Herzwürmer
Herzwürmer (Dirofilaria immitis) sind Fadenwürmer, deren Männchen 12 bis 18 cm und deren Weibchen 25 bis 30 cm lang werden. Sie setzen sich in den Lungenarterien und im rechten Herzen fest.
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Herzwürmer (Dirofilaria immitis) werden 12 bis 18 cm (Männchen) beziehungsweise 25 bis 30 cm (Weibchen) lang und setzen sich in den Lungenarterien und im rechten Herzen fest. Eine Mücke überträgt die Larven mit ihrem Stich; bis zum ausgewachsenen, eierlegenden Wurm vergehen 120 bis 180 Tage.
Wie übertragen Mücken Herzwürmer auf Hunde?
Eine infizierte Mücke sticht einen Hund und gibt winzige Larven (Mikrofilarien) in den Blutkreislauf ab. Die Larven wandern durch das Gewebe und erreichen nach rund 70 bis 120 Tagen die Lungenarterien und das Herz; bis zum Nachweis von Nachwuchs im Blut dauert es 120 bis 180 Tage.
Dort vermehren sie sich. Die neuen Mikrofilarien gelangen ins Blut und warten auf die nächste Mücke, die sie aufnimmt und weiterträgt. So bleiben Herzwürmer in betroffenen Gebieten so hartnäckig präsent.
In welchen Regionen besteht Herzwurm-Risiko?
Herzwürmer benötigen warme Temperaturen für ihre Entwicklung in der Mücke. Dirofilaria immitis ist in Südeuropa sowie in Slowenien, Rumänien und Bulgarien endemisch.
Einzelfälle treten mittlerweile auch in Deutschland auf – meist bei Hunden, die aus Südeuropa stammen oder dort Urlaub gemacht haben. ESCCAP hält fest, dass in den letzten Jahren Infektionen mit Dirofilaria repens, dem nah verwandten Hautwurm, bei Hunden dokumentiert wurden, die Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien oder Polen nie verlassen hatten.
Welche Symptome zeigen infizierte Hunde?
Die ersten Monate nach der Infektion verlaufen symptomlos. Erst wenn die erwachsenen Würmer das Herz belasten, werden Halter aufmerksam.
Frühe Anzeichen sind schnellere Erschöpfung nach dem Spaziergang und gelegentlicher trockener Husten. Bei fortgeschrittenem Befall kommen anhaltender Husten mit Würgen dazu, Atemnot bereits in Ruhe und Gewichtsverlust trotz normalem Appetit.
Schwer befallene Hunde entwickeln einen aufgeblähten Bauch durch Wassereinlagerungen und können kollabieren. All das deutet auf eine lebensgefährliche Herzbelastung hin.
Wie stellt der Tierarzt Herzwürmer fest?
Ein Bluttest weist Antigene erwachsener Weibchen nach. Diese Antigene sind etwa sechs bis acht Monate nach der Infektion nachweisbar, vorher kann der Test negativ ausfallen, obwohl der Hund infiziert ist. Zusätzlich sucht der Tierarzt unter dem Mikroskop nach Mikrofilarien im Blut.
Bei Verdacht auf schweren Befall zeigen Röntgenaufnahmen vergrösserte Herzabschnitte und verdickte Lungenarterien. Der Herzultraschall kann die Parasiten im rechten Vorhof und in der rechten Kammer sowie in der Lungenschlagader direkt sichtbar machen.
Welche Kosten entstehen bei der Herzwurm-Behandlung?
Zur Abtötung erwachsener Herzwürmer steht mit Melarsomin-Dihydrochlorid nur ein einziger wirksamer Arzneistoff zur Verfügung. Was die Behandlung kostet, hängt vom Einzelfall ab, das klärt die Praxis vorab. Hinzu kommen Voruntersuchungen, Medikamente gegen Komplikationen und die wochenlange Überwachung.
Wie schützt du deinen Hund vor Herzwürmern?
Zur Vorbeugung werden makrozyklische Laktone eingesetzt, als Tablette oder zum Auftropfen. Sie wirken gegen die Larvenstadien der letzten 30 Tage und werden monatlich über die Übertragungssaison gegeben: beginnend vor der Mückensaison im Frühjahr bis in den Spätherbst, in Südeuropa von Mai bis Ende November. In hyperendemischen Gebieten wird ganzjährig vorgebeugt. Welches Präparat passt, entscheidet die Tierärztin.
Für dauerhaft in Risikogebieten lebende Hunde gibt es ein injizierbares Depot-Präparat, das in einigen europäischen Ländern zugelassen ist, erst ab einem Alter von sechs Monaten angewendet werden darf und für ein Jahr Schutz registriert ist.
Zusätzlich schützen mückenabweisende Präparate zum Auftragen: Für Permethrin mit Dinotefuran ist eine abschreckende Wirkung gegen Mücken über mindestens vier Wochen belegt.
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