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Bad Homburg vor der Höhe

Bad Homburg vor der Höhe liegt am südlichen Taunusrand, knapp zwanzig Kilometer nördlich von Frankfurt — und wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, trifft auf…

Blick auf Bad Homburg vor der Höhe
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA

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Worauf du in Bad Homburg vor der Höhe je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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Tierarzt, Hundeschule, Pension, Groomer oder Hundeshop — trag deinen Betrieb kostenlos ein und werde für Hundehalter aus Bad Homburg vor der Höhe sichtbar. Der Basis-Eintrag ist sofort live.

Hintergrund zur Region

Bad Homburg vor der Höhe liegt am südlichen Taunusrand, knapp zwanzig Kilometer nördlich von Frankfurt — und wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, trifft auf eine Stadt, die Großstadtnähe mit echtem Grün verbindet. Der Kurpark zieht sich wie ein grünes Band durch die Innenstadt, der Taunus beginnt quasi vor der Haustür, und zwischen Wilhelmsbad, Hardtwald und Kurhaus-Promenade gibt es für Vierbeiner jede Menge zu schnuppern, zu traben und zu entdecken.

Die Stadt hat sich ihren Kurort-Charakter bewahrt: breite Alleen, gepflegte Parkanlagen, Jugendstilvillen hinter alten Buchsbaumhecken. Für Hunde bedeutet das: viel Nase, viel Abwechslung — aber auch klare Spielregeln, die den gepflegten Rahmen erhalten sollen. Wer die Regeln kennt und respektiert, erlebt Bad Homburg als entspannten Ausgangsort für Touren in den Taunus oder als Ziel eines ruhigen Wochenendausflugs.

Ob du jeden Morgen mit deinem Hund die Kuranlage umrundest oder nur für einen Tag herkommst: Bad Homburg vor der Höhe bietet Hundehaltenden ein dichtes Netz aus Wegen, Grünflächen und Einkehrmöglichkeiten — sofern du weißt, wo Leine, wo Freilauf und wo gar kein Zutritt gilt. Diese Seite gibt dir den lokalen Überblick, damit dein Besuch reibungslos klappt.

Tagesausflüge mit Hund in Bad Homburg vor der Höhe

Schon am frühen Morgen riecht der Taunus nach feuchtem Laub und Kiefernharz — und Bad Homburg ist die ideale Pforte in diesen Mittelgebirgswald. Die Stadt liegt so günstig, dass du innerhalb weniger Minuten aus dem Stadtzentrum in echte Waldwege eintauchst. Gleichzeitig lohnen sich Ziele innerhalb der Stadtgrenzen, die auch für kürzere Ausflüge oder ältere Hunde perfekt passen.

Kurpark Bad Homburg: Promenade mit Pflichten

Der Kurpark Bad Homburg ist das grüne Herzstück der Stadt und einer der schönsten Kurparks in ganz Hessen. Auf rund 28 Hektar erstrecken sich geschwungene Wege, alte Baumgruppen, der Siamesische Tempel und der Russische Tempel — eine Kulisse, die Hunden und Menschen gleichermaßen gefällt. Gerade in den Morgen- und Abendstunden, wenn der Nebel noch in den Baumkronen hängt, ist die Stimmung hier besonders dicht.

Wichtig zu wissen: Im Kurpark gilt grundsätzlich Leinenpflicht, und nicht alle Bereiche sind für Hunde frei zugänglich. Prüfe die aktuellen Regelungen direkt beim Stadtportal Bad Homburg, da sich Bereichsregeln im Kurpark gelegentlich ändern. Für Hunde, die das Schlendern lieben und keine kilometerlangen Runden brauchen, ist der Kurpark ein willkommener Spaziergang — halte Beutel bereit, denn die Entsorgungspflicht wird hier ernsthaft durchgesetzt.

Hardtwald: Langer Atem im Kiefernwald

Südlich der Stadt, zwischen Bad Homburg und Bad Vilbel, breitet sich der Hardtwald aus — ein ausgedehntes Kiefernwaldgebiet, das besonders bei Hundehaltern beliebt ist, die ihrem Hund mehr Auslauf gönnen wollen. Breite Forstwege wechseln sich mit schmaleren Pfaden ab, das Gelände ist weitgehend eben, und der Untergrund ist auch bei nassen Bedingungen gut begehbar. Gerade für kräftige Hunderassen, die ordentlich Strecke brauchen, ist der Hardtwald eine verlässliche Anlaufstelle.

