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Papenburg

Papenburg liegt im südlichen Emsland, eingebettet zwischen weiten Moorlandschaften und dem langsam fließenden Strom der Ems. Die Stadt ist vor allem für ihre Meyer Werft bekannt, wo riesige…

Blick auf Papenburg
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

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Worauf du in Papenburg je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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Hintergrund zur Region

Papenburg liegt im südlichen Emsland, eingebettet zwischen weiten Moorlandschaften und dem langsam fließenden Strom der Ems. Die Stadt ist vor allem für ihre Meyer Werft bekannt, wo riesige Kreuzfahrtschiffe durch enge Kanäle ins Meer geschleppt werden — ein Schauspiel, das Mensch und Hund gleichermaßen staunen lässt. Wer hier mit seinem Hund lebt oder zu Besuch kommt, entdeckt eine Region, die trotz ihrer überschaubaren Größe erstaunlich viel Platz für Vierbeiner bietet.

Das besondere Gesicht Papenburgs sind seine Fehnkanäle, die sich wie ein Netz durch die Stadt ziehen. Entlang dieser historischen Wasserwege wachsen alte Linden, Enten schaukeln auf dem Wasser, und der Morgenspaziergang mit Hund wird zum kleinen Ritual. Die Luft trägt im Herbst den leichten Geruch von Torf und feuchtem Gras — ein unverwechselbarer Emsland-Moment, den du mit keiner anderen deutschen Stadt verwechselst.

Für Hundehalter ist das Umland von Papenburg besonders reizvoll: Moorpfade, Deichwiesen und die offene Ems-Marsch laden zu ausgedehnten Touren ein. Die Region ist dünn besiedelt, das Wegenetz weitläufig. Ob Alltagsrunde oder großer Sonntagsausflug — Papenburg hält für dich und deinen Hund beides bereit.

Tagesausflüge mit Hund in Papenburg

Der Geruch von Moorerde und frisch gemähtem Gras, das leise Plätschern der Fehnkanäle im Wind — wer Papenburg zu Fuß erkundet, begreift schnell, warum die Region für Hundehalter so einladend ist. Die Umgebung bietet naturnahe Wege, die weitgehend abseits des Verkehrs verlaufen, und die flache Topografie des Emslandes macht Touren jeder Länge möglich.

Fehnkanäle und Stadtspaziergang im historischen Papenburg

Papenburgs Fehnkanäle gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Moorkolonisation in Deutschland. Das Wegenetz entlang der Kanäle — vom Hauptkanal über die zahlreichen Nebenkanäle bis hin zur Ems-Promenade — bietet kilometerlange, gut begehbare Pfade direkt in der Stadt. Hier läufst du mit deinem Hund auf Kopfsteinpflaster und gepflasterten Uferwegen, vorbei an Fachwerkhäusern und kleinen Brücken. Prüfe vor Ort, ob an bestimmten Abschnitten Leinenpflicht besteht, da dies je nach Jahreszeit und Nutzung variieren kann.

Der Hauptkanal ist die grüne Lunge der Stadt: Alte Bäume säumen das Ufer, Parkbänke laden zur Pause ein, und der Weg ist auch mit größeren Hunden gut zu bewältigen. Besonders morgens ist hier wenig Betrieb, und dein Hund kann die Umgebung in Ruhe beschnuppern. Für eine ausgedehnte Runde empfiehlt sich ein Weg beidseitig des Kanals mit Überquerung der historischen Brücken. Informationen zur Stadtstruktur und zu Spazierwegen findest du auf der offiziellen Website der Stadt Papenburg.

Emssperrwerk und Deichweg an der Ems

Südlich der Stadtmitte, wo die Ems breit und ruhig durch die Marsch fließt, findest du einen der schönsten Abschnitte für Hundeausflüge: den Deichweg entlang der Ems. Die Deichkrone bietet weite Sicht über Wiesen und Wasserflächen, und dein Hund kann den Wind und die Geräusche des Flusses in vollen Zügen genießen. Das Emssperrwerk ist ein markanter Orientierungspunkt und ein guter Startpunkt für längere Touren in beide Richtungen entlang des Flusses.

