Den Besuch beim Hundefriseur vorab zuhause üben
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- Typische Friseur-Berührungen zuhause üben
- Der Trick: Andere Personen ins Training einbeziehen
- Immer auf die Körpersprache achten
- Bürsten und andere Pflegewerkzeuge kennenlernen
- Baden und Behandlung mit Wasser üben
- Typische Geräusche, Luftzug und Vibrationen beim Hundefriseur
- Auf dem Grooming-Tisch ruhig (stehen)bleiben
- So findest du einen seriösen Hundefriseur
- Vorbereitung auf den ersten Besuch beim Hundefriseur
Der erste Besuch beim Hundefriseur kann für einen Hund ziemlich viel auf einmal bedeuten. Eine fremde Person fasst ihn an, hebt seine Pfoten an, arbeitet an seinem Fell und bringt Geräte zum Einsatz, die laut sind oder vibrieren. Dazu kommen Wasser, Föhnluft, ein ungewohnter Tisch und eine fremde Umgebung.
Du kannst Deinem Hund helfen, indem Du ihn viele dieser Situationen schon vorher zuhause kennenlernen lässt. Dabei geht es nicht darum, ihn auf eine bestimmte Behandlung zu „programmieren“ oder ihn dazu zu bringen, alles still über sich ergehen zu lassen. Viel wichtiger ist, dass ihm die einzelnen Handlungen vertraut werden und er sie dadurch entspannt bewältigen kann.
Typische Friseur-Berührungen zuhause üben
Beim Hundefriseur wird Dein Hund an vielen Körperstellen angefasst. Manche davon sind für ihn völlig unproblematisch, andere vielleicht empfindlicher . Besonders wichtig sind deshalb die Bereiche, an denen später gebürstet, geschnitten, geschoren oder kontrolliert wird.
Du kannst diese Berührungen zuhause in den Alltag einbauen. Wichtig ist, dass Du nicht gleich eine komplette „Friseursitzung“ daraus machst. Jeweils ein paar Sekunden reichen am Anfang völlig aus.
Pfoten und Beine
Der Hundefriseur muss die Pfoten Deines Hundes aufnehmen und bewegen, um den Haarwuchs und ggf. die Krallen zu kontrollieren. Je nach Fell und Behandlung wird auch zwischen den Zehen gearbeitet oder das Fell an den Pfoten gekürzt.
Übe deshalb zunächst, die Pfote kurz zu berühren. Wenn Dein Hund entspannt bleibt, kannst Du sie für einen Moment anheben und wieder loslassen. Später kannst Du einzelne Zehen vorsichtig berühren und die Pfote etwas länger halten.
Steigere die Übung langsam. Dein Hund muss nicht von Anfang an mehrere Minuten stillhalten. Ziel ist, dass er es als normal empfindet, wenn jemand seine Pfoten anfasst.
Ohren
Auch die Ohren spielen beim Hundefriseur eine Rolle. Je nach Hund werden sie kontrolliert, gebürstet oder bei der Fellpflege vorsichtig bearbeitet.
Berühre zunächst nur die Ohrmuschel. Hebe sie kurz an und lass sie wieder los. Bei Hunden mit langen oder dicht behaarten Ohren kannst Du später auch vorsichtig durch das Fell am Ohr streichen.
Arbeite dabei besonders sanft. Ziehe nicht am Ohr und zwinge Deinen Hund nicht, eine Berührung auszuhalten, wenn er sich deutlich unwohl fühlt.
Kopf, Gesicht, Kinn
Am Kopf wird beim Grooming besonders nah am Hund gearbeitet. Das ist für manche Hunde ungewohnt, vor allem wenn sich eine Person mit Schere oder Schermaschine dem Gesicht nähert.
Gewöhne Deinen Hund deshalb daran, dass Du sein Gesicht vorsichtig berührst. Streiche zunächst über die Wangen und unter dem Kinn. Berühre kurz den Bereich um die Augen und die Schnauze, ohne Druck auszuüben.
Auch das leichte Anheben des Kopfes kannst Du üben. Halte ihn nur für einen kurzen Moment in einer Position und belohne Deinen Hund anschliessend.
Gerade im Gesicht solltest Du niemals versuchen, durch Zwang möglichst schnell eine hohe Toleranz zu erreichen. Wenn Dein Hund hier empfindlich reagiert, sind besonders kleine Schritte wichtig.
Rute und Hinterhand
Auch die Rute und die Hinterhand können beim Bürsten und Haare kürzen bearbeitet werden. Für manche Hunde ist es ungewohnt, wenn sich jemand hinter ihnen aufhält oder die Rute berührt.
