Hintergrund zur Region
Fürstenfeldbruck liegt rund 25 Kilometer westlich von München, dort wo die Amper durch weite Auenwälder und sanfte Hügelketten fließt. Die Stadt ist kein lautes Touristenziel, sondern ein lebendiger Wohnort mit echter Nachbarschaft — und genau das macht sie für Hundehaltende so angenehm. Wer morgens mit seinem Hund aufbricht, hat binnen Minuten Wiesen unter den Pfoten, Uferpfade am Fluss und Forststraßen, die sich bis in den Landkreis hinein verzweigen.
Der Geruch nach feuchtem Gras und Flussschlamm gehört hier zum Alltag, ebenso wie das Rascheln in den Pappelwäldchen entlang der Amper-Ufer. Fürstenfeldbruck hat eine dichte Infrastruktur: Tierarztpraxen, Hundeschulen und eine S-Bahn-Anbindung an die Landeshauptstadt machen den Alltag mit Hund praktisch. Gleichzeitig lohnt sich ein Tagesausflug in die Region auch dann, wenn du nur zu Besuch bist — das Umland bietet Streifzüge für jeden Hundetyp, vom verspielten Welpen bis zum ausdauernden Wanderbegleiter.
Dieser Leitfaden zeigt dir die besten Ausflugsziele rund um Fürstenfeldbruck, erklärt die lokalen Regeln für Hundehaltende und gibt dir praktische Hinweise für Alltag und saisonale Besonderheiten. Alle Regelangaben basieren auf dem Stand bei Redaktionsschluss — prüfe aktuelle Vorschriften stets bei der Stadt Fürstenfeldbruck oder der zuständigen Behörde, da sich Verordnungen ändern können.
Tagesausflüge mit Hund in Fürstenfeldbruck
Die Amper zieht sich wie ein blauer Faden durch den Landkreis, begleitet von Auwäldern, Kiesinseln und stillen Altarmen. Rund um Fürstenfeldbruck findest du eine Mischung aus Flusslandschaft, Vorstadtparks und offenem Agrarland, die kaum eine Wunschkombination offenlässt. Schnapp die Leine, pack Wasser ein — und lass den Hund schnuppern, wo andere nur spazieren.
Amperauen und Ampersteg: Natur direkt vor der Haustür
Der bekannteste Ausflugsraum beginnt direkt am Stadtrand: Die Amperauen südlich und nördlich von Fürstenfeldbruck bieten mehrere Kilometer naturbelassene Uferpfade. Das Flussufer ist stellenweise kiesig und flach, sodass Hunde problemlos ins Wasser waten können — vorausgesetzt, du beachtest Absperrungen in Brut- und Setzzeiten, die regelmäßig ausgewiesen werden. Der Ampersteg verbindet beide Uferseiten und ermöglicht Rundwege ohne Umweg über Hauptstraßen.
Auf den Trampelpfaden durch Erlen- und Weidengebüsch riecht es nach Moderholz und frischem Wasser. Hunde mit Jagdtrieb sollten hier an der Leine bleiben, denn Rehe und Wasservögel sind häufige Gäste. Die Auenwälder stehen teilweise unter Naturschutz — halte dich an markierte Wege und respektiere aufgestellte Schilder. Für einen ausgedehnten Halbtagesausflug kombinierst du den Uferpfad mit einem kurzen Abstecher in die angrenzenden Wiesen westlich des Stadtzentrums.
Fürstenfelder Forst und Waldwege Richtung Alling
Wer mehr Schatten und weicheren Untergrund sucht, wird im Fürstenfelder Forst fündig, einem ausgedehnten Mischwald westlich der Stadt. Breite Forstwege eignen sich für jede Kondition, enge Nebenpfade bieten Abwechslung für neugierige Schnauzen. Die Route Richtung Alling ist besonders beliebt: Sie führt durch ruhige Waldstücke, an vereinzelten Lichtungen vorbei und bietet kaum Autoverkehr.
Die Wege sind überwiegend unbefestigt, nach Regenfällen entsprechend matschig — Hundepfoten inklusive. Jagdparzellen innerhalb des Forstes können saisonal mit Leinenpflicht oder Wegegebot belegt sein; Hinweisschilder am Waldeingang geben Auskunft. Plane einen Wasservorrat ein, da es abseits der Ortschaften keine Versorgungsstellen gibt. Der Forst ist auch an Wochentagen ruhig, was ihn ideal für scheue oder reizempfindliche Hunde macht.