Die Wege am Deich sind überwiegend unbefestigt und bestehen aus Grasnarbe — ideal für Hunde, die gerne im weichen Untergrund laufen. Achte darauf, dass im Frühjahr und Frühsommer Weidetiere auf den Deichflächen grasen können; halte deinen Hund dann unbedingt an der Leine und wahre genügend Abstand. Die Ems selbst ist eine große Wasserstraße — lass deinen Hund nicht unkontrolliert ans tiefe Ufer, da die Strömung täuschen kann.

Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen: Moorlandschaft an der Grenze

Nur wenige Kilometer westlich von Papenburg beginnt einer der größten erhaltenen Hochmoor-Komplexe Mitteleuropas: der Naturpark Bourtanger Moor, der sich bis in die Niederlande erstreckt. Auf deutscher Seite bietet das Gebiet Wanderwege durch regenerierende Moorflächen, vorbei an Torfstichseen und weiten Heideflächen. Für Hunde ist diese Umgebung geruchlich eine Entdeckungsreise — Wildspuren, Moorvögel und das weiche Substrat unter den Pfoten.

Wichtig: Im Naturpark gelten besondere Schutzbestimmungen. In Kernzonen und auf ausgewiesenen Schutzbereichen ist das Mitführen von Hunden nur auf markierten Wegen und oft nur an der Leine erlaubt. Prüfe die aktuellen Regelungen des Naturparks direkt vor der Tour, da sich Betretungsregelungen je nach Saison und Schutzstatus ändern können. Aktuelle Informationen zum Naturpark Bourtanger Moor findest du beim Landkreis Emsland.

Heseper Moor und Umland: Stille Wege im Emsland

Wer die bekannten Routen meiden will, findet in der Emsländischen Moorlandschaft rund um Papenburg zahlreiche ruhige Wege, die kaum frequentiert sind. Wirtschaftswege durch landwirtschaftliche Flächen, Waldränder mit alten Birken und kleine Entwässerungsgräben prägen das Bild. Hier begegnet dir kaum jemand — ideal für Hunde, die Reizen gegenüber empfindlich sind oder einfach etwas mehr Platz brauchen.

Für diese offeneren Wege gilt: Wildtiere sind präsent, besonders in den Dämmerungsstunden. Hunde mit starkem Jagdtrieb sollten in solchen Gebieten gesichert geführt werden — das ist nicht nur für die Tierwelt wichtig, sondern auch gesetzlich geregelt (Niedersächsisches Jagdgesetz). Orientierung und Kartenmaterial für Wanderungen in der Region bietet die Emsland Tourismus GmbH mit ihren regionalen Wanderkarten.

Hund und lokale Regeln in Papenburg

Ein feuchter Morgen, Kanalwasser glitzert im Herbstlicht — und dein Hund zerrt schon an der Leine. Bevor ihr loslegt, lohnt es sich, die örtlichen Regeln zu kennen. Papenburg ist keine Hochburg strenger Hundegesetze, aber wie überall in Niedersachsen gelten klare Vorschriften, die du kennen solltest.

Leinenpflicht in Papenburg: Was gilt wo?

In Niedersachsen regelt das Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) die Grundlagen der Leinenpflicht. In der Innenstadt, auf öffentlichen Plätzen, in Parks und auf belebten Wegen gilt grundsätzlich Leinenpflicht — das betrifft auch die Kanalpromenadenabschnitte im Stadtzentrum Papenburgs. In der freien Landschaft — auf Feldwegen, an Deichen und in Wäldern — kann dein Hund unter bestimmten Umständen frei laufen, sofern er sicher abrufbar ist und keine Schutzgebietsregelungen entgegenstehen.

Prüfe immer die aktuelle Regelung vor Ort: Schilder weisen in der Regel auf bestimmte Leinenpflicht-Bereiche hin. Die Stadtordnung kann darüber hinaus eigene Regelungen für bestimmte Bereiche wie Spielplätze oder Badestellen festlegen. Offizielle Auskünfte zur kommunalen Hundeordnung erteilt das Ordnungsamt der Stadt Papenburg — erreichbar über die städtische Website. Im Zweifelsfall gilt: Leine anlegen schadet nie.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Papenburg

Wer in Papenburg lebt und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadt Papenburg anzumelden. Die Anmeldung erfolgt beim Stadtbüro oder Ordnungsamt und ist in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Aufnahme des Hundes vorzunehmen. Die Stadt erhebt eine Hundesteuer — die genaue Höhe richtet sich nach der örtlichen Steuersatzung und kann sich ändern; informiere dich direkt bei der Stadtverwaltung über den aktuell gültigen Betrag.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund im öffentlichen Raum am Halsband tragen sollte. Sie erleichtert im Verlustfall die Zuordnung erheblich. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden (mehr dazu im nächsten Abschnitt), können zusätzliche Auflagen und höhere Abgaben gelten. Alle relevanten Informationen und Formulare findest du direkt bei der Stadt Papenburg.