Streiche zunächst nur kurz über die Hinterhand und den Rutenansatz. Später kannst Du die Rute vorsichtig berühren und für einen Moment halten.
Beobachte dabei immer genau die Körpersprache Deines Hundes. Gerade bei Berührungen an der Hinterhand kann sich ein Hund schnell unwohl fühlen, wenn er die Person hinter sich nicht sehen kann.
Der Trick: Andere Personen ins Training einbeziehen
Wenn immer nur Du Deinen Hund berührst, kann er trotzdem überrascht sein, wenn plötzlich eine fremde Person seine Pfoten oder Ohren anfassen möchte.
Bitte deshalb gelegentlich eine vertraute Person um Unterstützung (z.B. 1x alle 3 Trainingseinheiten). Sie kann zunächst genau dieselben einfachen Berührungen durchführen, die Dein Hund bereits von Dir kennt.
Auch hier gilt: lieber wenige Sekunden und eine positive Erfahrung als eine lange Übung, bei der Dein Hund irgendwann nur noch „durchhält“.
Immer auf die Körpersprache achten
Beim Training solltest Du nicht nur darauf achten, ob Dein Hund stillhält. Ein Hund kann sich kaum bewegen und trotzdem stark angespannt sein.
Achte beispielsweise auf Wegschauen (auch: Augen verdrehen), Lippenlecken, Gähnen, Erstarren, geduckte oder auffällig steife Körperhaltung, starkes Hecheln oder Ausweichbewegungen.
Solche Signale weisen darauf hin, dass die Situation für Deinen Hund gerade zu viel wird. Dann solltest Du die Übung abbrechen oder einen einfacheren Schritt wählen.
Das Ziel ist nicht, möglichst schnell möglichst viel zu schaffen. Entscheidend ist, dass Dein Hund die Berührungen zunehmend gelassen akzeptiert.
Bürsten und andere Pflegewerkzeuge kennenlernen
Beim Hundefriseur kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Je nach Fell und gewünschter Behandlung gehören dazu beispielsweise Bürsten, Kämme, Scheren, Schermaschinen oder Trimmer.
Für einen Hund macht es einen grossen Unterschied, ob er solche Gegenstände bereits kennt oder ob sie beim Termin plötzlich erstmals direkt an seinem Körper eingesetzt werden.
Auch hier gilt: Gewöhne Deinen Hund nicht möglichst schnell an das fertige Programm. Mache zunächst die einzelnen Bestandteile vertraut.
Bürsten und Kämme
Beginne mit einem Werkzeug, das für Deinen Hund angenehm oder zumindest neutral ist. Lass ihn die Bürste zunächst anschauen und beschnuppern. Du kannst sie auf den Boden legen und Deinen Hund dafür belohnen, dass er sich ihr ruhig nähert.
Im nächsten Schritt berührst Du mit der Bürste kurz das Fell und nimmst sie wieder weg. Bleibt Dein Hund entspannt, machst Du einen einzelnen Bürstenstrich. Erst nach und nach werden daraus mehrere Striche.
Achte darauf, dass die Bürste nicht ziept. Besonders bei dichtem oder verfilztem Fell kann Bürsten unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Wenn Dein Hund bereits schlechte Erfahrungen mit dem Bürsten gemacht hat, solltest Du nicht einfach weitermachen, damit er sich „daran gewöhnt“. Besser ist es, die Ursache für seine Abwehr zu klären und wieder mit sehr kleinen, positiven Schritten zu beginnen.
Du kannst später auch unterschiedliche Bewegungen üben, etwa längeres Bürsten an verschiedenen Körperstellen oder das vorsichtige Teilen des Fells mit einem Kamm.
Schere, Schermaschine, Trimmer
Eine Schere sollte zunächst nur als Gegenstand bekannt werden. Lass Deinen Hund sie anschauen und in Ruhe daran schnuppern. Halte sie zunächst mit ausreichend Abstand zum Körper.
Bei der Schermaschine kommt zusätzlich das Geräusch und später die Vibration hinzu (als Alternative zum Üben zuhause eignet sich hier ein elektrischer Rasierer ebenso gut). Deshalb solltest Du nicht direkt mit dem eingeschalteten Gerät am Hund beginnen.
Wichtig: Verwende den Rasierer nicht zum Rasieren oder Schneiden des Hundefells. Je nach Gerät kann das Fell eingezogen werden oder sich im Schneidkopf verfangen. Für die Gewöhnung reicht der Kontakt mit der Rückseite des Geräts.
Ein möglicher Aufbau ist:
- Schermaschine zeigen → belohnen.
