Hintergrund zur Region
Moabit liegt mittendrin — und genau das macht den Kiez für Hundehaltende so besonders. Der Berliner Innenstadtbezirk im Herzen von Mitte ist auf drei Seiten von Wasser umgeben: die Spree im Süden, der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal im Norden, der Westhafen-Kanal im Westen. Wer hier mit Hund lebt, hat Uferwege, grüne Inseln und dicht bebaute Kieze gleichermaßen vor der Haustür — eine ungewöhnliche Mischung aus Großstadtdichte und überraschend viel Grün.
Morgens riecht es nach Kanal und frischem Asphalt, wenn du mit deinem Hund die Invalidenstraße überquerst und in Richtung Hauptbahnhof-Ufer abbiegst. Tauben pflastern die Wege, Lastkähne schieben sich träge durch das Wasser, und trotzdem findest du Ecken, die ruhig genug sind, um durchzuatmen. Moabit ist kein Hundeausflugsziel im klassischen Sinn — es ist ein lebendiger Alltagsort mit allem, was dazugehört: Märkte, enge Bürgersteige, Schulhöfe, Parks in Gehweite.
Für Tagesausflüge lohnt sich der Blick über Moabit hinaus. Die Bezirksgrenze zu Tiergarten ist fließend, und der gleichnamige große Park beginnt praktisch dort, wo Moabit aufhört. Wer einen Schritt weiter denkt, erreicht den Tegeler Forst, die Havelmündung oder die Seenkette rund um Spandau — alles mit der S-Bahn oder dem Fahrrad. Moabit ist damit kein Endpunkt, sondern ein idealer Ausgangspunkt für Hund und Mensch.
Tagesausflüge mit Hund in Moabit
Das Wasser definiert Moabit — und die besten Ausflüge folgen genau dieser Logik. Vom Spreeufer bis zum weitläufigen Tiergarten und hinaus in die Wälder Berlins öffnet sich ein ganzes Netz an Wegen, sobald du die erste Kreuzung hinter dir gelassen hast.
Spreeufer und Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal
Moabits Wassernetz lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, die kaum einen Schritt auf stark befahrenen Straßen erfordern. Entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals führt ein Uferweg von der Moltkebrücke westwärts — ruhig, breit, mit lockerem Baumbestand, der im Sommer Schatten spendet. Dein Hund kann die feuchte Kanalluft schnuppern, während Frachtschiffe lautlos vorüberziehen. Achte darauf, dass dein Hund nicht ungesichert ins Wasser springt: Die Böschungen sind teilweise steil, und Kanalströmungen sind tückisch.
Weiter südlich, am Spreeufer zwischen Hauptbahnhof und Birkenstraße, ist das Berliner Stadtpanorama allgegenwärtig. Der Weg ist gepflastert und gut begehbar, aber nicht überall hundegerecht zugänglich — prüfe vor Ort, welche Abschnitte gerade offen sind, da Bauarbeiten in dieser schnell wachsenden Gegend häufig auftreten. Das Ufer eignet sich gut für kurze Abendrunden, wenn der Verkehr nachlässt und die Lichter der Stadt sich im Wasser spiegeln.
- Startpunkt: Moltkebrücke oder Lehrter Straße (Kanal-Nordseite)
- Streckenlänge: beliebig verlängerbar Richtung Westhafen
- Boden: Asphalt und Pflaster, wenig Hundekot-Fallen im Unterholz
- Besonderheit: kaum Autoverkehr auf den Uferwegen
Großer Tiergarten — Berlins grüne Lunge direkt vor der Tür
Der Große Tiergarten beginnt unmittelbar südlich von Moabit und ist einer der größten innerstädtischen Parks Deutschlands. Auf mehreren hundert Hektar Wald, Wiesen und Teichanlagen finden Hund und Mensch ausreichend Platz, um dem Kiez zu entkommen. Die breiten Hauptwege sind gut ausgebaut, die Nebenwege sandig und schattig — ideal für Pfoten, die es weicher mögen. Gerade an Wochentagen ist der Park merklich ruhiger als an Sonntagen, wenn Familien und Radfahrende in Scharen kommen.