Listenhunde und gefährliche Hunde in Niedersachsen

Niedersachsen kennt im NHundG besondere Regelungen für bestimmte Hunderassen und Hunde, die durch ihr Verhalten auffällig geworden sind. In Niedersachsen gibt es keine starren Rasselisten mehr wie in einigen anderen Bundesländern — stattdessen gilt ein Gefährlichkeitsfeststellungsverfahren, das auf das individuelle Tier abstellt. Ein Hund wird als gefährlich eingestuft, wenn er Menschen oder Tiere ernsthaft gebissen oder in bestimmter Weise bedroht hat.

Für als gefährlich eingestufte Hunde gelten in der Regel besondere Auflagen: Leinenpflicht in der Öffentlichkeit, Maulkorbpflicht, Zuverlässigkeitsprüfung des Halters und möglicherweise ein Wesenstest für den Hund. Informiere dich vor dem Zuzug, ob dein Hund unter besondere Regelungen fällt — zuständig ist das Veterinäramt des Landkreises Emsland. Aktuelle rechtliche Informationen zum NHundG findest du beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Hinterlassenschaften

Im öffentlichen Nahverkehr des Emslandes — also in Bussen der regionalen Linien — dürfen Hunde in der Regel mitgenommen werden, sofern sie keine anderen Fahrgäste behindern und kleinere Hunde in einer Transportbox reisen. Größere Hunde benötigen häufig einen eigenen Fahrschein und müssen an der Leine geführt werden. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen beim zuständigen Verkehrsträger, da Regelungen variieren und sich ändern können.

Gastronomisch ist Papenburg überschaubar, aber es gibt Cafés und Restaurants, die Hunde im Außenbereich tolerieren oder willkommen heißen. Ein Blick durchs Fenster oder ein kurzes Nachfragen beim Personal gibt schnell Aufschluss. Zum Thema Hinterlassenschaften: Papenburg stellt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Kotbeutelspender bereit — nutze sie konsequent. Das Liegenlassen von Hundekot ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden, dessen Höhe die örtliche Bußgeldsatzung regelt.

Praktisches vor Ort in Papenburg

Papenburg liegt eingebettet in das Emsland — eine Region, in der Tiermedizin, Hundebetreuung und alltägliche Versorgung für Hunde gut erreichbar sind, wenn man die richtigen Anlaufstellen kennt. Wer neu in der Stadt ist oder nur auf Besuch kommt, sollte sich vorab über Notfallnummern und lokale Angebote informieren. Hier bekommst du einen kompakten Überblick.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst

In Papenburg selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung betreuen. Für Routineuntersuchungen, Impfungen und kleinere Behandlungen findest du Praxen im Stadtgebiet, die du über die Tierärztekammer Niedersachsen mit deren offiziellem Praxissuchetool gezielt nach Postleitzahl filtern kannst. Halte die Nummer deiner Hauspraxis stets griffbereit — gerade auf Reisen mit Hund ist das ein einfacher Schutz.

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten gilt in Niedersachsen der tierärztliche Bereitschaftsdienst. Deine Praxis hinterlässt auf dem Anrufbeantworter in der Regel den aktuellen Notfalldienst. Für ernste Notfälle — Vergiftungen, schwere Verletzungen, Atemnot — kannst du dich auch an Tierkliniken im Umland von Leer, Meppen oder Oldenburg wenden, die rund um die Uhr besetzt sind. Recherchiere die genauen Adressen vorab, damit du im Ernstfall keine Zeit verlierst.

