungen möglich. Wo genau diese Bereiche liegen und ob sie aktuell geöffnet sind, erfährst du beim Ordnungsamt der Stadt oder direkt vor Ort an den Hinweisschildern. Verlasse dich nicht auf veraltete Online-Informationen, da sich Auslaufflächen verändern können.
Anmeldung und Hundesteuer in Wuppertal
Wer in Wuppertal einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen innerhalb von zwei Wochen nach der Anschaffung anzumelden — beim Finanzbereich der Stadtverwaltung. Die Anmeldung ist keine Kannleistung, sondern gesetzliche Pflicht. Der Hund erhält nach der Anmeldung eine Steuermarke, die er im öffentlichen Raum tragen sollte und die als Nachweis gilt.
Die Stadt erhebt eine Hundesteuer nach der örtlichen Hundesteuersatzung. Konkrete Beträge nennst du besser direkt nach Rückfrage bei der Stadt, da sich Satzungen ändern und Fehlinformationen hier teuer werden können. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde) gelten in der Regel höhere Steuersätze und zusätzliche Auflagen — mehr dazu im folgenden Abschnitt. Alle Informationen zur Anmeldung und zu den aktuellen Steuersätzen findest du auf der städtischen Seite Wuppertal oder direkt im Bürgerservice.
Halte deine Anmeldedaten aktuell — Umzüge innerhalb der Stadt oder ein Halterwechsel sind ebenfalls meldepflichtig. Wer seinen Hund abgibt oder dieser verstirbt, muss die Abmeldung aktiv vornehmen, damit keine weiteren Steuern anfallen. Klingt bürokratisch, läuft in der Praxis aber schnell und unkompliziert ab.
Listenhunde und das Landeshundegesetz NRW
Nordrhein-Westfalen regelt den Umgang mit bestimmten Hunderassen im Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW). Rassen wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und weitere fallen unter besondere Auflagen — unabhängig davon, ob der individuelle Hund je auffällig geworden ist. Zu den möglichen Auflagen zählen unter anderem Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, besondere Anforderungen an die Haltung sowie ein Wesenstest.
Den aktuellen Stand des Gesetzes und die vollständige Liste der betroffenen Rassen findest du beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) sowie direkt im Gesetzestext. Informiere dich vor der Anschaffung eines solchen Hundes umfassend — auch über die finanziellen und praktischen Konsequenzen. Städte wie Wuppertal können auf Basis des Landesgesetzes eigene ergänzende Regelungen erlassen; prüfe diese beim städtischen Ordnungsamt.
Wer einen Hund mit erhöhtem Gefährdungspotenzial in Wuppertal hält, braucht in der Regel eine behördliche Erlaubnis. Diese wird nicht automatisch erteilt, sondern setzt bestimmte Nachweise voraus — etwa einen Sachkundenachweis des Halters und ein Führungszeugnis. Geh diesen Weg frühzeitig an, damit du rechtlich auf der sicheren Seite bist.
Hunde im Nahverkehr und in der Gastronomie
Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) betreiben neben Bussen und der berühmten Schwebebahn auch weitere Nahverkehrslinien. Für Hunde gilt im WSW-Netz in der Regel, dass kleine Hunde in geeigneten Transportbehältern kostenfrei oder zu einem reduzierten Tarif mitgenommen werden dürfen. Größere Hunde werden meist als Kinderfahrrad oder zu einem eigenen Tarif befördert — die genauen Bedingungen und ob ein Maulkorb verlangt wird, erfährst du beim WSW oder auf deren aktueller Tarifseite.
In der Schwebebahn gelten dieselben Grundregeln wie in den anderen Fahrzeugen, aber da sie ein besonderes Erlebnis ist und entsprechend gut besucht, lohnt sich ein Blick auf die Stoßzeiten. Mit einem ruhigen, gut sozialisierten Hund ist die Fahrt kein Problem — in der Rushhour kann es für sensible Hunde unangenehm eng werden. Prüfe die aktuellen Mitnahmeregeln direkt beim Anbieter, bevor du die Fahrt planst.
In der Gastronomie entscheidet der Betreiber, ob Hunde willkommen sind. Eine allgemeine Erlaubnis existiert nicht — frag immer vorher, ob dein Hund mitdarf, auch wenn du draußen sitzen möchtest. Wuppertal hat eine lebendige Café- und Restaurantszene, in der Hunde an Außenplätzen oft geduldet werden; verbindlich ist das jedoch nie ohne Nachfrage. Bring Wasser für deinen Hund selbst mit, da nicht jedes Lokal eine Schüssel bereithält.