Erreichbar ist der Hardtwald vom südlichen Stadtrand aus gut zu Fuß oder per Fahrrad. Auf markierten Forst- und Wanderwegen kannst du stundenlange Schleifen drehen, ohne auf viel Verkehr oder Menschenmassen zu stoßen. Achte auf Wildwechsel und halte in der Setz- und Brutzeit deinen Hund besonders konsequent an der Leine — mehr dazu findest du im Abschnitt zu den Saisonregeln. Ob an bestimmten Wegabschnitten Freilauf erlaubt ist, solltest du vorab bei der zuständigen Forstbehörde oder auf der Stadtwebsite prüfen.

Taunus-Höhenweg und Umgebung: Touren über den Kamm

Wer einen ganzen Tag investieren möchte, dem öffnet Bad Homburg die Tür zum Taunus-Höhenweg — einem der bekanntesten Fernwanderwege Hessens, der über den Kamm des Taunus führt. Von Bad Homburg aus kannst du beispielsweise über den Philosophenweg in Richtung Saalburg oder Großer Feldberg aufsteigen. Der Große Feldberg mit rund 879 Metern ist das höchste Mittelgebirge Hessens und bietet weite Aussichten — für Hunde bedeutet das abwechslungsreiches Terrain, viele Gerüche und je nach Jahreszeit erfrischend kühle Luft.

Die Wege sind gut ausgeschildert und für die meisten Hunde gut zu bewältigen. Steigungen sind moderat, aber der Weg vom Tal bis auf den Kamm erfordert Kondition — plant ausreichend Zeit und genug Wasser für deinen Hund ein. In bestimmten Naturschutzgebieten entlang des Weges gelten verschärfte Leinenpflichten; informiere dich vorab beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) über aktuelle Schutzgebietsregelungen. Die Saalburgstraße und der Parkplatz am Großen Feldberg bieten auch kürzere Einstiegspunkte für halbe Tage.

Römerkastell Saalburg: Geschichte schnuppern

Nur wenige Kilometer außerhalb von Bad Homburg liegt das Römerkastell Saalburg — eines der am besten erhaltenen römischen Kastelle nördlich der Alpen und UNESCO-Welterbe. Das Gelände rund um das Kastell lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein; die Wege durch den umgebenden Wald sind gut begehbar und bieten schöne Ausblicke. Hunde sind im Außenbereich in der Regel willkommen, Leinenpflicht gilt jedoch.

Ob dein Hund mit in die Museumsgebäude darf, hängt von den aktuellen Hausregeln ab — prüfe das vor deinem Besuch direkt beim Saalburgmuseum. Als Ausflugsziel verbindet die Saalburg Kulturerlebnis mit einem echten Spazierweg-Erlebnis: Du kannst das Kastell in eine längere Wanderroute einbauen oder sie als eigenständiges Ziel ansteuern. Parkplätze sind vorhanden, und auch mit dem ÖPNV ist die Saalburg von Bad Homburg aus erreichbar — mehr dazu im Regelabschnitt.

Hund und lokale Regeln in Bad Homburg vor der Höhe

Das leise Klappern von Hundemarken auf dem Pflaster der Louisenstraße — wer es kennt, weiß: Hunde gehören in Bad Homburg zum Stadtbild. Und doch gelten, wie in jeder hessischen Stadt, klare Vorschriften. Wer sie kennt, vermeidet Ärger und sorgt dafür, dass Hunde in Bad Homburg auch künftig willkommen bleiben.

Leinenpflicht: Wo dein Hund angebunden sein muss

In Bad Homburg gilt innerhalb bebauter Ortsteile eine allgemeine Leinenpflicht auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen — das entspricht der hessischen Gefahrenabwehrverordnung und der örtlichen Polizeiverordnung. Im Kurpark ist Leinenpflicht durchgehend ausgeschildert; viele Parkbereiche und belebte Promenaden verlangen ebenfalls, dass der Hund gesichert ist. Auch auf dem Weg zum Bahnhof, in Einkaufsbereichen und rund um Spielplätze ist Leinenpflicht das Standardgebot.