  • Praxissuche: Tierärztekammer Niedersachsen (PLZ-Suche nach 26871)
  • Notfallnummer deiner Praxis: immer im Handy speichern
  • Nächste Tierkliniken: Meppen (~30 km), Leer (~50 km), Oldenburg (~90 km)

Wer mit einem kranken oder verletzten Hund unterwegs in der Natur ist, sollte wissen: Im Emsland gibt es teils weite Strecken ohne Mobilfunkempfang. Lade dir die Notfallnummern offline herunter und führe ein einfaches Erste-Hilfe-Set für Hunde mit — Mullbinden, Kühlpacks und eine Rettungsdecke passen in jeden Rucksack.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Im Raum Papenburg und im Emsland gibt es Hundeschulen und Trainingsplätze, die von Welpenstunden bis zur Begleithundeprüfung verschiedene Kurse anbieten. Das Angebot reicht von klassischem Gehorsamkeitstraining über Mantrailing bis hin zu Agility-Kursen. Da sich Anbieter und Kurszeiten regelmäßig ändern, empfiehlt sich eine direkte Recherche über lokale Verzeichnisse oder das Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)-Vereinsregister.

Wer seinen Hund gerade erst angeschafft hat oder einen Hund mit Verhaltensauffälligkeiten besitzt, sollte früh mit einer qualifizierten Schule Kontakt aufnehmen. Im Emsland arbeiten einige Trainer nach verhaltensbiologisch fundierten Methoden — frage gezielt nach Qualifikationsnachweisen und besuche eine Probestunde, bevor du dich bindest. Ein gut sozialisierter Hund macht jeden Ausflug in die Kanäle und Felder der Region entspannter.

Für Hundehalter, die neu nach Papenburg ziehen: Auch Tierschutzvereine im Emsland bieten gelegentlich Beratung und Kurse an. Der Kontakt zum örtlichen Tierschutzverein lohnt sich außerdem, wenn du einen Hund adoptieren möchtest oder Fragen zur artgerechten Haltung hast. Informationen findest du über den Deutschen Tierschutzbund mit seiner Vereinssuche.

Freilaufzonen und Auslaufgebiete

Papenburg ist von Kanälen, Wiesen und Grünflächen durchzogen, die Hunden viel Bewegungsfreiheit bieten — aber nicht überall gilt das gleiche Regelwerk. Eingezäunte Hundefreilaufflächen im eigentlichen Sinne sind in kleineren Emsstädten wie Papenburg selten offiziell ausgewiesen. Prüfe daher aktiv bei der Stadt Papenburg, welche Flächen als Hundeauslaufbereich ausgewiesen sind.

Auf den Deichabschnitten und Grünstreifen entlang der Kanäle können Hunde sich oft gut bewegen, solange die Leinenpflicht eingehalten wird. In bestimmten Naturschutzgebieten rund um Papenburg — etwa im Bereich der Ems-Niederungen — gelten strengere Regeln, die saisonalen Schwankungen unterliegen können. Aktuelle Hinweisschilder vor Ort sind bindend; im Zweifel liefert das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) Orientierung zu Schutzgebietsregelungen.

Für den unkontrollierten Freilauf bieten sich die weitläufigen landwirtschaftlichen Wege im Umland an — vorausgesetzt, Felder sind nicht frisch bepflanzt und es bestehen keine Verbote. Sprich im Zweifelsfall mit Landwirten vor Ort; im Emsland ist das Miteinander zwischen Hundehaltern und Landwirtschaft meist pragmatisch, wenn Rücksicht gezeigt wird. Achte besonders auf Abstände zu Weidetieren — Schafe und Rinder stehen in der Region häufig auf offenen Flächen.

  • Offizielle Freilaufflächen: Stadtwebsite Papenburg oder telefonische Auskunft beim Ordnungsamt
  • Naturschutzgebiete Emsland: Regelungen variieren saisonal
  • Weidetiere auf Grünflächen: Hund anleinen und Abstand halten

Tierunterkünfte, Pensionen und Hundebetreuung

Wer in Papenburg Urlaub macht oder beruflich unterwegs ist und seinen Hund für einige Stunden oder Tage unterbringen muss, findet im Emsland und Umland Tierpensionen und private Betreuungsangebote. Da auf rundum.dog aktuell noch keine Unterkünfte für den Standort Papenburg eingetragen sind, lohnt eine direkte Suche über regionale Portale oder das Ordnungsamt — gewerbliche Tierheimhalter benötigen eine behördliche Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.