Volksfestplatz und Freizeitanlagen am Stadtrand
Innerhalb des Stadtgebiets bietet das Gelände rund um den Volksfestplatz eine großzügige Freifläche, die außerhalb der Veranstaltungszeiten zum Spazieren einlädt. Die Wege dazwischen sind gut befestigt, das Gelände flach und übersichtlich — praktisch für kurze Runden mit älteren oder weniger bewegungsfreudigen Hunden. Prüfe im Vorfeld, ob Veranstaltungen das Betreten einschränken.
Kombinierbar ist ein Besuch dort mit einem Spaziergang entlang der Hauptstraße und der Altstadt, wo Cafés und Bäckereien mit Außenbestuhlung einen kurzen Zwischenstopp ermöglichen — ob Hunde willkommen sind, klärst du am besten direkt vor Ort beim jeweiligen Betrieb. Die Verbindungswege zwischen Stadtmitte und Freizeitflächen sind größtenteils beleuchtet, was sie auch in den Abendstunden nutzbar macht. Für einen entspannten Feierabendspaziergang ist diese Kombi kaum zu schlagen.
Kloster Fürstenfeld und das Klostergelände
Das Kloster Fürstenfeld mit seiner imposanten Barockkirche gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und liegt in einem parkähnlichen Umfeld, das zum Umrunden einlädt. Die Außenanlagen des Klosters sind weiträumig, die Atmosphäre ruhig und architektonisch beeindruckend — ein schöner Rahmen für einen Spaziergang, der auch Kulturinteressierte nicht langweilt. Ob Hunde auf das eigentliche Klostergelände und in unmittelbare Nähe der Kircheneingänge mitgenommen werden dürfen, variiert je nach aktuellem Veranstaltungsbetrieb; erkundige dich vor Ort oder lies die Hinweisschilder am Eingang.
Die Umgebungswege um das Kloster führen weiter in Richtung Amper und schließen sich an die Uferrouten an. So entsteht ein lohnender Rundweg, der Stadterlebnis und Naturerholung verbindet. Das Kopfsteinpflaster nahe der Klosterkirche kann für kleine Hunderassen anstrengend sein — ein kurzes Ausweichen auf den Rasenstreifen daneben ist oft möglich. Besonders im Frühling, wenn Blütensträucher blühen und die Licht weich über die Fassade fällt, ist die Stimmung hier besonders schön.
Hund und lokale Regeln in Fürstenfeldbruck
Ein Hund im Stadtgebiet bedeutet Verantwortung — und in Fürstenfeldbruck gibt es dafür klare Rahmenbedingungen. Die Vorschriften kommen von der Stadt selbst, vom Freistaat Bayern und in Teilen vom Landkreis. Wer die Regeln kennt, vermeidet Ärger und trägt dazu bei, dass Hundehalter auch in Zukunft willkommen bleiben.
Leinenpflicht: Wo gilt sie, wo nicht?
In Fürstenfeldbruck gilt innerhalb des bebauten Ortsgebiets grundsätzlich Leinenpflicht auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Das betrifft Bürgersteige, Einkaufsstraßen, Parks und öffentliche Grünanlagen. Auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen sowie in Naturschutzgebieten schreibt das bayerische Naturschutzrecht zusätzliche Einschränkungen vor — Hunde müssen dort in der Regel ebenfalls an der Leine geführt werden, insbesondere in der Brut- und Setzzeit von etwa März bis Juli.
Ausgewiesene Hundeauslaufzonen bilden die Ausnahme: Dort ist Leinenpflicht aufgehoben, sofern die Beschilderung dies ausdrücklich erlaubt. Die genauen Regelungen und aktuelle Ausnahmen findest du beim Ordnungsamt der Stadt Fürstenfeldbruck. Verlasse dich nicht auf mündliche Überlieferungen aus dem Bekanntenkreis — Verordnungen können sich ändern, und die Kontrolle durch den Gemeindevollzugsdienst ist real. Ein einfacher Grundsatz: Im Zweifel Leine anlegen, auf Schilder achten.