Im Tiergarten gelten in bestimmten Bereichen Leinenpflicht und Betretungsverbote, besonders rund um Brutgebiete und Rasenflächen, die explizit als hundefreie Zonen ausgewiesen sind. Das Berliner Naturschutzgesetz und die Parkordnung des Bezirksamts regeln dies — prüfe die aktuellen Beschilderungen vor Ort und lies die Informationen des Berliner Senats zu Parks und Grünanlagen, bevor du weitreichende Freilaufpläne machst. Einige Wiesen sind saisonal gesperrt, etwa während der Brut- und Setzzeit.
Besonders empfehlenswert für Hundespaziergänge sind die Wege rund um den Neuen See und die Areale westlich der Straße des 17. Juni. Dort ist es grüner, ruhiger und das Wegenetz weniger auf Fahrradschnellverkehr ausgelegt. Trinkwasser für Hunde: Brunnen gibt es im Park vereinzelt — bring sicherheitshalber eine eigene Flasche mit.
Plötzensee — Wasser, Wald und Atempause
Nördlich von Moabit, gut zu Fuß oder per Rad erreichbar, liegt der Plötzensee — ein kleiner Natursee mitten im Stadtgebiet, umgeben von Bäumen und einem beliebten Badestrand. Für Hunde ist der Bereich rund um den See interessant, weil es abseits des eigentlichen Badebereichs genug Grünfläche und Uferzugang gibt. Ob und wo Hunde im oder am Badestrand erlaubt sind, regelt das Bezirksamt Mitte; informiere dich vorab über die aktuellen Baderegeln, da in Berlin an vielen Badeseen saisonale Einschränkungen für Hunde gelten.
Der Weg vom Moabiter Zentrum zum Plötzensee führt durch ruhigere Wohngebiete und dauert zu Fuß etwa 25 bis 30 Minuten. Alternativ fährst du mit dem Fahrrad — Hund an der Leine ist dabei auf wenig befahrenen Wegen möglich, erfordert aber Übung und volle Aufmerksamkeit. Am See selbst gibt es schattige Plätze, auf denen du pausieren kannst, während dein Hund die Umgebung erkundet.
- Erreichbarkeit: ca. 2,5 km nördlich des Moabiter Zentrums
- ÖPNV: Bus 106 Richtung Saatwinkler Damm, dann kurzer Fußweg
- Tipp: Wochentags morgens ist der See deutlich ruhiger als am Wochenende
Jungfernheide und Tegeler Forst — Ausflug in den Berliner Nordwesten
Wer mit dem Hund mehr Weite braucht, fährt von Moabit aus in etwa 20 Minuten mit der S-Bahn oder dem Bus in den Volkspark Jungfernheide oder weiter in den Tegeler Forst. Die Jungfernheide bietet weitläufige Waldwege, einen Badesee und Wiesenflächen — für Hunde, die gerne rennen und schnüffeln, ein echtes Kontrastprogramm zur Innenstadtdichte. Der Tegeler Forst schließt nahtlos an und erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer bis zur Havel.
In beiden Gebieten gilt: Leinenpflicht in ausgewiesenen Schutzzonen, Freilauf nur auf entsprechend gekennzeichneten Flächen. Die Wege sind gut beschildert, aber nicht alle Abschnitte sind für Hunde zugänglich — Naturschutzbereiche sind konsequent abgesperrt. Aktuelle Informationen findest du beim Bezirksamt Reinickendorf, Fachbereich Natur und Grünflächen. Nimm ausreichend Wasser mit — Trinkmöglichkeiten für Hunde sind im Forst dünn gesät.
Hund und lokale Regeln in Moabit
Berlin hat für Hundehaltende klare Regeln — und Moabit als Teil des Bezirks Mitte bildet da keine Ausnahme. Die Vorschriften klingen trocken, entscheiden aber darüber, ob dein Spaziergang entspannt bleibt oder mit einer Ordnungswidrigkeit endet.
Leinenpflicht in Moabit und im Bezirk Mitte
In Berlin gilt eine allgemeine Leinenpflicht für Hunde in der Öffentlichkeit — auf Straßen, in Parks, auf öffentlichen Plätzen und in Grünanlagen. Die Rechtsgrundlage bildet das Berliner Hundegesetz (HundeG Bln), das du dort nachlesen kannst. Ausnahmen — also Flächen, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — sind explizit ausgewiesen und vergleichsweise selten im dicht bebauten Moabit.
