Glubschaugen
Glubschaugen sind hervorstehende, besonders runde Augen bei Hunden, die durch eine verkürzte Augenhöhle entstehen und vor allem bei brachyzephalen Rassen auftreten.
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Glubschaugen sind hervorstehende, besonders runde Augen bei Hunden, die durch eine verkürzte Augenhöhle entstehen und vor allem bei brachyzephalen Rassen auftreten.
Diese anatomische Besonderheit betrifft etwa 25% aller flachgesichtigen Hunderassen und kann sowohl charmant als auch problematisch sein. Die Augen stehen weiter aus der schützenden Augenhöhle hervor, was sie anfälliger für Verletzungen und Austrocknung macht.
Welche Hunderassen haben Glubschaugen?
Brachyzephale Rassen entwickeln diese Augenform durch ihre züchterisch verkürzte Schädelform. Bei Möpsen tritt das Phänomen in 80% der Fälle auf, bei Boston Terriern in etwa 60%.
Weitere betroffene Rassen:
Die Ausprägung variiert selbst innerhalb einer Rasse erheblich. Ein Mops kann kaum hervorstehende Augen haben, während ein anderer stark ausgeprägte Glubschaugen zeigt.
Wann werden Glubschaugen zum Problem?
Problematisch wird es, wenn die Hornhaut nicht mehr vollständig geschützt ist. Das passiert, wenn die Augen so weit hervorstehen, dass die Lider sie nicht mehr komplett bedecken können.
Anzeichen für Komplikationen:
- Rötung der Bindehaut
- Übermässiger Tränenfluss
- Blinzeln oder Zusammenkneifen der Augen
- Weissliche Flecken auf der Hornhaut
- Reiben am Auge mit der Pfote
Ein Hund mit gesunden Glubschaugen blinzelt normal und zeigt keine Anzeichen von Unbehagen beim Lichteinfall.
Wie pflegst du Glubschaugen richtig?
Die tägliche Kontrolle ist das A und O. Schau morgens kurz in die Augen deines Hundes – sind sie klar und glänzend?
Reinige die Augenwinkel täglich mit einem feuchten, fusselfreien Tuch. Wische dabei von innen nach aussen, um Schmutz und Tränenrückstände zu entfernen. Bei starker Verkrustung hilft lauwarmes Wasser.
Vermeide Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung bei längeren Autofahrten. Die exponierten Augen trocknen schneller aus als normal positionierte Augen.
Wann musst du zum Tierarzt?
Bei anhaltender Rötung oder Trübung der Hornhaut ist ein Tierarztbesuch unumgänglich. Das gilt auch, wenn dein Hund häufig blinzelt oder das Auge zukneift.
Augenverletzungen bei Glubschaugen sind Notfälle. Ein Kratzer auf der exponierten Hornhaut kann binnen Stunden zu schweren Komplikationen führen.
Die Behandlungskosten variieren je nach Problem: Eine einfache Hornhautverletzung kostet 50-150 Euro, eine Hornhautoperation kann 800-1500 Euro kosten.
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