Anmeldung und Hundesteuer in Fürstenfeldbruck
Wer in Fürstenfeldbruck mit erstem Wohnsitz gemeldet ist und einen Hund hält, muss diesen bei der Stadt anmelden. Die Anmeldepflicht beginnt üblicherweise, sobald der Hund in den Haushalt einzieht — eine Schonfrist existiert in der Regel nur für wenige Wochen nach dem Erwerb oder Einzug. Die Anmeldung erfolgt beim städtischen Steueramt oder über das Bürgerservice-Portal der Stadt.
Mit der Anmeldung fällt die Hundesteuer an, eine kommunale Abgabe, deren Höhe die jeweilige Haushaltssatzung der Stadt regelt. Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, da sie sich durch Ratsbeschlüsse ändern können — die aktuellen Sätze erfährst du direkt bei der Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck. Für als gefährlich eingestufte Hunderassen kann ein erhöhter Steuersatz gelten. Die Hundesteuermarke wird nach Anmeldung ausgestellt und muss am Hund getragen werden — sie dient gleichzeitig als Nachweis der ordnungsgemäßen Anmeldung.
Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie
Fürstenfeldbruck ist über die S-Bahn-Linie S4 an München angebunden — ein großer Vorteil für Tagesausflüge in die Region oder in die Landeshauptstadt. Im Münchner Verkehrsverbund (MVV) dürfen Hunde grundsätzlich mitgenommen werden, solange sie verträglich sind und andere Fahrgäste nicht beeinträchtigen. Kleine Hunde, die in einer geeigneten Tasche oder Box transportiert werden, sind in der Regel ohne Extraticket erlaubt; für größere Hunde gilt meist ein ermäßigtes Einzelticket.
Die aktuellen Beförderungsbedingungen, einschließlich Maulkorbpflicht und Ticket-Regelungen, prüfst du beim Münchner Verkehrsverbund (MVV) — die Regeln können sich ändern und variieren nach Tageszeit und Linie. In der Gastronomie entscheidet der jeweilige Betrieb selbst, ob Hunde willkommen sind. Außenbestuhlung ist häufig hundefreundlicher als Innenräume — frag kurz nach, bevor du mit Hund Platz nimmst. Viele Bäckereien und Cafés in Fürstenfeldbruck stellen auf Nachfrage auch ein Wassernapf bereit.
Listenhunde, Maulkorb und Kot-Entsorgung
Bayern kennt keine landesweite Rasseliste im klassischen Sinn mehr, jedoch verpflichtet das Bayerische Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) Halter bestimmter Hunde mit nachgewiesener Gefährlichkeit zu besonderen Auflagen — Leinenpflicht und Maulkorb im öffentlichen Raum können behördlich angeordnet werden. Ob dein Hund als gefährlich eingestuft wurde oder werden könnte, klärst du mit dem Veterinäramt des Landkreises Fürstenfeldbruck. Verlasse dich nicht auf pauschale Aussagen: Eine individuelle Einstufung durch die Behörde ist maßgeblich.
Zur Kotentsorgung stellt die Stadt an stark frequentierten Wegen und Grünanlagen Tütenspender und Abfalleimer bereit — nutze sie konsequent. Das Liegenlassen von Hundekot auf öffentlichen Flächen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden; die Höhe richtet sich nach der aktuellen Bußgeldkatalogverordnung. Trag vorsorglich eigene Kotbeutel bei dir, da Spender gelegentlich leer sein können. Ein aufmerksames Miteinander zwischen Hundehaltern und anderen Stadtbewohnern trägt mehr zur Akzeptanz bei als jede Verordnung allein.
Praktisches vor Ort in Fürstenfeldbruck
Fürstenfeldbruck liegt günstig im westlichen Münchner Umland — doch wenn der Hund plötzlich lahmt oder die Pfote blutet, zählt jede Minute. Hier findest du die wichtigsten Anlaufstellen für Alltag und Notfall, damit du gut vorbereitet bist.
