Gesundheit & Pflege

Pflege und Gesundheit von Augen und Ohren bei Hunden

Wöchentliche Augen- und Ohrenkontrolle beim Hund dauert fünf Minuten und verhindert ernste Probleme. So erkennst du Warnsignale und pflegst richtig.

3 Min Lesezeit
Pflege und Gesundheit von Augen und Ohren bei Hunden
Inhalt
  1. Wie erkenne ich Probleme an Augen und Ohren?
  2. Womit reinige ich Hundeaugen richtig?
  3. Wie oft sollte ich die Ohren meines Hundes kontrollieren?
  4. Wann muss ich zum Tierarzt?

Dein Hund kratzt sich ständig am Ohr oder reibt das Gesicht am Sofa? Das sind oft die ersten Signale, dass Augen oder Ohren Aufmerksamkeit benötigen. Die wöchentliche Kontrolle dauert keine fünf Minuten – kann aber ernste Probleme verhindern.

Wie erkenne ich Probleme an Augen und Ohren?

Ein gesundes Hundeohr riecht neutral und ist zartrosa. Problematisch wird es bei süsslichem, hefigem oder fauligem Geruch. Die Augen sollten klar sein – gelblicher oder grünlicher Ausfluss ist ein Alarmsignal.

Bei den Augen achte ich auf Rötungen der Bindehaut, vermehrtes Zwinkern oder wenn der Hund das Gesicht häufig reibt. Trübungen der Hornhaut können ein Zeichen für Verletzungen sein.

Ohrenprobleme zeigen sich oft durch Kopfschütteln, Kratzen oder braun-schwarze Ablagerungen im Ohr. Hunde mit Hängeohren wie Cocker Spaniel sind anfälliger, weil die Luft schlechter zirkuliert.

Womit reinige ich Hundeaugen richtig?

Ein weiches Tuch und warmes Wasser reichen aus. Arbeite vom inneren Augenwinkel nach aussen und nimm für jedes Auge ein frisches Tuch – so verhinderst du Kreuzinfektionen.

Verkrustungen an den Augenrändern löst du mit einem feuchten Wattebausch. Lass hartnäckige Krusten ein bis zwei Minuten einweichen, bevor du sie vorsichtig entfernst. Vermeide Produkte mit Duftstoffen oder Alkohol.

Bei Hunden mit langen Gesichtshaaren schneide die Haare regelmässig zurück oder binde sie hoch. Haare, die ständig ins Auge fallen, führen zu chronischen Reizungen.

Wie oft sollte ich die Ohren meines Hundes kontrollieren?

Einmal pro Woche ist der Standard. Schwimmfreudige Hunde oder solche mit Allergien benötigen häufigere Kontrollen – alle drei bis vier Tage.

Für die Reinigung verwendest du spezielle Ohrenreiniger aus der Tierarztpraxis oder Apotheke. Träufle ein paar Tropfen ins Ohr, massiere die Ohrenbasis 30 Sekunden und lass den Hund den Kopf schütteln. Dann wischst du die gelösten Verschmutzungen mit einem Tuch ab.

Wattestäbchen sind tabu – sie schieben Schmutz tiefer ins Ohr oder können das Trommelfell verletzen. Reinige nur die sichtbaren Bereiche.

Wann muss ich zum Tierarzt?

Sofort bei eitrigem Ausfluss aus Augen oder Ohren, bei starkem Geruch oder wenn der Hund den Kopf schief hält. Auch wenn er sich blutig kratzt oder die Augen zugeschwollen sind.

Allergische Reaktionen erkennst du an geröteten, tränenden Augen und häufigem Pfotenlecken. Besonders nach Spaziergängen in der Pollensaison oder Futterumstellungen solltest du aufmerksam sein.

Bei wiederkehrenden Problemen trotz regelmässiger Pflege liegt meist eine Grunderkrankung vor. Manche Hunde haben anatomisch bedingt engere Gehörgänge oder produzieren mehr Ohrenschmalz.

Wie oft Augen und Ohren kontrollieren?

Wöchentlich bei gesunden Hunden. Täglich bei akuten Problemen oder nach tierärztlicher Behandlung.

Kann ich normales Wasser zur Reinigung verwenden?

Für die Augen ja, für die Ohren solltest du pH-neutrale Spezialreiniger verwenden. Leitungswasser kann Bakterienwachstum fördern.

Was tue ich wenn mein Hund die Reinigung verweigert?

Gewöhne ihn schrittweise daran. Berühre erst nur kurz die Ohren, belohne ihn und steigere die Dauer langsam.

Sind braune Ablagerungen im Ohr normal?

Wenig helles Ohrenschmalz ist normal. Dunkle, bröckelige oder stark riechende Ablagerungen deuten auf Milben oder Infektionen hin.