Im Großen Tiergarten und anderen Parkflächen in der Nähe gelten zusätzlich Parkordnungen, die in manchen Bereichen strengere Regeln vorsehen als das allgemeine Hundegesetz. Schilder vor Ort geben verbindliche Auskunft — verlasse dich nicht auf Hörensagen oder ältere Informationen, da die Regelungen regelmäßig angepasst werden. Besonders in der Brut- und Setzzeit (März bis Juli) können befristete Betretungsverbote gelten, die auch für angeleinte Hunde wirksam sind.
Wer in Moabit wohnt und regelmäßig mit dem Hund unterwegs ist, sollte sich die bekannten Auslaufflächen im Bezirk genau anschauen: Sie sind auf der Website des Bezirksamts Mitte aufgeführt. Ein kurzer Blick vor dem nächsten Spaziergang schützt vor unangenehmen Überraschungen.
Anmeldung und Hundesteuer in Berlin
Wer in Berlin einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen anzumelden — und zwar beim Finanzamt, nicht beim Veterinäramt. Berlin erhebt eine Hundesteuer, deren Höhe durch die geltende Steuersatzung festgelegt ist; genaue Beträge erfährst du direkt beim zuständigen Finanzamt oder auf den Seiten der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen. Nenne keine Zahlen aus dem Internet, die veraltet sein könnten — hole dir die aktuellen Werte dort.
Die Anmeldung muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Zuzug oder der Anschaffung des Hundes erfolgen. Wer das versäumt, riskiert ein Bußgeld. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die der Hund im öffentlichen Raum tragen muss — das ist in Berlin Pflicht. Verlierst du die Marke, beantragst du eine Ersatzmarke beim gleichen Finanzamt.
- Zuständig: Finanzamt des Wohnsitzbezirks (für Moabit: Finanzamt Mitte)
- Frist: 2 Wochen nach Anschaffung oder Zuzug
- Hundemarke: muss am Hund getragen werden
- Befreiung möglich: z. B. für Blindenführhunde — Antrag beim Finanzamt
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund
In den Berliner U-Bahnen, S-Bahnen und Bussen dürfen Hunde mitfahren — sie benötigen einen Kinderfahrschein, also ein vergünstigtes Ticket. Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Tasche transportiert werden und nicht größer sind als ein handelsübliches Gepäckstück, fahren in der Regel kostenlos. Die genauen Bedingungen regelt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) — lies die aktuellen Beförderungsbedingungen unter vbb.de nach, bevor du losfahrst, da sich Details ändern können.
Moabit hat eine lebhafte Gastronomie-Szene, und viele Cafés und Restaurants dulden Hunde zumindest im Außenbereich. Ob ein Hund auch im Innenbereich erlaubt ist, liegt im Ermessen des Gastwirts — frag immer kurz nach, bevor du eintrittst, auch wenn die Tür offen steht. Besonders rund um den Arminius-Markt und die Turmstraße gibt es Außenbereiche, die hundefreundlich wirken; eine Garantie ist das aber nicht. Wasserschüsseln für Hunde sind kein Standard — bring eine eigene Falt-Schüssel mit.
Listenhunde, Entsorgungspflicht und Chip
Berlin kennt keine starre Rasseliste im Sinne bestimmter anderer Bundesländer, aber das Berliner Hundegesetz unterscheidet zwischen „gefährlichen Hunden", die einzeln festgestellt werden, und bestimmten Hunderassen, bei denen eine widerlegliche Vermutung der erhöhten Gefährlichkeit gilt. Dazu gehören unter anderem Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen. Für diese Hunde gelten besondere Auflagen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, ein Sachkundenachweis des Halters sowie eine Haltegenehmigung.
Die vollständige Liste und alle Auflagen findest du im Berliner Hundegesetz, das die Senatsverwaltung für Umwelt veröffentlicht. Prüfe die aktuelle Rechtslage — das Gesetz wurde in der Vergangenheit angepasst und könnte sich erneut ändern. Für alle Hunde in Berlin gilt zudem die Chip- und Registrierungspflicht: Dein Hund muss per Mikrochip gekennzeichnet und in einem anerkannten Register eingetragen sein.