Tierärzte und tierärztlicher Notdienst
Im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die reguläre Sprechstunden für Hunde anbieten. Für akute Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten ist es wichtig, die Notdienstbereitschaft im Landkreis im Voraus zu kennen — diese wechselt unter den niedergelassenen Praxen und ist nicht immer dieselbe Anlaufstelle. Ruf im Zweifelsfall die Tierarztpraxis deiner Wahl an: Auf dem Anrufbeantworter steht meist der aktuelle Notdienst. Größere Tierkliniken in München, etwa im Stadtgebiet oder im Münchner Westen, sind für schwere Notfälle erreichbar und oft rund um die Uhr besetzt.
- Notdienstlisten veröffentlicht die Bayerische Landestierärztekammer unter tieraerztekammer-bayern.de.
- Halte die Nummer deiner Hausarztpraxis und den nächsten Notdienst immer griffbereit — am besten im Handy gespeichert.
- Für Vergiftungsverdacht gibt es das Tiergiftnotruf-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München: Vorher die Nummer heraussuchen, da im Notfall keine Zeit für eine Internetsuche bleibt.
Plane deinen ersten Besuch in einer lokalen Praxis am besten kurz nach dem Zuzug oder Ausflugsbeginn, damit du im Ernstfall weißt, wo du bist. Viele Praxen vergeben auch kurzfristige Termine für akute Beschwerden.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Im Raum Fürstenfeldbruck und im angrenzenden Landkreis gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsgruppen, die von der Welpenstunde bis zum Begleithund-Training alles anbieten. Wenn du neu in der Stadt bist oder deinen Hund gezielt fördern möchtest, lohnt sich ein Vergleich der Angebote. Achte auf zertifizierte Trainer mit anerkannter Ausbildung — der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) listet Mitgliedsvereine, die sich an klare Ausbildungsstandards halten. Der Hundesportverein Fürstenfeldbruck bietet klassische Vereinsstrukturen mit Übungsplatz und regelmäßigen Trainingsterminen; prüfe die aktuellen Kursangebote direkt beim Verein.
Neben dem klassischen Gehorsamkeitstraining findest du im weiteren Umland auch Angebote für Agility, Mantrailing und Nasenarbeit. Gerade für Hunde, die im städtischen Alltag viel Kopfarbeit brauchen, sind solche Kurse eine sinnvolle Ergänzung zur Bewegung. Frage beim Erstgespräch gezielt nach der Trainingsphilosophie: Positive Verstärkung sollte die Grundlage bilden.
Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen
Fürstenfeldbruck selbst ist von Natur aus gut mit Grünflächen ausgestattet — die Amperauen bieten weitläufige Freilaufflächen, die viele Hundehalter täglich nutzen. Dennoch gilt: Nicht überall, wo Hunde frei laufen, ist das auch offiziell erlaubt. Prüfe die aktuelle Beschilderung vor Ort und informiere dich bei der Stadt Fürstenfeldbruck über ausgewiesene Hundeauslaufzonen — die Regelungen können sich ändern.
- Die Stadt Fürstenfeldbruck informiert auf ihrer offiziellen Website unter fuerstenfeldbruck.de über kommunale Regelungen.
- Eingezäunte Hundewiesen, wie sie manche Gemeinden im Landkreis anbieten, gibt es im direkten Stadtgebiet nicht flächendeckend — im Umland lohnt sich die Recherche.
- Wähle Morgen- oder Abendstunden für den freien Lauf, wenn weniger Spaziergänger und Radfahrer unterwegs sind.
Wenn dein Hund noch an der Leine geführt wird und du nach sicheren Übungsräumen suchst, sind die ruhigeren Feldwege westlich der Stadt gut geeignet. Dort ist der Verkehr gering, und du kannst an der langen Schleppleine üben, ohne andere zu stören.
Hundebetreuung und Pensionen
Wer beruflich viel unterwegs ist oder Urlaub plant, braucht eine verlässliche Betreuung für den Hund. Im Raum Fürstenfeldbruck gibt es einzelne gewerbliche Hundesitter, Hundetagesstätten und private Pflegestellen. Gewerbliche Anbieter benötigen in Bayern eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz — frage aktiv danach, bevor du deinen Hund in fremde Obhut gibst. Plattformen zur Vermittlung von Hundesittern können helfen, sind aber kein Ersatz für ein persönliches Kennenlerngespräch mit Hund.
