Training & Erziehung

Beziehungskiller für die Mensch-Hund-Bindung

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Beziehungskiller für die Mensch-Hund-Bindung
Inhalt
  1. Viele Probleme in einer schnelllebigen Zeit

Manchmal hat es den Anschein, dass sich zwischen Hund und seinem Halter keine besonders gute Beziehung – Stichwort Bindung – aufbauen will. Aber was sind die wahren Störfaktoren für die Mensch-Hund-Bindung?

Viele Probleme in einer schnelllebigen Zeit

Hunde sind Gewohnheitstiere und brauchen einen geregelten Alltag, heisst es an der einen Stelle. Woanders meint man dann, Hunde dürfen nicht unterfordert werden. In der Beziehung zwischen Hunden und uns Menschen gibt es eine Reihe widersprüchlicher Ratschläge.

Tatsächlich lassen sich vier zentrale Fehler beobachten, die die Bindung zwischen Mensch und Hund belasten können.

Eine langweilige Beziehung

Routine gibt Hunden Sicherheit. Allerdings neigen viele Hundehalter dazu, den gesamten Tagesablauf bis ins kleinste Detail zu katalogisieren. Gewohnte Futter-, Spiel- und Auslaufzeiten sind sinnvoll. Immer dieselbe Runde und dieselben Spiele dagegen nicht.

Sieht, hört und riecht der Hund permanent nur dieselben Reize, ist er irgendwann gelangweilt. Eine häufig beobachtete Folge davon ist, dass der Gehorsam leidet, das Abrufen klappt nicht mehr. Gestalte eure gemeinsamen Spaziergänge und Spiele daher möglichst abwechslungsreich.

Leckerlis nach dem Training absetzen

Im Training gibt es in der Regel weitaus mehr Belohnungen als im Alltag, damit der Hund die positive Assoziation überhaupt erstmal erlernt. Entscheidet man sich nach erfolgreichem Training jedoch, die Belohnungen komplett abzusetzen, kann das beim Hund Frust auslösen. Er hört schliesslich immer noch jedes Mal auf das gewünschte Sitz, Platz und Bei Fuss – jedenfalls vorerst.

Erfüllt der eine Partner seinen Part plötzlich nicht mehr, leidet die Bindung. Eine tragfähige Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit und Fairness.

Gönne deinem Hund also auch unabhängig von Erziehung und Training die eine oder andere Leckerei. Möchtest du Übergewicht vermeiden, wähle gesunde Leckerlis und rechne die Naschereien in den täglichen Kalorienbedarf mit ein.

Aussitzen oder Vermeiden statt Trainieren

Manche Angsthunde reagieren bei spezifischen Reizen grundsätzlich mit Flucht, enormem Stress, Panik oder gar Aggressivität. Ein echter Beziehungskiller ist es, die auslösenden Situationen auf alle Ewigkeit zu umgehen (Vermeidung) oder dem Motto «Augen zu und durch» zu folgen.

Gibt es in einer Beziehung ein Problem, arbeiten wir daran. Rein verbal klappt das mit unserem Hund nicht. Aber wir können uns intensiv mit ihm und seinem Problem beschäftigen. Wir beobachten ihn und suchen nach Wegen, ihn nach bestem Wissen zu unterstützen – etwa mit einem professionellen Verhaltenstraining.

Handys sind wahre Beziehungskiller

Hunde lernen schnell, wie du deine Prioritäten setzt. Sei es während dem Spaziergang, beim Ohrenkraulen auf der Couch oder wenn du lieber am Telefon hängst, obwohl du gerade seinen Futternapf füllen solltest.

Gemeinsame Zeit sollte genau das sein: gemeinsam. Setz dich nicht mit dem Smartphone auf die Parkbank, wenn dein Hund frei rennt. Schau ihm zu, folge ihm, interagiere mit ihm. Hilf ihm bei der Suche nach dem besten Stöckchen. Und er spielt auch lieber mit dir zusammen als alleine, während du mit dem Handy auf dem Sofa sitzt.