- Schermaschine in einiger Entfernung einschalten → belohnen.
- Geräusch bei grösserem Abstand kurz aushalten → belohnen, Gerät ausschalten und Pause machen.
- Das ausgeschaltete Gerät vorsichtig an den Körper halten → belohnen.
- Das eingeschaltete Gerät – Schneidseite weg vom Körper! – vorsichtig und kurz an den Körper halten → belohnen.
- Erst wenn Dein Hund auch die Vibration entspannt akzeptiert, kannst Du mit sehr kurzen Bewegungen beginnen (aber immer nur mit der Kehrseite vom Gerät).
Baden und Behandlung mit Wasser üben
Wasser ist für Hunde sehr unterschiedlich. Manche springen bereitwillig in jede Pfütze, andere möchten mit Wasser möglichst wenig zu tun haben. Auch ein Hund, der gerne schwimmt, ist deshalb nicht automatisch entspannt, wenn er beim Hundefriseur in einer Wanne steht und von mehreren Seiten mit Wasser abgespült wird.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur das Baden zu üben, sondern die verschiedenen Bestandteile der Situation beim Hundefriseur einzeln kennenzulernen.
Trockenübung in der Wanne
Bevor Wasser ins Spiel kommt, gewöhnst Du Deinen Hund an die Badewanne oder Dusche.
Lass ihn die (Dusch)Wanne zunächst anschauen und in Ruhe beschnuppern. Wenn er freiwillig hineingeht, belohnst Du ihn dort. Zwinge ihn nicht hinein.
Bei einer grossen oder rutschigen Badewanne ist besondere Vorsicht nötig. Ein rutschfester Untergrund gibt Deinem Hund mehr Sicherheit. Nutze am besten eine Anti-Rutsch-Matte zur Einlage in die Wanne.
Wenn Dein Hund entspannt in der trockenen Wanne steht, kannst Du dort die bereits bekannten Berührungen und Bürstenübungen durchführen.
Übung mit Wasser
Beim Hundefriseur wird das Fell nicht zwangsläufig nur mit einem Becher oder einem sanften Wasserstrahl nass gemacht. Je nach Salon und Ausstattung wird eine Hundebadewanne mit einer Handbrause verwendet. Dabei erlebt der Hund gleichzeitig Wasser, Geräusch, Bewegung und den Druck des Wasserstrahls.
Genau das kannst Du zuhause schrittweise vorbereiten.
Lass Deinen Hund zunächst den Duschkopf kennenlernen, ohne Wasser einzuschalten. Halte ihn in der Hand, bewege ihn in einiger Entfernung und belohne Deinen Hund für ruhiges Verhalten.
Danach kannst Du Wasser mit geringem Druck zunächst auf die Pfoten oder Beine richten. Wenn Dein Hund entspannt bleibt, arbeitest Du Dich langsam weiter nach oben.
Vermeide es, den Wasserstrahl plötzlich auf den Kopf oder direkt in Richtung Ohren und Augen zu richten. Diese Bereiche solltest Du besonders vorsichtig behandeln.
Auch das Geräusch des Wassers solltest Du berücksichtigen. Ein laufender Wasserhahn oder eine Dusche kann für einen Hund ungewohnt sein, selbst wenn er Wasser an sich kennt. Lass das Wasser deshalb am Anfang immer nur kurz und mit wenig Druck laufen.
Abtrocknen nicht vergessen
Nach dem Waschen muss das Fell muss abgetrocknet werden. Auch das ist für manche Hunde ungewohnt.
Gewöhne Deinen Hund deshalb daran, dass Du ihn mit einem Handtuch abreibst oder sanft trocken drückst. Gerade bei dichtem Fell dauert das etwas länger.
Auch hier solltest Du nicht kräftig rubbeln, wenn Dein Hund das unangenehm findet. Beginne mit kurzen Berührungen und verlängere die Dauer langsam.
Das Abtrocknen ist ausserdem eine gute Vorbereitung auf den nächsten Trainingsschritt: das Föhnen und die anderen Geräusche, die beim Hundefriseur entstehen.
Typische Geräusche, Luftzug und Vibrationen beim Hundefriseur
Beim Hundefriseur erlebt Dein Hund verschiedene Geräusche und körperliche Reize gleichzeitig. Der Föhn läuft, eine Schermaschine brummt, Wasser rauscht und beim Trocknen bewegt sich Luft durch das Fell. Was für uns nach ganz normalen Arbeitsgeräuschen klingt, ist für Hunde, die das nicht kennen, ziemlich intensiv.
