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Retina (Innere Augenhaut)

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Retina (Innere Augenhaut)
Definition

Die Retina ist die lichtempfindliche Innenschicht des Hundeauges, die einfallendes Licht in Nervenimpulse umwandelt und über den Sehnerv an das Gehirn weiterleitet.

Inhalt
  1. Wie unterscheidet sich die Hunde-Retina vom menschlichen Auge?
  2. Welche Retina-Erkrankungen treffen Hunde am häufigsten?
  3. Woran erkenne ich Retina-Probleme bei meinem Hund?
  4. Welche Rassen haben ein erhöhtes Retina-Risiko?

Die Retina ist die lichtempfindliche Innenschicht des Hundeauges. Sie wandelt einfallendes Licht in Nervenimpulse um und leitet diese über den Sehnerv an das Gehirn weiter.

Wie unterscheidet sich die Hunde-Retina vom menschlichen Auge?

Das Hundeauge enthält deutlich mehr Stäbchen als Zapfen – etwa 95 % Stäbchen zu 5 % Zapfen. Beim Menschen ist das Verhältnis ausgeglichener. Hunde sehen deshalb bei Dämmerung besser, nehmen aber weniger Farben wahr.

Hunde besitzen ausserdem das Tapetum lucidum, eine reflektierende Schicht hinter der Retina. Sie verstärkt das einfallende Licht und erklärt das nächtliche „Leuchten“ der Hundeaugen – reduziert dabei aber die Bildschärfe leicht.

Die Fovea – beim Menschen der Bereich schärfsten Sehens – ist bei Hunden weniger ausgeprägt. Stattdessen verfügen sie über eine „Sehbahn“ (visual streak), die horizontal ausgerichtet ist und Bewegungen am Horizont optimal erfasst.

Welche Retina-Erkrankungen treffen Hunde am häufigsten?

Die Progressive Retinaatrophie (PRA) ist die häufigste vererbte Retina-Erkrankung beim Hund. Die Photorezeptoren degenerieren fortschreitend, was zur Erblindung führt. Besonders betroffen sind Cocker Spaniel, Labrador Retriever, Pudel und Irish Setter.

Das Sudden Acquired Retinal Degeneration Syndrome (SARDS) trifft vorwiegend ältere Hündinnen mittlerer Rassen. Die Retina degeneriert binnen weniger Tage oder Wochen – ohne erkennbare Vorwarnung.

Die Retinale Dysplasie tritt gehäuft bei Labrador Retrievern, Bedlington Terriern und Rottweiler auf. Die Retina entwickelt sich nicht normal, was zu Sehstörungen oder Blindheit führen kann.

Woran erkenne ich Retina-Probleme bei meinem Hund?

Ein erstes Anzeichen ist häufig die Nachtblindheit. Dein Hund zögert im Dunkeln, stösst gegen Gegenstände oder weigert sich, dunkle Bereiche zu betreten.

Erweiterte Pupillen, die auch bei Tageslicht nicht kleiner werden, deuten auf Retina-Schäden hin. Auffällig ist auch ein milchiger oder grünlicher Schimmer in den Augen bei bestimmten Lichtverhältnissen.

Verhaltensänderungen können ebenfalls ein Hinweis sein: Unsicherheit beim Treppensteigen, Schwierigkeiten beim Fangen von Leckerlis oder Zurückhaltung beim Spielen – all das kann auf eine schleichende Sehverschlechterung hinweisen.

Welche Rassen haben ein erhöhtes Retina-Risiko?

Der Golden Retriever und der Labrador Retriever zeigen eine Anfälligkeit für PRA und zentrale progressive Retinaatrophie. Bei beiden Rassen sind Gentests verfügbar.

Collie-Rassen wie Border Collie und Australian Shepherd können die Collie Eye Anomaly entwickeln – eine Fehlbildung, die auch die Retina betrifft.

Tibetan Terrier und Tibetan Spaniel tragen häufig PRA-Gene, die erst im mittleren Alter zu Symptomen führen.