Auf Feld- und Waldwegen außerhalb der bebauten Fläche gelten je nach Gebiet unterschiedliche Regeln. In Naturschutzgebieten ist Leinenpflicht verpflichtend, und das wird im Taunus von Rangern auch kontrolliert. Die aktuelle Regelung für konkrete Gebiete findest du auf der Website der Stadt oder beim zuständigen Regierungspräsidium Kassel, das für hessische Schutzgebietsregeln zuständig ist. Verlasse dich nie auf Aussagen Dritter — prüfe die Regelung vor Ort am Schild oder vorab offiziell.

Anmeldung und Hundesteuer in Bad Homburg

Wer in Bad Homburg vor der Höhe mit Erstwohnsitz gemeldet ist und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen beim Stadtservice anzumelden. Die Hundesteuer ist in Bad Homburg kommunal geregelt; die genaue Höhe der jährlichen Abgabe entnimmst du der aktuellen Steuersatzung der Stadt — konkrete Beträge können sich ändern, daher gilt: direkt beim städtischen Steueramt oder auf www.bad-homburg.de nachfragen. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund am Halsband tragen muss.

Das Bußgeld für unangemeldete Hunde oder fehlende Marke kann empfindlich sein — die genaue Höhe regelt die örtliche Verordnung. Wer nur zu Besuch ist und keinen Wohnsitz in Bad Homburg hat, ist von der Steuerpflicht in der Regel befreit; prüfe aber trotzdem, ob in deinem Heimatort alles korrekt angemeldet ist.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund

Bad Homburg ist ans RMV-Netz (Rhein-Main-Verkehrsverbund) angebunden — mit S-Bahn, U-Bahn und Buslinien. Im RMV fahren Hunde kostenlos mit; sie müssen angeleint sein. Eine Maulkorbpflicht besteht nur, wenn dein Hund andere Fahrgäste gefährden könnte. Die genauen Mitnahmebedingungen prüfst du am besten direkt beim RMV, da sie sich je nach Linie und Tageszeit unterscheiden können. Für Ausflüge mit dem ÖPNV zur Saalburg oder Richtung Feldberg lohnt sich eine kurze Vorab-Recherche.

In der Gastronomie entscheiden die Betreiber selbst, ob Hunde im Innen- oder Außenbereich willkommen sind. Viele Cafés und Restaurants entlang der Kurpromenade und in der Louisenstraße tolerieren ruhige Hunde auf der Terrasse — frage aber immer vorab. Im Außenbereich der Kuranlage gibt es Bänke und Rastplätze; eigene Wasserflaschen und Napf mitzubringen ist empfehlenswert, da Hundetränken nicht überall vorhanden sind.

Listenhunde und Kotentsorgung

In Hessen gilt das Hundegesetz des Landes Hessen (HundeG), das bestimmte Hunderassen besonders reguliert. Für sogenannte Listenhunde — darunter fallen je nach Kategorie Rassen wie American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull oder deren Kreuzungen — gelten verschärfte Auflagen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sind in vielen Fällen verpflichtend, teils ist auch ein Wesenstest nachzuweisen. Die aktuelle Liste und die genauen Anforderungen findest du beim Regierungspräsidium Kassel sowie beim hessischen Innenministerium. Informiere dich vor deinem Besuch, wenn du eine betroffene Rasse hältst.

Die Kotentsorgungspflicht ist in Bad Homburg klar geregelt: Hinterlassenschaften deines Hundes sind sofort zu beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Im Stadtgebiet und im Kurpark stehen Hundetoilettenbeutelspender zur Verfügung — aber verlasse dich nicht darauf, dass sie immer aufgefüllt sind. Bring eigene Beutel mit. Wer Kot liegen lässt, riskiert ein Bußgeld; die Höhe legt die örtliche Verordnung fest. Sauber hinterlassen ist nicht nur Pflicht, sondern der wichtigste Beitrag dafür, dass Hunde in Parks und Grünanlagen weiterhin toleriert werden.

