EKG
Das Elektrokardiogramm (EKG) misst die elektrische Aktivität des Herzens eines Hundes über Elektroden auf der Haut.
Inhalt
Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist eine Untersuchung, mit der die elektrische Aktivität des Herzens aufgezeichnet wird. Über Elektroden auf der Haut werden die elektrischen Impulse des Herzmuskels gemessen und als Kurve dargestellt.
Wie läuft ein EKG beim Hund ab?
Für die Untersuchung wird der Hund meist in Seitenlage gebracht. An verschiedenen Stellen des Körpers werden Elektroden befestigt, die die elektrischen Signale des Herzens erfassen. Häufig werden die Elektroden an den Gliedmassen angebracht, teilweise kommen zusätzliche Ableitungen am Brustkorb zum Einsatz.
Die eigentliche Aufzeichnung dauert in der Regel nur wenige Minuten.
Eine Narkose ist für ein EKG normalerweise nicht erforderlich. Bei sehr unruhigen oder ängstlichen Hunden kann je nach Situation eine leichte Sedierung notwendig sein, damit eine aussagekräftige Messung möglich ist.
Neben dem kurzen Ruhe-EKG gibt es auch Langzeit-EKGs, bei denen die Herzaktivität über mehrere Stunden oder Tage aufgezeichnet wird. Diese Methode wird beispielsweise eingesetzt, wenn Herzrhythmusstörungen nur gelegentlich auftreten.
Welche Werte werden beim EKG beurteilt?
Beim EKG werden verschiedene Bestandteile der Herzkurve analysiert. Dazu gehören unter anderem die Herzfrequenz, der Herzrhythmus sowie die zeitlichen Abstände zwischen den elektrischen Erregungen des Herzens.
Die Normalwerte unterscheiden sich je nach Hunderasse, Körpergrösse, Alter und individuellem Gesundheitszustand. Kleine Hunde haben in der Regel eine höhere Herzfrequenz als grosse Hunde. Auch Aufregung während der Untersuchung kann die Messwerte beeinflussen.
Die Interpretation eines EKGs erfolgt deshalb immer im Zusammenhang mit der klinischen Untersuchung und weiteren Befunden.
Wann wird ein EKG beim Hund durchgeführt?
Ein EKG wird häufig eingesetzt, wenn der Verdacht auf Herzrhythmusstörungen besteht. Hinweise können beispielsweise unregelmässige Herztöne beim Abhören, Leistungsschwäche, Schwächeanfälle oder Kreislaufprobleme sein.
Auch vor Operationen kann ein EKG sinnvoll sein, insbesondere bei älteren Hunden oder Tieren mit bekannten Herzerkrankungen. Bei Hunden, die bestimmte Herzmedikamente erhalten, kann die Untersuchung zur Kontrolle der Herzfunktion und der Therapieüberwachung eingesetzt werden.
Was kostet ein EKG beim Hund?
Die Kosten für ein EKG beim Hund hängen vom Land, der Tierarztpraxis und dem Untersuchungsumfang ab.
Beispiel: In Deutschland werden tierärztliche Leistungen nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abgerechnet Diese sieht für das EKG selbst 44 € im einfachen Satz vor. Wenn die Umstände es rechtfertigen, darf bis zum 3-fachen Satz abgerechnet werden. Konkret: 1-facher Satz: 44,00 € / 2-facher Satz: 88,00 € / 3-facher Satz: 132,00 € für ein EKG.
Ein einfaches Ruhe-EKG ist günstiger als eine kardiologische Abklärung mit zusätzlichen Untersuchungen. In Tierkliniken oder bei spezialisierten Herzuntersuchungen können die Kosten deutlich höher ausfallen.
Nicht jede Tierarztpraxis verfügt über ein eigenes EKG-Gerät. In solchen Fällen kann eine Überweisung an eine Tierkardiologie oder eine spezialisierte Praxis erfolgen.
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