Du kannst deinen Hund viele dieser Reize zuhause schrittweise kennenlernen lassen. Die Gewöhnung funktioniert am besten, wenn Dein Hund die Intensität selbst in kleinen Schritten erleben kann.
Wie funktioniert das Trocknen beim Hundefriseur?
Je nach Salon und Fell kommen bei einem professionellen Hundefriseur bzw. Groomer unterschiedliche Trocknungsgeräte zum Einsatz. Häufig verwendet der Hundefriseur einen leistungsstarken Blower oder High-Velocity-Dryer. Dabei wird die Luft über einen Schlauch gezielt auf das nasse Fell gerichtet. Der kräftige Luftstrom drückt Wasser aus dem Fell und lockert das Fell gleichzeitig auf. Es gibt ausserdem Trockenkabinen oder Trocknerboxen. Dabei steht der Hund in einer Art Kabine, während Luft in den Innenraum geleitet wird. Je nach Gerät wird der Hund dabei von verschiedenen Seiten mit Luft umströmt.
Welches Verfahren verwendet wird, hängt unter anderem vom Salon, vom Hund und vom Fell ab.
Ein professioneller Trockner ist für einen Hund deutlich intensiver als ein normaler Haushaltsföhn. Es geht deshalb beim Training zuhause nicht darum, die Situation exakt nachzubauen.
Du kannst Deinen Hund aber auf die wichtigsten Bestandteile vorbereiten: Geräusch, Luftzug und Bewegung der Luft am Körper.
Der Fön: Zwei Fliegen mit einer Klappe
Mit dem Föhn kannst Du gleich zwei Dinge vorbereiten: das ungewohnte Geräusch und den Luftstrom auf dem Körper. Für die Gewöhnung an den Föhn gehst Du ähnlich kleinschrittig vor wie bei der Schermaschine. Wichtig ist, dass Du zunächst das Geräusch und erst danach den Luftstrom intensivierst.
Möglicher Trainingsaufbau:
- Föhn zeigen → belohnen. Lass Deinen Hund den ausgeschalteten Föhn anschauen und beschnuppern.
- Föhn in einiger Entfernung einschalten → belohnen. Schalte das Gerät nur kurz ein und wieder aus.
- Geräusch bei grösserem Abstand aushalten → belohnen. Lass den Föhn zunächst nur wenige Sekunden laufen. Danach ausschalten und eine Pause machen.
- Abstand langsam verringern → belohnen. Wenn Dein Hund das Geräusch entspannt akzeptiert, kannst Du den Föhn schrittweise näher bringen. Noch bekommt er dabei keinen direkten Luftstrom ab.
- Ersten Luftzug aus grosser Entfernung → belohnen. Halte den Föhn so, dass Dein Hund die Luftbewegung leicht spürt. Beginne am besten an einer unempfindlichen Stelle wie Rücken oder Seite.
- Luftstrom langsam verstärken → belohnen. Verringere den Abstand nach und nach oder erhöhe die Dauer. Bewege den Föhn später langsam über verschiedene Körperbereiche.
- Erst zum Schluss empfindlichere Körperstellen einbeziehen. Kopf und Ohren solltest Du besonders vorsichtig behandeln. Einen starken Luftstrom solltest Du nie direkt auf Gesicht oder Ohren richten.
Übrigens geht es nicht darum, alle Schritte in einer Trainingseinheit zu durchlaufen. Wenn Dein Hund beispielsweise beim ersten Einschalten noch unsicher ist, bleibst Du zunächst bei diesem Schritt und beendest die Übung nach wenigen Sekunden positiv.
Auf dem Grooming-Tisch ruhig (stehen)bleiben
Beim Hundefriseur wird Dein Hund je nach Behandlung auf einem erhöhten Tisch gepflegt. Du kannst zuhause das ruhige Stehen auf einer erhöhten, sicheren Fläche vorbereiten. Dabei geht es nicht darum, den Hundefriseur-Tisch möglichst exakt nachzubauen. Dein Hund soll vor allem lernen, dass eine andere Standhöhe und ein ungewohnter Untergrund kein Grund zur Aufregung sind.
Für das Training musst Du Deinen Hund nicht auf einen hohen Tisch stellen. Eine niedrige, sichere Fläche reicht zunächst vollkommen aus. Lass Deinen Hund niemals unbeaufsichtigt auf einer erhöhten Fläche stehen.
Wenn Dein Hund sicher auf der Fläche steht, belohnst Du zunächst einfach das ruhige Stehen. Er muss dabei noch nichts anderes tun. Ein paar Sekunden reichen am Anfang.
Stehen → belohnen → wieder herunter.
