Sabbern, Kauen, Schlucken – so funktioniert die Verdauung
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Speichelproduktion beim Hund
Die Verdauung des Hundes beginnt bereits vor der Nahrungsaufnahme. Sobald das Tier Futter sieht oder riecht, setzen die Speicheldrüsen ihre Produktion in Gang. Der Speichel macht grob zerkleinerte Nahrung gleitfähig und erleichtert den Transport durch die Speiseröhre in den Magen.
Hunde produzieren im Vergleich zum Menschen deutlich weniger Speichel: etwa 150 ml pro Tag. Die Konsistenz variiert je nach Futterart. Bei Nassfutter ist der Speichel schleimiger, bei Trockenfutter wässriger.
Schluckverhalten und Magenfunktion
Hunde kauen ihre Nahrung nur grob. Ihre Zähne sind primär zum Fangen von Beute ausgelegt, weshalb sie als Schlingfresser gelten.
Der Hundemagen hat eine U-Form. Die Magensäure enthält einen zehnfach höheren Anteil an Salzsäure als beim Menschen. Diese bereitet die Enzyme im Darm vor und macht Mikroorganismen unschädlich.
Im Unterschied zum Menschen, bei dem kontinuierlich Magensäure produziert wird, setzt die Produktion beim Hund erst mit dem Futterreiz ein. Die Magenwände sind deutlich dehnbarer: Das Fassungsvermögen kann auf das Achtfache der ursprünglichen Grösse anwachsen. Das führt allerdings dazu, dass Hunde ihr Sättigungsgefühl oft verzögert wahrnehmen. Mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt sind daher sinnvoller als eine grosse Mahlzeit.
Passagezeit und Darmentleerung
Die vollständige Entleerung des Verdauungstrakts dauert beim Hund zwischen sechs und fünfzehn Stunden. Nach maximal fünfzehn Stunden ist der Darm komplett leer, sofern keine weitere Nahrung aufgenommen wurde.