Frage bei der Buchung gezielt nach der Betreuungskapazität, dem Außengelände und dem Impfstatus der anderen Tiere. Seriöse Pensionen verlangen einen aktuellen Impfpass und führen ein persönliches Kennenlerngespräch, bevor dein Hund einzieht. Das schützt alle Tiere und gibt dir Sicherheit.

Alternativ gibt es im Emsland Hundesitter und Dogwalker, die Hunde in familiärer Umgebung betreuen. Plattformen vermitteln solche Kontakte, aber auch lokale Aushänge in Tierarztpraxen oder Futterläden führen oft zu zuverlässigen Privatbetreuern. Wer länger in Papenburg wohnt, baut sich am besten ein Netzwerk aus Nachbarn und Hundeschulbekannten auf — das ist im Alltag die flexibelste Lösung.

Für Hundehalter, die mit dem Wohnmobil durch das Emsland reisen: Einige Campingplätze rund um Papenburg sind hundefreundlich, verlangen aber oft eine Leinenpflicht auf dem Gelände und eine Voranmeldung. Prüfe die Hausregeln vor der Buchung direkt beim jeweiligen Betreiber.


Saisonal in Papenburg

Die Jahreszeiten im Emsland sind spürbar — feuchte Winter, windige Frühlinge und warme Sommer, in denen die Kanallandschaft glitzert. Jede Saison bringt eigene Herausforderungen und Möglichkeiten für Hunde und ihre Menschen. Wer die regionalen Besonderheiten kennt, ist besser vorbereitet.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Emsland

Ab März bis in den Juni hinein beginnt in der Emsland-Niederung die sensible Brutzeit für Wiesenvögel, Enten und andere bodenbrütende Arten. Entlang der Kanaldeiche und der Ems-Niederungen gibt es Bereiche, in denen Hunde in dieser Zeit besonders konsequent angeleint werden sollten — selbst wenn dort keine feste Leinenpflicht ausgeschildert ist. Ein frei laufender Hund kann Gelege zerstören oder Jungvögel aufschrecken, ohne dass sein Halter es bemerkt.

Gleichzeitig setzt im Frühjahr das Rehwild Kitze. In den Wäldern und Feldern rund um Papenburg liegen Kitze regungslos im hohen Gras — ein angeleinster oder zuverlässig abrufbarer Hund macht den Unterschied. Wer seinen Hund noch nicht sicher unter Kontrolle hat, sollte auf Waldwege mit befestigtem Untergrund ausweichen und die offene Feldlandschaft meiden.

Der Boden im Emsland ist im Frühling oft noch feucht oder matschig, besonders nach den langen Winterniederschlägen. Deich- und Feldwege können rutschig sein. Für Hunde ist das meist kein Problem — aber Halter sollten festes Schuhwerk tragen und nach dem Spaziergang die Pfoten ihres Hundes auf Schlamm, kleine Wunden oder eingeklemmte Dinge prüfen. Frühling ist auch Zeckensaison: Führe regelmäßige Kontrollen durch und besprich geeigneten Zeckenschutz mit deiner Tierarztpraxis.

  • Leine in Naturschutzgebieten und Wiesenbereichen: Pflicht und Gebot
  • Kitz-Saison: Hund nah bei sich halten
  • Zeckenprophylaxe: ab März besonders wichtig

Sommer: Hitze, Wasser und die Kanäle

Die Sommer im Emsland sind zunehmend heiß und trocken — in Hitzeperioden steigen die Temperaturen auch hier auf über 30 °C. Für Hunde gilt: Spaziergänge in die frühen Morgenstunden und den späten Abend verlagern. Geteerte Straßen und Kanalwege heizen sich stark auf und können Pfoten verbrennen. Der einfache Test: Wenn du den Asphalt nicht fünf Sekunden mit der Handfläche berühren kannst, ist er zu heiß für deinen Hund.