- Hunde im ÖPNV: Tarif und Regeln beim WSW direkt erfragen
- Schwebebahn: Mitnahme grundsätzlich möglich, Stoßzeiten beachten
- Gastronomie: Immer beim Betreiber nachfragen, keine allgemeine Erlaubnis
- Hinterlassenschaften: Kotbeutel mitführen und Hinterlassenschaften konsequent entsorgen — Bußgelder drohen bei Verstößen
Die Entsorgungspflicht für Hundekot ist in Wuppertal wie in ganz Deutschland klar geregelt: Du bist verpflichtet, die Hinterlassenschaften deines Hundes unmittelbar zu beseitigen und zu entsorgen. Die Stadt stellt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Kotbeutelspender auf — verlasse dich aber nicht darauf, dass immer einer in der Nähe ist, und führe eigene Beutel mit. Wer erwischt wird, der das ignoriert, riskiert ein empfindliches Bußgeld.
Praktisches vor Ort in Wuppertal
Wuppertal ist eine Stadt der Hänge, Täler und kurzen Wege — wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch ist, findet schnell heraus, dass die praktische Infrastruktur für Vierbeiner solide aufgestellt ist. Vom Tierarzt im Tal bis zur Hundeschule am Waldrand: Die wichtigsten Adressen kennst du besser schon vor dem ersten Notfall.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In einer Stadt mit mehreren Stadtteilen — von Barmen über Elberfeld bis Cronenberg — verteilen sich zahlreiche Tierarztpraxen über das gesamte Stadtgebiet. Für den regulären Bedarf findest du Praxen in fast jedem Quartier, sodass lange Fahrten in der Regel ausbleiben. Wichtiger ist der Notfall: Wuppertal verfügt über einen tierärztlichen Bereitschaftsdienst, der außerhalb der üblichen Sprechzeiten erreichbar ist. Die aktuelle Notfallnummer sowie den diensthabenden Tierarzt für deine Postleitzahl erfährst du direkt bei der Tierärztekammer Nordrhein-Westfalen — deren offizieller Notfallservice ist unter tkaer-nrw.de erreichbar. Speichere die Nummer vor deiner Ankunft oder zu Beginn deines Wuppertal-Aufenthalts — besonders am Wochenende können Praxen geschlossen sein. Für schwere Notfälle, etwa Vergiftungsverdacht oder Unfälle, ist die nächste tierärztliche Klinik mit Nachtbereitschaft in der Region Wuppertal/Bergisches Land die sicherste Anlaufstelle; prüfe vorab auf der Website der Tierärztekammer, welche Klinik aktuell den Dienst hält.
- Praxen in allen Stadtteilen — auch in Oberbarmen, Vohwinkel und Ronsdorf.
- Notfalldienst über die Tierärztekammer NRW koordiniert.
- Bei akuten Vergiftungen: Giftnotrufzentrale zusätzlich kontaktieren.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Wuppertal und das direkte Umland bieten ein breites Spektrum an Hundeschulen und Trainingsgruppen — vom klassischen Hundesportverein mit langer Tradition bis zum modernen Verhaltenstherapeuten mit individuellen Einheiten. Besonders entlang der grünen Randlagen des Stadtgebiets, etwa in Richtung Cronenberg oder im Bereich des Staatsforsts, finden Trainings im Freien regelmäßig statt. Viele Schulen bieten Welpengruppen, Grundgehorsamkeitskurse und spezielle Problemhundtraining an — ein erster Blick auf die jeweilige Methodik lohnt sich vor der Anmeldung. Achte darauf, dass die Trainerin oder der Trainer eine anerkannte Ausbildung vorweist; der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) listet qualifizierte Fachkräfte in der Region. Für Welpenstunden empfiehlt sich ein früher Start — Plätze sind in gut geführten Gruppen meist schnell belegt. Einige Vereine im Bergischen Land sind dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossen und bieten zudem Turnierhundsport, Agility und Begleithundprüfungen an.
Auslaufzonen und eingezäunte Flächen
Das Thema eingezäunte Hundeauslaufgebiete ist in Wuppertal im Wandel: Die Stadt verfügt über Grünflächen und Parks, in denen Hunde unter bestimmten Bedingungen frei laufen dürfen, doch ausgewiesene, vollständig eingezäunte Hundewiesen sind nicht flächendeckend vorhanden. Informiere dich beim Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal über aktuell ausgewiesene Bereiche — die offizielle Website der Stadt unter wuppertal.de ist dafür die verlässlichste Quelle. Im Zoologischen Garten Wuppertal ist das Mitführen von Hunden nicht gestattet — das ist eine feste Hausordnung, die du vorab kennen solltest. Für den täglichen Freilauf eignen sich vor allem die Waldränder in Cronenberg, die Ronsdorfer Anlagen und Teile des Wuppertaler Nordens entlang der Wupper — dort findest du naturnahe Flächen, auf denen Hunde sich austoben können, sofern keine Leinenpflicht ausgeschildert ist. Prüfe Schilder vor Ort sorgfältig, da sich Regelungen saisonal ändern können.