Später kannst Du die Dauer langsam verlängern. Wenn Dein Hund einen Schritt macht oder die Position verändert, musst Du ihn nicht korrigieren. Warte einfach auf einen ruhigen Moment und belohne diesen.
Anschliessend nimmst Du die bereits geübten Berührungen oder einige Bürstenstriche dazu. So entsteht nach und nach eine kleine Pflegesituation, die dem Besuch beim Hundefriseur ähnelt.
Dauer langsam steigern
Beim Grooming kann ein Hund nicht nach wenigen Sekunden schon wieder vom Tisch. Je nach Fell und Behandlung dauert die Pflege länger.
Deshalb kannst Du beim Üben zuhause die Dauer des ruhigen Stehens allmählich verlängern. Beginne mit wenigen Sekunden und steigere zunächst auf eine halbe Minute und später auf mehrere Minuten.
Dabei solltest Du nicht nur die Zeit verlängern, sondern auch verschiedene Handlungen miteinander kombinieren:
Stehen → Berührung → kurz bürsten → Pause. Später kann daraus werden: Stehen → Pfote halten → bürsten → Kopf berühren → Pause.
So lernt Dein Hund, dass er nicht nur kurz auf einer Fläche stehen muss, sondern auch während der Pflege möglichst ruhig bleibt.
Das Ziel ist allerdings nicht, dass Dein Hund bewegungslos auf dem Tisch „funktioniert“. Er darf seine Position verändern oder eine Pause brauchen.
So findest du einen seriösen Hundefriseur
Auch das beste Training zuhause kann einen wichtigen Punkt nicht ersetzen: Der Hundefriseur selbst beeinflusst massgeblich, wie Dein Hund den Besuch erlebt.
Ein Hund kann noch so gut vorbereitet sein. Wenn er beim Termin grob behandelt wird, seine Stresssignale ignoriert werden oder eine Behandlung auf Teufel komm raus durchgeboxt wird, ist die positive Vorbereitung schnell zunichtegemacht.
Deshalb lohnt es sich, bereits vor der ersten Buchung ein paar gezielte Fragen zu stellen:
- Umgang mit ängstlichen Hunden: Wie gehen Sie damit um, wenn ein Hund Angst bekommt, sich nicht anfassen lassen möchte oder vom Tisch springen will? Sind Pausen vorgesehen?
- Kennenlerntermin: Ist ein kurzer Termin ohne Grooming möglich, damit der Hund den Salon und den Hundefriseur zunächst kennenlernen kann?
- Anwesenheit des Besitzers: Darf ich (zumindest beim ersten Termin) dabei bleiben? Falls nicht, warum?
- Positive Verstärkung: Arbeiten Sie mit Leckerli oder anderen Formen der positiven Verstärkung?
- Abbruch einer Behandlung: Was passiert, wenn der Hund eine Behandlung nicht toleriert? Wird die Behandlung ggf. abgebrochen? Kann man einen Ersatztermin vereinbaren? Gibt es in dem Fall Stornierungsgebühren?
- Erfahrung: Haben Sie Erfahrung mit ängstlichen, unsicheren oder sensiblen Hunden?
- Informationen zum Hund: Möchten Sie vor dem ersten Termin wissen, welche Berührungen, Geräte oder Situationen meinem Hund Schwierigkeiten bereiten?
Die Reaktion auf diese Fragen sagt viel aus! Aussagen wie „Der muss da einfach durch“ oder „Falls er sich wehrt, halten wir ihn halt fest“ wären für mich klare Warnsignale.
Vorbereitung auf den ersten Besuch beim Hundefriseur
Wenn Du einen passenden Hundefriseur gefunden hast, kannst Du den Termin selbst noch ein wenig vorbereiten:
- Informiere den Hundefriseur über Ängste, empfindliche Körperstellen und bisherige Erfahrungen, die dein Hund diesbezüglich hat.
- Sag auch, welche Übungen Dein Hund zuhause bereits kennt und was gut oder nicht gut funktioniert.
- Vereinbare nach Möglichkeit zunächst einen Kennenlerntermin ohne Grooming.
- Kläre vorab, was beim ersten Termin realistisch ist.
- Erwarte nicht, dass beim ersten Besuch direkt das komplette Pflegeprogramm erledigt werden kann.
Wenn Dein Hund beispielsweise den Föhn noch nicht entspannt akzeptiert, muss nicht unbedingt alles in einer Sitzung abgehandelt werden. Der Hundefriseur kann Dir anschliessend sagen, woran Du zuhause weiterarbeiten kannst.
Gerade beim ersten Termin ist es sinnvoller, weniger zu machen und dafür eine gute Erfahrung zu hinterlassen.