Praktisches vor Ort in Bad Homburg vor der Höhe

Bad Homburg ist kompakt, aber gut versorgt — wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch ist, findet tiermedizinische Versorgung, Betreuungsangebote und Auslaufmöglichkeiten in erreichbarer Nähe. Ein kurzer Überblick hilft dir, im Alltag keine Zeit zu verlieren.

Tierärzte und Notfallversorgung

Im Stadtgebiet selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung behandeln. Für akute Notfälle außerhalb der Sprechzeiten lohnt ein Blick auf den Notdienst-Aushang der jeweiligen Praxis — dort findest du den diensthabenden Kollegen in der Region. Die nahegelegene Metropolregion Frankfurt bietet zusätzlich tierärztliche Kliniken mit 24-Stunden-Betrieb, darunter spezialisierte Kleintierkliniken im Rhein-Main-Gebiet, die per Auto gut erreichbar sind. Ruf im Zweifel vorab an, um Wartezeiten einzuschätzen. Die Landestierärztekammer Hessen führt unter lth-online.de eine Tierarztsuche nach Postleitzahl, die dir den aktuellen Notdienst in deiner Nähe anzeigt.

Bewahre im Urlaub oder bei einem Tagesbesuch die wichtigsten Dokumente deines Hundes griffbereit auf: Impfpass, Versicherungsnachweis und Chip-Nummer erleichtern jede Behandlung erheblich. Wenn dein Hund an einer chronischen Erkrankung leidet, nimm ausreichend Medikamente und eine kurze Zusammenfassung der Krankengeschichte mit. Gerade in einer fremden Stadt spart das kostbare Zeit.

Hundeschulen und Training

Rund um Bad Homburg und im angrenzenden Hochtaunuskreis gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsplätze, die von der Welpenstunde bis zur Begleithundeprüfung ein breites Angebot abdecken. Einige Anbieter arbeiten mit Einzeltraining, andere setzen auf Kursgruppen — prüfe das Konzept und die Methoden der Schule, bevor du buchst. Positives Verstärkungstraining ist heute der anerkannte Standard; seriöse Schulen nennen dir ihre Methoden offen und ohne Umschweife. Das Hessische Sozialministerium empfiehlt bei der Auswahl einer Hundeschule, auf anerkannte Ausbildungsabschlüsse der Trainer zu achten.

Wer nur zu Besuch ist und mit dem eigenen Hund ein akutes Problem lösen möchte, kann bei manchen Schulen Einzelstunden ohne langfristige Bindung buchen. Ruf vorher an und erkläre deine Situation — viele Trainer helfen unkompliziert und kurzfristig. Für Welpen, die frisch in eine Bad Homburger Familie eingezogen sind, lohnt ein früher Einstieg in die Sozialisation; die dichte urbane Umgebung mit Straßenbahn, Marktplatz und Kurpark bietet dabei unfreiwillig viele Reize auf einmal.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen

Der Kurpark Bad Homburg ist eines der bekanntesten Grünflächenangebote der Stadt, unterliegt aber spezifischen Regeln — informiere dich vor dem Besuch über aktuelle Leinenpflicht-Bereiche und mögliche Ausnahmezeiten direkt beim Stadtportal Bad Homburg. Neben dem Kurpark gibt es im Stadtgebiet öffentliche Grünflächen, auf denen Hunde unter bestimmten Bedingungen freier laufen können; die genauen Zonen und Voraussetzungen legt die Stadt fest und kann sich ändern. Prüfe die aktuell geltenden Regelungen vor deinem Besuch, da Kommunalverordnungen regelmäßig angepasst werden.

Für einen gesicherten, eingezäunten Freilauf — besonders wertvoll für Hunde mit unsicherem Rückruf — gibt es im näheren Umfeld des Hochtaunuskreises private Anbieter, die abgesperrte Hundewiesen stundenweise vermieten. Eine kurze Online-Suche nach "Hundeauslauf mieten Hochtaunuskreis" führt dich zu aktuellen Angeboten. Diese Flächen sind ideal, wenn du deinem Hund echten Freilauf ohne Risiko gönnen willst, ohne auf die Leinenpflicht in bestimmten Bereichen verzichten zu können.

