Nikolaus mit Hund: So wird der 6. Dezember sicher und schön
Inhalt
Der 6. Dezember: Stiefel werden geputzt, Nüsse geknackt, Mandarinen geschält. Während Menschen sich auf die Tradition freuen, kann der Nikolaustag für Hunde zum Problem werden. Im prall gefüllten Stiefel lauern Vergiftungsgefahren, und der Besuch vom Samichlaus bedeutet für viele Vierbeiner echten Stress.
Was du konkret tun kannst, damit der Tag für alle gut verläuft.
Achtung, giftig! Der Nikolausstiefel ist kein Hundenapf
Jedes Jahr landen am 6. Dezember Hunde in Tierkliniken, weil sie unbeobachtet einen Stiefel geplündert haben. Folgende Inhalte sind gefährlich:
- Schokolade: Das enthaltene Theobromin ist für Hunde hochgiftig. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher. Ein unbeaufsichtigter Schoko-Nikolaus kann für kleine Hunde tödlich enden.
- Nüsse:
- Walnüsse: Frische Walnüsse können von einem Pilz befallen sein, der ein starkes Nervengift produziert. Beim Verschlucken ganzer Nüsse besteht ausserdem die Gefahr eines Darmverschlusses.
- Macadamia-Nüsse: Für Hunde toxisch. Schon kleine Mengen können zu Lähmungserscheinungen führen.
- Erdnüsse: Nicht giftig, aber sehr fettreich und können Allergien auslösen.
- Birkenzucker (Xylit): Viele «zuckerfreie» Bonbons oder Kaugummis enthalten Xylit. Dieser Süssstoff führt bei Hunden zu raschem Blutzuckerabfall und Leberschäden.
Stelle gefüllte Stiefel immer ausser Reichweite des Hundes auf – hoch auf ein Regal, nicht auf den Boden vor die Tür, solange der Hund dort Zugang hat.
Der Besuch vom Samichlaus: Stress vermeiden
In vielen Familien in der Schweiz, Deutschland und Österreich kommt der Nikolaus persönlich vorbei – oft mit tiefem Bass, Rauschebart, schwerem Mantel, Sack und Rute oder in Begleitung von Schmutzli bzw. Knecht Ruprecht.
Für viele Hunde wirkt diese Erscheinung bedrohlich. Ein grosser Mann mit verhülltem Gesicht, ungewohntem Geruch und eventuell einem Stock löst Angst aus.
So schützt du deinen Hund:
- Rückzugsort bieten: Zwinge deinen Hund nicht, den Besuch zu begrüssen. Wenn es klingelt, bringe ihn vorher mit einem Kauknochen in ein ruhiges Zimmer.
- Nicht verkleiden: Setze deinem Hund keine Nikolausmütze auf, wenn er das nicht kennt. Die meisten Hunde empfinden Kopfbedeckungen und blinkende Halsbänder als unangenehm, die Körpersprache wird dadurch eingeschränkt.
- Abstand halten: Wenn der Hund dabei sein soll, leine ihn an und halte ihn auf Distanz. Bitte den Besuch, den Hund komplett zu ignorieren: nicht anstarren, nicht ansprechen, nicht anfassen.
DIY: Der artgerechte Nikolaus-Stiefel für den Hund
Dein Vierbeiner soll nicht leer ausgehen. Ein eigener «Hunde-Nikolaus» ist eine gute Beschäftigung für den 6. Dezember.
Ideen für die Füllung:
- Gesunde Kausnacks: Getrocknete Rinderhaut, Pansen oder Hasenohren.
- Selbstgebackene Kekse: Hundetaugliche Leckerlis ohne Zucker und Gewürze.
- Ein neues Spielzeug: Ein Zerrseil oder ein Futterdummy.
Das Spiel: «Such den Stiefel»
Statt den Stiefel einfach hinzustellen, mache ein Spiel daraus. Nasenarbeit lastet aus und macht zufrieden.
- Nimm einen alten Socken oder einen Futterbeutel.
- Fülle ihn mit den Leckereien.
- Lass deinen Hund warten (oder jemand hält ihn fest).
- Verstecke den «Stiefel» im Wohnzimmer – anfangs einfach, später schwieriger.
- Gib das Signal «Such!».
Wenn er ihn findet, feiert den Erfolg gemeinsam.
Wir wünschen euch einen entspannten 6. Dezember!