Papenburg bietet mit seinen zahlreichen Kanälen im Sommer einen großen Vorteil: Hunde, die gerne schwimmen, finden hier viele Einstiegsmöglichkeiten. Achte aber auf die Wasserqualität — bei Blaualgen-Alarm (Cyanobakterien) ist das Schwimmen für Hunde lebensgefährlich. Informiere dich bei der LAVES Niedersachsen über aktuelle Badegewässerberichte oder frage beim Stadtbad nach. Nicht jeder Kanalabschnitt ist für Hunde zugänglich oder zum Schwimmen geeignet — prüfe vor Ort, ob Einstiegsstellen vorhanden und sicher sind.

Im Sommer ist Papenburg durch das Meyer Werft-Gelände und den Tourismus belebter. An stark frequentierten Uferpromenaden und in der Innenstadt gilt erhöhte Aufmerksamkeit: Eis, Grillreste und weggeworfenes Essen auf dem Boden können für Hunde gefährlich sein. Trainiere den "Lass es"-Befehl konsequent — im Sommer zahlt er sich besonders aus.

Herbst: Regen, Nebel und Jagdsaison

Der Herbst kommt im Emsland oft früh und nass. Ab September prägen Nebel und Bodenfrost die Morgenrunden, die Wege entlang der Kanäle werden wieder rutschig. Für dunkelhaarige Hunde empfehlen sich Reflektoren oder LED-Leuchten am Halsband — in der früh einsetzenden Dunkelheit sind sie auf Feldwegen sonst kaum zu sehen.

Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison. Im Emsland wird viel gejagt — Niederwild, Reh- und Schwarzwild. Halte deinen Hund in Waldgebieten und auf Feldrainen konsequent angeleint, besonders an Wochenenden. Schüsse in der Ferne sind für viele Hunde stressig; kenne die Reaktion deines Hundes auf Lärm und nimm gegebenenfalls alternative Routen. In einigen Bereichen sind während Treibjagden temporäre Absperrungen möglich — respektiere diese.

Der Herbst bringt im Emsland auch Pilze in Massen. In den Wäldern rund um Papenburg wachsen giftige Arten wie der Knollenblätterpilz. Hunde schnüffeln und fressen manchmal rasch — behalte deinen Hund im Blick und trainiere das Ablegen auf Kommando. Vergiftungsverdacht immer sofort tierärztlich abklären lassen; zögere nicht, auch wenn Symptome zunächst harmlos erscheinen.

  • Reflektor oder Leuchthalsband: ab Oktober Pflicht bei Dämmerung
  • Jagdsaison: Leine im Wald, besonders wochenends
  • Pilzgefahr: Hund im Wald nicht unbeaufsichtigt schnüffeln lassen

Winter: Kälte, Frost und Eis auf den Kanälen

Der Winter im Emsland ist feucht und kalt, aber selten extrem. Dennoch frieren die Kanäle in strengen Wintern zu — und das ist eine direkte Gefahr für Hunde. Eis auf Kanälen und Gräben sieht stabil aus, bricht aber unter dem Gewicht eines Hundes oft ein. Halte deinen Hund an der Leine, wenn du an Gewässern entlanggehst, und lass ihn nie eigenständig auf Eis laufen.

Streusalz auf Gehwegen und in der Innenstadt reizt die Pfoten stark. Wasche die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser oder trage Pfotenschutzwachs auf. Manche Hunde tolerieren Pfotenschuhe — gewöhne sie frühzeitig daran, damit das im Winter keine Tortur wird. Achte auch auf Wunden zwischen den Zehen, die durch Salz und Kälte entstehen können.

Im Winter sind die Tage in Papenburg kurz und grau — Spaziergänge finden häufig in der Dunkelheit statt. Die Kanalwege und Deiche sind im Winter weniger belebt, was ruhige Spaziergänge erlaubt, aber auch bedeutet: Bei Glatteis kann Hilfe weit entfernt sein. Informiere jemanden über deine Route, besonders wenn du allein mit dem Hund in die Niederungen gehst.

Viele Hunde zeigen im Winter erhöhten Energiebedarf, besonders kurzhaarige und leichte Rassen. Passe die Futtermenge an und halte Jakken oder Decken für empfindliche Tiere bereit. Die tierärztliche Praxis deines Vertrauens berät dich, welche Maßnahmen für deinen Hund im Winter sinnvoll sind — ein kurzer Anruf im Herbst spart Probleme in der Kälteperiode. Aktuelle Informationen zu Tierhaltung und Tierschutz in Niedersachsen findest du auch beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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