Bakteriologische Untersuchung beim Hund
Die bakteriologische Untersuchung identifiziert Bakterien in Gewebeproben oder Körperflüssigkeiten des Hundes und testet ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika.
Inhalt
Wann empfiehlt der Tierarzt eine bakteriologische Untersuchung?
Dein Tierarzt schlägt eine bakteriologische Untersuchung vor, wenn dein Hund eine Infektion hat, die nicht auf die erste Antibiotikabehandlung anspricht. Typische Situationen: chronische Ohrentzündungen, wiederkehrende Blasenentzündungen oder Wunden, die trotz Behandlung nicht heilen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Probenentnahme dauert wenige Minuten. Je nach Verdacht nimmt der Tierarzt Abstriche aus dem Ohr, Urin mittels Katheter oder Gewebe aus einer Wunde. Die Probe wandert ins Labor, wo Bakterien auf Nährböden gezüchtet werden.
Nach 24-48 Stunden zeigt sich, welche Bakterien wachsen. Das Labor testet dann, gegen welche Antibiotika diese Bakterien empfindlich sind, das nennt sich Antibiogramm.
Was kostet eine bakteriologische Untersuchung?
Die Kosten liegen zwischen 40-80 Euro für die Grunduntersuchung. Ein zusätzliches Antibiogramm kostet weitere 30-50 Euro. Manche Tierärzte rechnen die Probenentnahme separat ab, dann kommen 15-25 Euro dazu.
Die Wartezeit auf Ergebnisse beträgt meist 3-5 Tage. Bei bestimmten langsam wachsenden Bakterien kann es bis zu einer Woche dauern.
Welche Alternativen gibt es?
Bei akuten Infektionen startet dein Tierarzt oft direkt mit einem Breitbandantibiotikum. Eine bakteriologische Untersuchung macht erst Sinn, wenn diese erste Behandlung nicht anschlägt oder die Infektion immer wieder zurückkehrt.
Schnelltests können manche Bakterien binnen Stunden nachweisen, liefern aber keine Antibiogramm-Informationen.
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