- Ronsdorfer Anlagen: weitläufige Parkanlage mit Teichen, gut geeignet für morgendliche Runden.
- Waldgebiete in Cronenberg und Richtung Remscheid: viel Platz, wenig Verkehr.
- Wuppertaler Nordpark: stadtnah, aber Beschilderung genau beachten.
- Zoo Wuppertal: Hunde nicht erlaubt — gilt auch für den Parkplatzbereich, prüfe die aktuelle Hausordnung.
Hundebetreuung und Pensionen
Wer seinen Hund tagsüber oder für mehrere Tage unterbringen möchte, findet im Raum Wuppertal ein wachsendes Angebot an Hundepensionen, Tagesbetreuungen und professionellen Gassigehern. Die Qualität und Betreuungsschlüssel variieren stark — ein persönliches Vorgespräch und eine Besichtigung vor der ersten Buchung sind unbedingt empfehlenswert. Seriöse Anbieter legen ihre Konzepte offen, zeigen ihre Räumlichkeiten und fragen nach Impfstatus sowie Sozialverhalten deines Hundes. Im bergischen Umland, etwa in Radevormwald oder Hückeswagen, gibt es zudem Pensionen mit größeren Außengeländen — ideal für Hunde, die viel Platz brauchen. Für Kurzurlaube oder Dienstreisen lohnt sich eine frühzeitige Reservierung, besonders in den Schulferienzeiten NRW. Einige Hundeschulen in Wuppertal bieten parallel zur Ausbildung auch Boarding-Angebote an — so bleibt der Hund in vertrauter Umgebung und bei bekannten Bezugspersonen.
Saisonal in Wuppertal
Das Bergische Land kennt keine halben Sachen beim Wetter: Regen, Wind und gelegentliche Wärmeperioden wechseln sich ab — manchmal innerhalb eines Tages. Wer mit Hund in Wuppertal unterwegs ist, profitiert davon, die Jahreszeiten zu kennen und den Alltag darauf abzustimmen.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Bergischen Land
Ab März erwacht der Wuppertaler Stadtwald, und mit ihm die Brut- und Setzzeit — eine der wichtigsten Phasen für verantwortungsvolle Hundehalter. Feldlerchen, Rehe und Wildenten nisten in Waldlichtungen, an Wupper-Ufern und in Hochgraswiesen, die für Hunde wie ein einladendes Terrain aussehen. In dieser Zeit gilt in Nordrhein-Westfalen laut Landesnaturschutzgesetz NRW eine erhöhte Sorgfaltspflicht: Hunde dürfen Wildtiere nicht aufscheuchen oder verfolgen. Informiere dich über die aktuellen Regelungen beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW unter lanuv.nrw.de. In Wuppertals Wäldern — besonders im Staatsforst Burgholz und entlang der Wupper-Talaue — sind Hunde in sensiblen Bereichen von März bis Juli an der Leine zu führen; entsprechende Schilder weisen darauf hin. Frühlingsspaziergänge am frühen Morgen sind besonders schön, aber auch besonders heikel: Wildtiere sind dann aktiv, und ein unkontrollierter Hund kann erheblichen Schaden anrichten.
- Burgholz: einer der größten Stadtforste NRWs — Leinenpflicht in der Schonzeit beachten.
- Wupper-Ufer: Entennester und Rehjunge in Ufernähe — Hund nah bei dir halten.
- Hochgraswiesen meiden, bis die Mahd erfolgt ist.
- Zeckenkontrolle nach jedem Ausflug — Risikogebiete im Bergischen Land bestehen.