Für längere Abwesenheiten bieten sich Tierpensionen im Landkreis Fürstenfeldbruck an. Viele davon liegen in den umliegenden Gemeinden mit direktem Zugang zu Grünflächen, was für die Tiere angenehmer ist als rein städtische Unterkünfte. Besuche die Pension vorab ohne Hund und dann noch einmal gemeinsam — so siehst du, wie dein Hund auf die Umgebung reagiert. Buche frühzeitig, besonders für die Sommerferien und die Weihnachtszeit, da gute Plätze schnell belegt sind.
Saisonal in Fürstenfeldbruck
Das Voralpenland zeigt sich in Fürstenfeldbruck von allen vier Seiten — mit milden Frühjahrswinden, heißen Augusttagen, nebligen Herbstmorgen an der Amper und echten Schneewolken aus den Bergen. Was schön klingt, bringt für Hundehalter je nach Jahreszeit konkrete Aufgaben mit sich.
Frühling: Brut- und Setzzeit in den Auen
Sobald die Temperaturen steigen und die ersten Wiesenschaumkräuter blühen, erwacht das Leben in den Amperauen und den angrenzenden Feldfluren rund um Fürstenfeldbruck. Genau dann beginnt die Brut- und Setzzeit, die für Hunde und deren Halter besondere Verantwortung bedeutet. Bodenbrütende Vögel wie Feldlerche und Kiebitz legen ihre Nester in offenen Wiesen an — ein frei laufender Hund kann Gelege zerstören, ohne dass du es bemerkst.
Rehkitze werden ab Mai in hohem Gras abgelegt und liegen dort regungslos. Halte deinen Hund in dieser Zeit konsequent an der Leine, sobald du Wiesen oder Waldränder betritst — das ist nicht nur ein Gebot der Rücksicht, sondern in manchen Bereichen auch rechtlich vorgeschrieben. Das Bayerische Naturschutzgesetz schützt Wildtiere und ihre Aufzucht. Informiere dich auf den Seiten des Bayerischen Landesamts für Umwelt (lfu.bayern.de) über geschützte Biotope und saisonale Schutzbestimmungen in deiner Region.
- Vermeide hohes Gras und Waldränder zwischen Mai und Juli mit freilaufendem Hund.
- Wege bleiben: Halte dich und deinen Hund auf markierten Pfaden — das schützt Nester und vermeidet Bußgelder.
- Zecken werden ab Märztemperaturen aktiv: Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug gründlich, besonders an Ohren, Achseln und Leiste.
Der Frühling ist auch die Zeit, in der viele Hunde nach dem Winter aufdrehen und mehr Freilauf fordern. Nutze die langen Dämmerungen für ruhige Spaziergänge — zu Stoßzeiten am Wochenende sind die Auen stark frequentiert.
Sommer: Hitze, Amper und Pfotenschutz
Fürstenfeldbruck liegt auf rund 516 Meter Höhe, was die Sommer etwas erträglicher macht als in der Münchner Innenstadt — doch Temperaturen über 30 Grad sind im Juli und August keine Seltenheit. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über Hecheln, und auf heißem Asphalt können Pfoten sich innerhalb von Minuten verbrennen. Der einfache Test: Halte den Handrücken sieben Sekunden auf den Belag — ist er zu heiß für dich, ist er es auch für deinen Hund.
Die Amper ist im Sommer ein natürlicher Anziehungspunkt: Das Flussufer bietet Schatten, und viele Hunde kühlen sich im seichten Wasser ab. Prüfe jedoch vor jedem Schwimmen, ob die Wasserqualität unbedenklich ist — Blaualgen können sich in warmen Sommern auch in Fließgewässern bilden und sind für Hunde hochgiftig. Schilder und offizielle Warnmeldungen der Stadt Fürstenfeldbruck oder des Landkreises geben Auskunft; im Zweifel kein Schwimmen.
- Gehe in den frühen Morgenstunden oder nach 19 Uhr spazieren — in der Mittagshitze zuhause bleiben.
- Bringe immer ausreichend frisches Wasser mit; Trinkstellen sind im Stadtgebiet nicht überall vorhanden.
- Lass deinen Hund nie im geparkten Auto: Schon bei 20 Grad Außentemperatur heizt sich ein Fahrzeug in der Sonne lebensgefährlich auf.