Hundebetreuung, Pensionen und Tagesbetreuung

Wer in Bad Homburg oder der Umgebung arbeitet oder mehrere Tage verreist, findet im Hochtaunuskreis eine Reihe von Hundepensionen und Tagesbetreuungsangeboten. Die Qualität variiert erheblich — besichtige die Einrichtung vorab und frage nach Betreuungsschlüssel, Auslaufzeiten und Notfallkonzept. Seriöse Betreiber zeigen dir alles ohne Zögern. Für die kurzfristige Tagesbetreuung bieten manche Anbieter auch eine Doggy-Daycare an, bei der Hunde tagsüber in Gruppen betreut werden; das setzt allerdings eine gute Sozialisation voraus.

Privates Hundesitting über Plattformen ist in der Region Frankfurt/Rhein-Main gut abgedeckt und auch für Bad Homburg verfügbar. Achte bei der Auswahl darauf, dass der Sitter Erfahrung mit der Rasse und Größe deines Hundes hat und Referenzen vorweisen kann. Ein kurzes Kennenlerntreffen vor der eigentlichen Betreuung gibt dir und deinem Hund Sicherheit. Für längere Urlaubsabwesenheiten ist eine klassische Hundepension mit klaren Vertragsregelungen oft die verlässlichere Wahl.


Saisonal in Bad Homburg vor der Höhe

Die vier Jahreszeiten bringen im Taunus unterschiedliche Bedingungen mit sich — der Wechsel von Frühjahrswald über heiße Kurpark-Sommer bis zu nebligen Taunusherbsten prägt auch den Alltag mit Hund. Wer vorbereitet ist, holt das Beste aus jeder Jahreszeit heraus.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Taunus

Sobald die Temperaturen steigen, erwacht der Taunus rund um Bad Homburg mit einer Intensität, die Hunde begeistert — und die gleichzeitig besondere Rücksicht erfordert. Von März bis Juni gilt in Wald- und Naturschutzgebieten die Brut- und Setzzeit: Vögel nisten am Boden, Rehkitze liegen regungslos im hohen Gras, und Fasane führen ihre Küken durch das Unterholz. Ein freilaufender Hund kann in dieser Zeit erheblichen Schaden anrichten, ohne dass du es bemerkst.

Der Hochtaunuskreis weist in dieser Periode auf verschärfte Leinenpflichten in Waldgebieten hin — informiere dich über aktuelle Regelungen beim Hochtaunuskreis oder am Eingang der jeweiligen Schutzgebiete. Halte deinen Hund auf befestigten Wegen und respektiere Absperrungen, auch wenn sie unscheinbar wirken. Der Frühling ist außerdem die Zeit der Zecken: Der Taunus gilt als Risikogebiet für FSME und Borreliose, letztere überträgt sich auch auf Hunde. Prüfe deinen Hund nach jedem Ausflug systematisch und besprich mit deinem Tierarzt die passende Prophylaxe.

Frühlingsspaziergänge im Kurpark sind mit blühenden Rhododendren und Kastanien ein echter Genuss — aber Rhododendron ist für Hunde giftig. Halte deinen Hund davon ab, an Blüten oder Blättern zu knabbern. Die ersten warmen Tage locken außerdem viele Menschen in den Park, was für weniger sozialisierte Hunde schnell zu Reizüberflutung führen kann.

Sommer: Hitze, Wasser und heiße Böden

Bad Homburg liegt mit rund 200 Metern Höhe etwas kühler als das Frankfurter Stadtgebiet — ein echter Vorteil an heißen Sommertagen. Dennoch können Temperaturen deutlich über 30 Grad auch hier zum Problem werden. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln, was bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell an Grenzen stößt. Verlege Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder die Abendstunden, wenn die Temperaturen erträglicher sind.

Der Asphalt in der Innenstadt und auf Parkwegen heizt sich tagsüber stark auf und kann die Pfoten deines Hundes verbrennen. Die Handflächenregel hilft: Kannst du deine Handfläche nicht für mehr als sieben Sekunden schmerzfrei auf den Boden legen, ist er für Hundepfoten zu heiß. Weiche auf Wald- und Schotterwege aus, die sich weniger stark aufheizen. Im Taunus gibt es zahlreiche schattige Pfade, die auch im Hochsommer angenehme Temperaturen bieten.