Die Entsorgungspflicht für Hundekot ist in Berlin strikt und wird im öffentlichen Raum zunehmend kontrolliert. Im Bezirk Mitte und damit in Moabit sind Hundekotbeutel an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum verfügbar — verlasse dich aber nicht darauf und nimm immer eigene Beutel mit. Das Liegenlassen von Hundekot ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.
Praktisches vor Ort in Moabit
Moabit ist ein dichter, lebendiger Kiez — und wer hier mit Hund lebt, braucht ein verlässliches Netz aus Tierärzten, Betreuungsangeboten und Auslaufmöglichkeiten. Das Folgende gibt dir einen konkreten Einstieg ins Alltagsleben mit Hund in diesem Berliner Stadtteil.
Tierärzte und Notfallversorgung in Moabit
In Moabit und den unmittelbar angrenzenden Kiezen findest du mehrere tierärztliche Praxen für die Grundversorgung deines Hundes. Für Routineuntersuchungen, Impfungen und kleinere Behandlungen lohnt sich ein Blick auf die Praxen entlang der Turmstraße und in den Seitenstraßen rund um den Beusselkiez. Ruf vorab an und frage nach aktuellen Öffnungszeiten sowie Terminen — gerade in Berlin sind viele Praxen ausgebucht.
Für tierärztliche Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten ist Moabit gut gelegen: Die Tierärztliche Hochschule Freie Universität Berlin mit ihrer Notaufnahme ist über die Stadtautobahn erreichbar, und in der näheren Umgebung gibt es Notfallpraxen, die rund um die Uhr geöffnet sind. Speichere dir mindestens eine Notfallnummer vor dem ersten Abend ab. Informiere dich bei deiner Hausarztpraxis für Tiere, welche Notfallklinik sie empfiehlt — die Kollegennetze in Berlin sind gut eingespielt.
Eine hilfreiche Anlaufstelle für die Suche nach zugelassenen Tierärzten in Berlin ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), das auch veterinärrechtliche Informationen bereitstellt. Dort findest du unter anderem Hinweise zu behördlich anerkannten Praxen und zum Tierschutz in der Hauptstadt.
Hundeschulen und Training im Kiez
Moabit selbst ist flächenmäßig überschaubar, aber der Stadtteil profitiert von der Dichte Berlins: Im Umkreis von wenigen U-Bahn-Stationen findest du eine große Auswahl an Hundeschulen, Trainern und Verhaltensberatern. Ob Welpenkurs, Leinenführigkeit oder gezieltes Verhaltensmanagement — das Angebot in den angrenzenden Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Wedding ist breit aufgestellt.
Achte bei der Wahl einer Hundeschule auf zertifizierte Trainer mit nachgewiesener Ausbildung — der Begriff „Hundetrainer" ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Seriöse Anbieter verweisen auf Abschlüsse bei Verbänden wie dem BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) oder vergleichbaren Organisationen. Ein Probekurs ist fast immer möglich und empfehlenswert.
Für Hunde, die Kontakt mit Artgenossen suchen, sind auch organisierte Gruppenspaziergangs-Angebote und Hundesportvereine in Tiergarten und Wedding interessant. Viele davon nutzen die großen Freiflächen im Tiergarten oder im Volkspark Rehberge als Trainingsgelände — beide sind mit dem Fahrrad oder der U-Bahn gut erreichbar.
Auslaufzonen und eingezäunte Hundewiesen
In Moabit selbst sind die offiziellen Hundeauslaufgebiete begrenzt — der Kiez ist dicht bebaut, und Freiflächen sind rar. Der Ottopark an der Turmstraße ist eine bekannte Grünfläche im Herzen Moabits, wo Hundehalter regelmäßig unterwegs sind. Prüfe jedoch die aktuelle Beschilderung vor Ort, da Leinenpflicht und Nutzungsregeln in Berliner Parks per Aushang geregelt werden und sich ändern können.
Der nahe gelegene Große Tiergarten ist die wichtigste Freifläche für Moabiter Hundehalter. Auf bestimmten Wiesenflächen ist das Laufen ohne Leine möglich — die genauen Zonen sind über die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Berlin einsehbar. Informiere dich dort über die aktuellen Regelungen, bevor du deinen Hund freilässt.
