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Weihnachtsstern

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Weihnachtsstern Bild: Wikimedia Commons – Euphorbia pulcherrima 0111.jpg von Vengolis · CC BY-SA 4.0
Definition

Der Weihnachtsstern gilt als giftiger, als er ist: Sein Milchsaft reizt Schleimhäute und Haut, schwere Vergiftungen bei Hunden sind jedoch selten.

Inhalt
  1. Der Weihnachtsstern ist für Hunde reizend, aber selten gefährlich
  2. Warum der Milchsaft reizt
  3. Erste Hilfe
  4. In der Adventszeit

Der Weihnachtsstern ist für Hunde reizend, aber selten gefährlich

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) hat einen Ruf als hochgiftige Pflanze, den er so nicht verdient. Sein Milchsaft enthält reizende Diterpenester. Sie führen bei Hunden typischerweise zu Beschwerden an Maul, Magen und Haut – schwere oder gar tödliche Vergiftungen sind dagegen sehr selten dokumentiert.

Das ist keine Entwarnung, sondern eine Einordnung: Ein Hund, der am Weihnachtsstern gekaut hat, braucht Aufmerksamkeit, aber meist keine Notfallfahrt.

Warum der Milchsaft reizt

Wolfsmilchgewächse führen einen weissen, klebrigen Saft, der bei Verletzung der Pflanze austritt. Er ist ein Frassschutz und wirkt entsprechend: Er reizt alles, womit er in Kontakt kommt – Schleimhaut, Haut und besonders die Augen.

Symptome

  • Speicheln, Schmatzen, Lecken der Lefzen
  • Erbrechen, gelegentlich Durchfall
  • Gerötete Haut an Schnauze oder Pfoten
  • Tränende, gerötete Augen bei Kontakt
  • Appetitlosigkeit für einige Stunden

Die Beschwerden klingen meist innerhalb eines Tages ab.

Erste Hilfe

  • Pflanzenreste aus dem Maul entfernen
  • Maul ausspülen oder Wasser anbieten, um den Saft zu verdünnen
  • Milchsaft auf der Haut mit lauwarmem Wasser und milder Seife abwaschen
  • Bei Augenkontakt gründlich mit klarem Wasser spülen

Zum Tierarzt, wenn

  • der Hund mehrfach erbricht oder nicht mehr trinkt
  • Milchsaft ins Auge gelangt ist
  • die Beschwerden länger als einen Tag anhalten
  • ein Welpe oder ein sehr kleiner Hund grössere Mengen gefressen hat

In der Adventszeit

Der Weihnachtsstern steht dort, wo im Dezember alles steht: auf Tisch und Fensterbank, zwischen Kerzen und Tannenzweigen. Praktischer als die Pflanze zu verbannen ist ein Platz ausser Reichweite – und ein Blick auf die anderen Gefahren der Saison, die deutlich ernster sind.