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Dermis (Lederhaut)

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Dermis (Lederhaut) Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons von Original by Kilbad. Derivative by Mikael Häggström · CC0
Definition

Die Dermis, auch Lederhaut genannt, ist die mittlere Schicht der Hundehaut und enthält unter anderem Bindegewebe, Blutgefässe, Nerven, Haarfollikel und Hautdrüsen.

Inhalt
  1. Aufbau der Dermis
  2. Funktionen der Dermis
  3. Welche Erkrankungen können die Dermis betreffen?
  4. Woran erkenne ich mögliche Hautprobleme?

Die Dermis liegt direkt unterhalb der Epidermis und bildet zusammen mit ihr den funktionellen Hauptbereich der Haut. Während die Epidermis vor allem die äussere Schutzbarriere bildet, sorgt die Dermis für Stabilität und Elastizität und versorgt die darüberliegende Epidermis mit Nährstoffen. In ihr verlaufen ausserdem Blutgefässe und Nerven, die unter anderem an Temperaturregulation und Sinneswahrnehmung beteiligt sind.

Aufbau der Dermis

Die Dermis besteht überwiegend aus Bindegewebe. Dabei lassen sich zwei Bereiche unterscheiden:

Papilläre Dermis (Stratum papillare): Die oberflächliche Schicht liegt unmittelbar unter der Epidermis. Sie enthält feine Bindegewebsfasern und bildet eine verzahnte Verbindung zur Epidermis. Dadurch wird die Verbindung zwischen beiden Hautschichten stabilisiert.

Retikuläre Dermis (Stratum reticulare): Die tiefere und deutlich dickere Schicht enthält vor allem kräftige Kollagenfasern sowie elastische Fasern. Sie verleiht der Haut ihre mechanische Stabilität und Elastizität.

Die Dicke und Beschaffenheit der Hundehaut unterscheiden sich je nach Körperregion und teilweise auch zwischen Rassen. Auch die Dichte des Haarkleids und die Struktur der Haut können variieren.

Funktionen der Dermis

Die Dermis übernimmt mehrere wichtige Funktionen:

Versorgung der Epidermis: Die Epidermis selbst enthält keine Blutgefässe. Sauerstoff und Nährstoffe gelangen deshalb aus den Blutgefässen der darunterliegenden Dermis in die oberen Hautschichten.

Stabilität und Elastizität: Kollagenfasern geben der Haut Festigkeit. Elastische Fasern ermöglichen es ihr, sich zu dehnen und anschliessend wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzukehren.

Temperaturregulation: Blutgefässe in der Dermis können sich erweitern oder verengen und beeinflussen dadurch die Wärmeabgabe über die Haut. Bei Hunden ist die Temperaturregulation allerdings nicht allein von der Haut abhängig. Die wichtigste Möglichkeit zur Abgabe überschüssiger Wärme ist das Hecheln.

Sinneswahrnehmung: In der Dermis und an den Haarfollikeln befinden sich Nerven und Sinnesstrukturen. Sie ermöglichen unter anderem die Wahrnehmung von Berührung, Schmerz, Juckreiz, Wärme und Kälte.

Haar- und Hautstrukturen: Haarfollikel sowie Talg- und Schweissdrüsen reichen aus der Epidermis in tiefere Hautschichten hinein und stehen in engem Zusammenhang mit der Dermis.

Immunabwehr: Auch in der Dermis befinden sich verschiedene Immunzellen. Sie können an Entzündungs- und Abwehrreaktionen beteiligt sein, wenn Fremdstoffe oder Krankheitserreger in die Haut eindringen.

Welche Erkrankungen können die Dermis betreffen?

Erkrankungen der Haut lassen sich nicht immer eindeutig einer einzigen Hautschicht zuordnen, weil viele Hauterkrankungen mehrere Schichten gleichzeitig betreffen.

Tiefe Pyodermie: Bei einer tiefen bakteriellen Hautinfektion können die Dermis und teilweise auch die darunterliegende Subcutis betroffen sein. Typische Veränderungen sind unter anderem Schwellungen, Rötungen, Haarausfall, Krusten, Pusteln, Geschwüre oder nässende Stellen.

Furunkulose: Bei einer tiefen Entzündung und Infektion von Haarfollikeln kann sich der Entzündungsprozess in die Dermis und darüber hinaus ausbreiten. Eine Furunkulose kann beispielsweise im Zusammenhang mit einer tiefen Pyodermie auftreten.

Entzündliche und immunbedingte Hauterkrankungen: Auch verschiedene immunvermittelte Erkrankungen können die Dermis betreffen. Je nach Erkrankung können sich Entzündungen, Knötchen, Krusten, Erosionen oder andere Hautveränderungen entwickeln.

Hauttumoren: In der Dermis können unterschiedliche gutartige und bösartige Tumoren entstehen. Ob ein Hautknoten harmlos oder behandlungsbedürftig ist, lässt sich anhand des äusseren Erscheinungsbildes allein häufig nicht sicher beurteilen.

Woran erkenne ich mögliche Hautprobleme?

Veränderungen der tieferen Hautschichten sind nicht immer sofort oder von aussen sichtbar. Hinweise können beispielsweise Schwellungen, Knoten, schmerzhafte Hautbereiche, nässende Stellen, wiederkehrende Pusteln, tiefe Krusten oder ungewöhnlicher Haarausfall sein.

Auch wenn sich eine Hautveränderung oberflächlich nicht dramatisch darstellt, sollte sie tierärztlich abgeklärt werden, wenn sie bestehen bleibt, grösser wird, sich verändert oder den Hund beeinträchtigt.

Je nach Verdacht kommen unterschiedliche Untersuchungen infrage. Dazu gehören beispielsweise eine zytologische Untersuchung von Hautmaterial, Hautgeschabsel, mikrobiologische Untersuchungen oder eine Hautbiopsie.

Da viele Hauterkrankungen ähnlich aussehen, ist die genaue Diagnose oft erst durch die Kombination aus Vorgeschichte, klinischer Untersuchung und geeigneten Tests möglich.