Weiter im Norden lohnt der Volkspark Rehberge in Wedding als Ausflugsalternative: großzügige Wiesenflächen, ein Teich und weniger Trubel als im Tiergarten. Mit dem Fahrrad aus Moabit erreichst du die Rehberge in etwa zwanzig Minuten. Für Hunde, die Wasser mögen, ist der Teich im Park ein echter Gewinn — prüfe aber auch hier die Hinweisschilder zur aktuellen Nutzung.
Hundebetreuung, Pensionen und Tagesbetreuung
Wer in Moabit arbeitet oder verreist, findet in Berlin ein dichtes Netz aus Hundetagesstätten, Gassiservices und Pensionen. Im Kiez selbst und in den Nachbarbezirken sind Dogwalker aktiv, die regelmäßige Spaziergänge übernehmen — besonders für Berufstätige ist das ein wichtiger Baustein im Alltag. Plattformen für Tier-Sitting können helfen, geprüfte Angebote in der Nähe zu finden.
Für längere Abwesenheiten empfiehlt sich eine Hundepension außerhalb des Stadtzentrums, wo Hunde mehr Platz und Ruhe haben. Im Berliner Umland, etwa im Havelland oder südlich von Berlin, gibt es Einrichtungen mit großen Geländen. Buche rechtzeitig — gerade in den Ferienzeiten sind gute Pensionen früh ausgebucht.
Manche Hundehalter in Moabit organisieren sich auch nachbarschaftlich: Kiez-Apps und lokale Facebook-Gruppen für Tierhalter in Moabit sind aktiv und eine gute Quelle für Empfehlungen zu Gassiservices, Tierärzten und Betreuungsangeboten. Das funktioniert im dichten Berliner Kiez oft schneller als jede formelle Suche.
Saisonal in Moabit
Berlin und seine Jahreszeiten sind keine Kleinigkeit — Moabit liegt mitten in der Stadt, ohne natürliche Puffer gegen Hitze im Sommer oder Kälte im Winter. Wer seinen Hund gut durch das Jahr bringt, kennt die saisonalen Besonderheiten des Kiezes und der nahen Grünflächen.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Tiergarten und auf Berliner Grünflächen
Im Frühling erwacht der Große Tiergarten — und mit ihm die Brut- und Setzzeit. Zwischen März und Juni nisten Vögel in Büschen und auf dem Boden, Enten brüten an Teichufern, und Kaninchen setzen ihre Jungen. In dieser Zeit gilt im Tiergarten und in anderen Berliner Parks besondere Vorsicht: Hunde sollten auch in ausgewiesenen Freiflächen nicht in dichte Gebüsche rennen und vom Wasser ferngehalten werden, wo Wasservögel brüten.
Berlin verschärft in der Brut- und Setzzeit vereinzelt die Leinenpflicht in bestimmten Parkbereichen. Prüfe die aktuelle Beschilderung vor jedem Besuch — die Regeln können saisonal variieren und werden vom Ordnungsamt kontrolliert. Ein angeleineter Hund schützt nicht nur die Tierwelt, sondern auch dich vor Bußgeldern.
Der Frühling bringt in Moabit außerdem mehr Menschen auf die Straße: Spielende Kinder auf Plätzen, Fahrräder auf Gehwegen, Märkte auf der Turmstraße. Für Hunde, die auf Reize empfindlich reagieren, ist diese Reizüberflutung eine echte Herausforderung. Frühmorgens, bevor der Kiez erwacht, sind ruhige Spaziergänge zum Ottopark oder zur Spree am angenehmsten.
Sommer: Hitze, Asphalt und Abkühlung an der Spree
Moabit hat im Sommer ein Problem, das alle dicht bebauten Berliner Kieze kennen: städtische Hitzeinseln. Asphalt und Beton speichern die Wärme, und in engen Straßen ohne Baumreihen kann es für Hunde gefährlich heiß werden. Teste die Asphalttemperatur mit dem Handrücken — ist es für dich unangenehm, ist es für deine Hundepfoten schmerzhaft.
Plane Spaziergänge in die frühen Morgenstunden und die späten Abendstunden, wenn der Asphalt sich abgekühlt hat. Der Tiergarten bietet tagsüber Schatten unter alten Bäumen und ist damit im Sommer die wichtigste Ressource für Moabiter Hundehalter. Brunnen und Wasserentnahmestellen gibt es im Tiergarten an mehreren Punkten — bring eine faltbare Wasserschale mit.