Wasser ist im Sommer entscheidend: Nimm immer eine faltbare Trinkschale und ausreichend Wasser mit. Im Kurpark gibt es Brunnen, aber verlasse dich nicht darauf, dass diese stets in Betrieb sind. Natürliche Bäche im Taunus — etwa die Usa oder die Weil — bieten Abkühlungsmöglichkeiten, sofern der Zugang erlaubt und die Wasserqualität in Ordnung ist. Prüfe vor dem Baden im offenen Gewässer, ob Blaualgenwarungen vorliegen; diese können für Hunde lebensgefährlich sein.

Herbst: Nebel, Laub und Jagdsaison

Der Herbst verwandelt den Taunus in ein Meer aus Rottönen und Goldgelb — für Hunde und ihre Menschen eine der schönsten Jahreszeiten rund um Bad Homburg. Die Temperaturen sind angenehm, die Wege oft leer, und die Luft riecht nach nassem Laub und Erde. Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison, die je nach Wildart von September bis in den Winter reicht. Halte deinen Hund in Waldgebieten konsequent an der Leine oder in Sichtweite, und achte auf Jagdzeiten und Sperrbereiche, die örtliche Jagdpächter oder Forstämter ausweisen.

Nasslaub auf Wegen und Holzbrücken wird schnell rutschig — für ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen ein echtes Verletzungsrisiko. Wähle bei feuchtem Wetter breitere, befestigte Wege und vermeide steile Abstiege auf nassem Untergrund. Der Herbst ist auch die Zeit, in der Hunde vermehrt auf Eicheln, Bucheckern und Pilze stoßen; viele davon sind für Hunde giftig oder lösen Magen-Darm-Beschwerden aus. Halte deinen Hund davon ab, Dinge vom Boden aufzunehmen.

Für Halloween und andere Herbstveranstaltungen gilt: Schokolade, Süßigkeiten mit Xylit und Kürbisdekoration können für Hunde gefährlich werden. Viele Hundehalter unterschätzen, wie schnell Hunde in belebten Situationen an Süßigkeiten gelangen. Halte deinen Hund in solchen Momenten sicher angeleint und informiere Besucher, nichts ohne deine Erlaubnis zu füttern.

Winter: Kälte, Streumittel und kurze Tage

Der Winter im Taunus kann rauer sein als im Frankfurter Flachland — Schnee und Glätte sind keine Seltenheit. Für viele Hunde ist Schnee ein Hochgenuss; kurzhaarige Rassen oder kleine Hunde können dagegen schnell auskühlen. Ein gut sitzender Hundemantel ist für empfindlichere Tiere keine Luxus, sondern sinnvoller Schutz. Achte auf Anzeichen von Auskühlung: Zittern, Hochziehen der Pfoten und Antriebslosigkeit sind klare Signale, den Spaziergang abzukürzen.

In Bad Homburg werden Gehwege und Straßen bei Glätte mit Streusalz oder Splitt behandelt. Streusalz greift die Pfoten an, reizt zwischen den Zehen und ist beim Lecken giftig. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenschutzwachs bildet eine schützende Schicht und lässt sich einfach auftragen; Pfotenschuhe sind eine Alternative, brauchen aber eine längere Eingewöhnung. Achte auch auf Glatteisschutzmittel auf Basis von Kaliumformiat oder Harnstoff — diese sind weniger aggressiv, aber nicht gänzlich harmlos.

Die kurzen Tage bedeuten: Viele Spaziergänge finden im Dunkeln statt. Mach deinen Hund mit einem Leuchtanhänger oder einem reflektierenden Halsband sichtbar, trage selbst helle oder reflektierende Kleidung. In schlecht beleuchteten Waldwegen ist ein blinkendes Sicherheitslicht für den Hund besonders wichtig — so behältst du ihn auch im Unterholz im Blick. Die Wintermonate eignen sich außerdem gut für Nasenarbeit und Denkspiele drinnen, wenn das Wetter draußen keinen langen Ausflug erlaubt.

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