Glarus: Ein Bergidyll für Zwei- und Vierbeiner
Berge ohne Touristenmassen: Der Kanton Glarus bietet Hundehaltern entspannte Wanderungen mit klaren Regeln zu Leinenpflicht und praktischen Tipps zur Anfahrt.
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Du suchst Berge ohne Touristenmassen? Der Kanton Glarus bietet dir und deinem Hund genau das – vorausgesetzt, du weisst, wo Leinenpflicht herrscht und wo dein Hund frei laufen darf.
Wo darf mein Hund im Kanton Glarus frei laufen?
Die meisten Wanderwege sind leinenfrei – mit einer Ausnahme: In Wildschutzgebieten wie dem Freiberg Kärpf gilt von Dezember bis April absolute Leinenpflicht. Ganzjährig angeleint bleiben müssen Hunde nur in der Glarner Innenstadt und an den Bahnhöfen.
Am Klöntalersee darf dein Hund schwimmen und am Ufer schnüffeln. Das Wasser ist selbst im Sommer erfrischend kalt – perfekt nach einer Wanderung um den See (4,5 km, 1,5 Stunden). Parkplätze findest du direkt am Seerestaurant Rhodannenberg.
Welche Wanderungen eignen sich für untrainierte Hunde?
Die Braunwaldbahn erspart dir und einem älteren oder unfitten Hund den steilen Aufstieg. Oben angekommen, führt ein breiter Weg zum Grotzenbühl – gut geeignet für Hunde mit Gelenkproblemen. Die Fahrt kostet 24 Franken für Erwachsene, die Hunde fahren gratis mit.
Deutlich anspruchsvoller ist die Glarner Hauptüberschiebung bei Lochsite. Hier bewältigst du trittsichere 500 Höhenmeter. Dein Hund sollte Bergerfahrung haben – die Passage über lose Steinplatten fordert auch Vierbeiner.
Was muss ich in Wildschutzgebieten beachten?
Im ältesten Wildschutzgebiet Europas, dem Freiberg Kärpf, gelten strenge Regeln. Zwischen Dezember und April besteht Betretungsverbot für die Kernzone. In der übrigen Zeit gilt: Hund an der Leine, auf den markierten Wegen bleiben.
Der Lohn für diese Disziplin: Mit etwas Glück begegnest du Steinböcken, Gämsen oder sogar Bartgeiern. Dein Hund wird die intensiven Wildgerüche lieben – auch wenn er sie nur an der Leine erkunden darf.
Welche Ausflugsziele sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?
Von Zürich fährst du eine Stunde nach Glarus. Von dort bringt dich der Bus 381 zum Klöntalersee. Die Fahrt dauert 25 Minuten – dein Hund benötigt ein gültiges Billett für den halben Preis.
Zur Braunwaldbahn kommst du mit dem Zug bis Linthal, dann zehn Minuten Fussweg. Die Äugstenbahn erreichst du ebenfalls ab Linthal – hier fährt zusätzlich der Bus 392 bis zur Talstation.
Gibt es hundefreundliche Einkehrmöglichkeiten?
In der Glarner Altstadt sind Hunde in den meisten Restaurants auf den Aussentetrassen willkommen. Das Restaurant Rhodannenberg am Klöntalersee serviert auch auf der Terrasse – mit direktem Seezugang für durstige Hundenasen.
Bei einer Fahrt mit der Äugstenbahn erwartet dich oben eine kleine Hütte mit Selbstbedienung. Wassernäpfe stehen bereit – bei der dünnen Bergluft kein unwichtiges Detail.
Kann ich mit meinem Hund in den Seilpark Elm?
Hunde dürfen nicht in den Kletterpark selbst, können aber unten warten. Ehrlich gesagt ist das für die meisten Hunde Stress – drei Stunden in einem Waldstück mit ständigem Lärm von oben.
Wo finde ich Trinkwasser für meinen Hund?
Bergbäche führen das ganze Jahr Wasser. Am Klöntalersee, bei der Glarner Hauptüberschiebung und rund um Tierfehd findest du immer natürliche Wasserquellen.
Sind die Wanderwege im Winter begehbar?
Die tieferen Routen um Glarus Stadt und zum Klöntalersee bleiben meist schneefrei. Höhere Wanderungen ab 1000 Meter sind von Dezember bis März oft unbegehbar – auch für Hunde mit Schneeerfahrung.
Benötigt mein Hund eine spezielle Ausrüstung?
Für die Seilbahnfahrten empfiehlt sich ein Sicherheitsgeschirr – manche Hunde werden bei der Fahrt nervös. Auf den steinigen Wegen der Hauptüberschiebung schonen Pfotenschuhe empfindliche Ballen.