Für Hunde, die Wasser lieben, ist die Spree ein Anziehungspunkt. Am nördlichen Ufer Moabits und an der Havel in Spandau gibt es Stellen, an denen Hunde ins Wasser können — prüfe aber die aktuelle Wasserqualität und die Zugänglichkeit vor Ort, da nicht alle Uferbereiche öffentlich zugänglich oder für Hunde freigegeben sind. Der Berliner Badestellen-Check des Senats gibt Auskunft über Wasserqualität: Badegewässer Berlin (LAGeSo).
Achte im Sommer außerdem auf Blaualgen in stehenden Gewässern: In manchen Berliner Gewässern treten sie auf und sind für Hunde hochgiftig. Lass deinen Hund nicht aus trüben oder auffällig gefärbten Gewässern trinken, und trockne ihn nach dem Bad gründlich ab.
Herbst: Kastanien, Pilze und der goldene Tiergarten
Der Herbst ist in Moabit und im Tiergarten eine der schönsten Jahreszeiten für Hunde und ihre Menschen. Das Laub färbt sich, die Temperaturen werden angenehm kühl, und der Tiergarten füllt sich mit Gerüchen, die Hunde-Nasen begeistern. Stöckchenwurf unter alten Kastanienbäumen klingt idyllisch — aber Vorsicht: Kastanien sind für Hunde giftig und sollten nicht gefressen werden. Beobachte deinen Hund beim Schnüffeln im Laub aufmerksam.
Pilze sind ein weiteres Herbst-Risiko: Im Tiergarten und in den Rehbergen wachsen nach Regen verschiedene Pilzarten, darunter giftige Arten wie der Knollenblätterpilz. Neugierige Hunde können Pilze fressen, bevor du reagieren kannst — halte deinen Hund in pilzreichen Bereichen an der kurzen Leine und beobachte ihn nach Spaziergängen auf ungewöhnliches Verhalten.
Der Herbst bringt außerdem kürzere Tage — viele Spaziergänge finden in der Dämmerung oder im Dunkeln statt. Reflektoren am Halsband und eine LED-Leine erhöhen die Sichtbarkeit auf Berliner Straßen, wo Radfahrer und Autos auch abends unterwegs sind. Gerade in Moabit mit seinem dichten Straßennetz ist das keine Übervorsicht, sondern Alltag.
Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage im Kiez
Der Berliner Winter ist für Hunde keine leichte Jahreszeit — vor allem in einem Stadtbezirk wie Moabit, wo gestreute Gehwege und Straßen zur täglichen Route gehören. Streusalz und chemische Enteisungsmittel reizen die Pfoten von Hunden und können bei längerem Kontakt zu schmerzhaften Rissen führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Spaziergang lauwarm ab — das ist die einfachste und wirksamste Schutzmaßnahme.
Pfotenschutzwachs kann zusätzlich helfen und bildet eine Schutzschicht gegen Salz und Kälte. Hundeschuhe sind eine weitere Option, aber nicht jeder Hund akzeptiert sie problemlos. Gewöhne deinen Hund frühzeitig daran, wenn du diese Option nutzen möchtest — am besten schon im Herbst, bevor der erste Schnee fällt.
Kurzhaarige oder kleine Hunde frieren im Berliner Winter schnell. Ein gut sitzender Hundemantel ist in Moabit kein modisches Accessoire, sondern sinnvoller Schutz für empfindliche Hunde. Achte darauf, dass der Mantel Bewegungsfreiheit lässt und keine Druckstellen verursacht. Bei extremen Minustemperaturen sollten Spaziergänge kürzer ausfallen und auf die wärmsten Tagesstunden gelegt werden.
Im Winter lohnt es sich, die Haustierapotheke aufzufüllen: Pfotenwachs, ein Erste-Hilfe-Set, ausreichend Futter und Medikamente für chronisch erkrankte Hunde. In Berlin können Schneelagen den Verkehr kurzfristig lahmlegen — wer gut vorbereitet ist, muss bei einem Schneechaos nicht in die Notaufnahme fahren, weil das Herzmedikament ausging.
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