- Helle oder kurzhaarige Hunde benötigen bei langen Touren Sonnenschutz auf unbehaarten Stellen wie Nase und Ohrmuscheln.
Sommerflöhe und Grashalm-Grannen sind zwei unterschätzte Gefahren: Grannen können sich ins Fell bohren und wandern bis in den Gehörgang oder unter die Haut. Kontrolliere das Fell — besonders zwischen den Zehen — nach jedem Spaziergang durch hohes Gras.
Herbst: Wald, Jagd und Nebel an der Amper
Der Herbst in Fürstenfeldbruck ist die stimmungsvollste Jahreszeit für lange Hundespaziergänge: Die Laubwälder zwischen Bruck und dem Ampermoos färben sich goldgelb, der Morgennebel liegt über dem Fluss, und das Laub knistert unter den Pfoten. Doch die Jagdsaison beginnt, und das bedeutet in den Wäldern rund um den Landkreis erhöhte Aufmerksamkeit.
Jagdbetrieb ist von außen nicht immer erkennbar. Halte deinen Hund in Waldgebieten und an Feldrändern in der Dämmerung an der kurzen Leine, und trage im Herbst und Winter selbst eine helle oder reflektierende Weste — ebenso für den Hund. Ein leuchtendes Halsband oder ein Blinklicht am Geschirr helfen, deinen Hund auch bei schlechter Sicht sichtbar zu machen. Die Forstbehörden und Jagdgenossenschaften im Landkreis Fürstenfeldbruck informieren über aktuelle Jagdzeiten; erkundige dich bei der zuständigen Unteren Jagdbehörde im Landratsamt.
- Kastanien und Eicheln sind für Hunde in größeren Mengen schädlich — halte deinen Hund davon fern und beobachte sein Fressverhalten im Laub.
- Pilze: Viele Hundehalter unterschätzen, dass Hunde auch giftige Pilze fressen. Störe das Schnüffeln nicht blind, aber greif ein, wenn der Hund etwas aufnehmen will.
- Pfoten nach nassem Laub kontrollieren: Feuchtigkeit zwischen den Zehen begünstigt Pilzinfektionen der Haut.
Die kürzeren Tage bedeuten: Viele Spaziergänge finden im Dunkeln statt. Reflektierendes Zubehör ist im Herbst kein Luxus, sondern Pflicht — besonders an Straßen und Radwegen.
Winter: Streusalz, Frost und kurze Ausflüge
Fürstenfeldbruck liegt im bayerischen Voralpenraum und bekommt gelegentlich kräftige Schneefälle, vor allem wenn Föhn und Kaltluft aufeinandertreffen. Für Hunde bedeutet das: Streusalz auf Gehwegen ist die größte winterliche Alltagsgefahr. Die Kristalle setzen sich zwischen die Zehenballen, reizen die empfindliche Haut und können beim Ablecken zu Magenreizungen führen. Spüle die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang lauwarm ab und trage im Bedarfsfall Pfotenbalsam auf.
Nicht alle Hunde brauchen einen Hundemantel — kurzhaarige, magere oder ältere Tiere profitieren bei Temperaturen unter null jedoch deutlich davon. Beobachte, ob dein Hund zittert, die Pfoten abwechselnd hebt oder abrupt stehenbleibt: Das sind Zeichen, dass die Kälte zu viel wird. Verkürze in solchen Momenten den Spaziergang konsequent.
- Gefriereis auf Wegen ist rutschig — auch für Hunde, besonders für ältere Tiere mit Gelenkproblemen.
- Antifreeze (Frostschutzmittel) hat einen süßlichen Geschmack und ist für Hunde bereits in kleinen Mengen tödlich. Halte deinen Hund von Pfützen auf Parkplätzen und in Garagen fern.
- Dunkelheit: Im Dezember wird es in Fürstenfeldbruck gegen 16 Uhr dunkel. Reflektierendes Zubehör ist auch im Winter unverzichtbar.
Winterwanderungen im Ampermoos oder auf den Feldwegen westlich der Stadt sind bei Schnee besonders schön — die Stille und das weiße Licht machen jeden Morgenspaziergang zu einem kleinen Erlebnis. Prüfe vor solchen Touren, ob Wege geräumt oder passierbar sind, und plane kürzere Runden als im Sommer ein.
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