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Augendruck

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Augendruck
Definition

Der Augendruck beim Hund ist der Druck der Kammerwasser-Flüssigkeit im Augeninneren, gemessen in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg).

Inhalt
  1. Welche Rassen haben ein erhöhtes Glaukom-Risiko?
  2. Woran erkenne ich erhöhten Augendruck beim Hund?
  3. Wie wird der Augendruck gemessen?
  4. Was passiert bei der Behandlung von erhöhtem Augendruck?
  5. Kann man Augendruck-Problemen vorbeugen?

Der Augendruck beim Hund ist der Druck der Kammerwasser-Flüssigkeit im Augeninneren, gemessen in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Normale Werte liegen zwischen 10 und 25 mmHg – Abweichungen darüber oder darunter können zur Erblindung führen.

Welche Rassen haben ein erhöhtes Glaukom-Risiko?

Bestimmte Rassen entwickeln überdurchschnittlich oft einen erhöhten Augendruck. Cocker Spaniel, Beagle, Chow-Chow und Siberian Husky stehen ganz oben auf der Liste. Bei diesen Rassen solltest du bereits ab dem vierten Lebensjahr jährliche Augendruckmessungen einplanen.

Auch Shar Pei, Basset Hound und Boston Terrier neigen zu Kammerwasserabfluss-Störungen. Die anatomische Veranlagung macht sie anfällig – oft ohne dass äußere Verletzungen vorliegen.

Woran erkenne ich erhöhten Augendruck beim Hund?

Dein Hund reibt sich ein Auge wiederholt an Möbeln oder am Boden. Das betroffene Auge tränt stärker als das andere, die Hornhaut wirkt milchig-trüb statt klar. Die Pupille reagiert träger auf Licht oder bleibt erweitert.

Manche Hunde entwickeln eine Lichtscheu und suchen schattige Plätze auf. Bei akutem Glaukom kann das Auge sichtbar vergrößert wirken – dann zählt jede Stunde.

Wie wird der Augendruck gemessen?

Die Messung erfolgt mit einem Tonometer, das sanft auf die betäubte Hornhaut aufgesetzt wird. Der Vorgang dauert wenige Sekunden pro Auge und verursacht keine Schmerzen. Manche Praxen verwenden berührungslose Geräte, die einen Luftstoß auf das Auge richten.

Die Kosten liegen zwischen 25 und 45 Euro pro Messung. Bei Verdacht auf Glaukom kann eine Wiederholung nach wenigen Stunden nötig sein, da der Druck schwankt.

Was passiert bei der Behandlung von erhöhtem Augendruck?

Augentropfen mit Wirkstoffen wie Timolol oder Dorzolamid senken den Druck innerhalb von Stunden. Du gibst sie meist zweimal täglich – oft lebenslang. Die monatlichen Medikamentenkosten liegen zwischen 30 und 80 Euro.

Bei schweren Fällen kann eine Laserbehandlung den Kammerwasserabfluss verbessern. Kostet zwischen 800 und 1.500 Euro, hat aber gute Langzeiterfolge. Als letztes Mittel bleibt die Enukleation – die Entfernung des Auges unter Vollnarkose.

Kann man Augendruck-Problemen vorbeugen?

Bei erblich vorbelasteten Rassen hilft nur die regelmäßige Kontrolle. Einmal jährlich ab dem vierten Lebensjahr, bei Risikorrassen ab dem zweiten Jahr. So lassen sich Druckanstiege früh erkennen, bevor bleibende Schäden entstehen.

Verletzungen am Auge solltest du immer tierärztlich abklären lassen. Was harmlos aussieht, kann den Abfluss der Augenflüssigkeit blockieren.