Sommer: Hitze, Wasser und Vorsicht auf Asphalt
Wuppertal liegt zwar nicht im Rheintal, doch auch das Bergische Land erlebt zunehmend heiße Sommertage mit über 30 Grad. Die Wupper bietet an einigen Abschnitten natürliche Abkühlmöglichkeiten — ob Hunde ins Wasser dürfen, ist jedoch vom jeweiligen Abschnitt und der Wasserqualität abhängig; prüfe das vor dem Sprung ins kühle Nass. Die Asphaltwege in der Innenstadt zwischen Barmen und Elberfeld heizen sich stark auf: Der einfache Test mit dem Handrücken zeigt dir, ob der Boden für Pfoten zu heiß ist. Plane Spaziergänge in den frühen Morgen oder späten Abend — zwischen 11 und 17 Uhr ist die Belastung für Hunde am höchsten. Im Burgholz und in den Wäldern Richtung Cronenberg bleibt es auch an heißen Tagen merklich kühler — diese Waldwege sind die beste Wahl für den Sommerspaziergang. Frisches Wasser immer dabei haben: Wuppertals Topografie bedeutet häufige Auf- und Abstiege, die auch für fitte Hunde anstrengend sind.
- Früh raus — Spaziergänge vor 9 Uhr oder nach 19 Uhr planen.
- Wassernapf und Wasservorrat nie vergessen.
- Pfotenschutz oder Asphalttest vor Innenstadtgängen.
- Hunde nie im parkenden Auto lassen — auch nicht im Schatten.
Herbst: Nässe, Laub und die schönste Wanderzeit
Der Herbst ist für viele Hundehalter in Wuppertal die schönste Jahreszeit — die Wälder leuchten in Rot und Gold, die Temperaturen sind angenehm, und der Trubel des Sommers ist vorbei. Besonders der Staatsforst Burgholz mit seinen fremdländischen Gehölzen ist im Oktober ein echtes Naturschauspiel. Doch Nässe und Laub bringen auch Risiken: Rutschige Wurzeln und matschige Pfade fordern Konzentration auf den Wegen entlang der Wupper-Hänge — festes Schuhwerk für dich, und für den Hund reicht natürliche Vorsicht. Kastanien, Eicheln und Bucheckern liegen jetzt massenhaft auf den Waldböden — viele Hunde fressen diese Früchte bereitwillig, doch rohe Kastanien sind für Hunde giftig, Eicheln in größeren Mengen belastend. Behalte deinen Hund beim Schnüffeln und Fressen im Blick. Der Herbst bringt außerdem Jagdsaison: In Waldrandbereichen um Wuppertal kann Jagdbetrieb stattfinden; informiere dich über lokale Jagdzeiten und meide Waldgebiete mit entsprechenden Hinweisschildern in den frühen Morgenstunden.
- Kastanien und Eicheln: konsequent abgewöhnen oder Hund an der kurzen Leine führen.
- Jagdzeit beachten — Waldrandgebiete morgens meiden, wenn Jagdbetrieb angezeigt ist.
- Nach Regenfällen: Wupper-Ufer können überflutet sein — Absperrungen ernst nehmen.
- Zeckensaison endet nicht im Oktober — Schutz weiter aufrechterhalten.
Winter: Kälte, Streusalz und Bergisches Schmuddelwetter
Der Winter im Bergischen Land ist selten malerisch-verschneit — häufiger ist er grau, feucht und mild, mit gelegentlichen Schneeperioden, die Wuppertals Hänge in kurze Winterwunderwelt verwandeln. Schnee liegt auf den höheren Lagen um Cronenberg und im Bereich des Burgholz oft länger als im Tal — ein schöner Anlass für ausgedehnte Winterrunden. Das größere Problem im städtischen Alltag ist Streusalz: Die steil abfallenden Straßen Wuppertals werden bei Eis intensiv gestreut, und Pfoten nehmen Salz und Splitt schnell auf. Wasche die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang lauwarm ab — das verhindert Reizungen und Entzündungen zwischen den Zehen. Pfotenpflege mit Balsam vor dem Ausgang schützt zusätzlich. Wuppertals öffentliche Beleuchtung ist in den Tälern gut, doch auf Waldwegen wird es im Winter früh dunkel — eine LED-Leuchte am Halsband und eine Stirnlampe für dich machen abendliche Runden sicher. Denk auch daran: Hunde mit kurzem Fell oder schlankem Körperbau — Windhunde, Dalmatiner, ältere Tiere — brauchen bei Temperaturen unter fünf Grad einen Hundemantel.
- Pfoten nach Stadtspaziergängen immer abwaschen — Streusalz wirkt ätzend.
- Pfotenbalsam vor dem Ausgang einmassieren — besonders bei längeren Gängen.
- Reflektoren und Licht für Hund und Halter in der Dämmerung.
- Kurzfellige und ältere Hunde: Mantel anziehen ab etwa 5 Grad.
- Eisflächen an der Wupper und an Teichen nie betreten lassen — Eisstärke ist nicht einschätzbar.
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