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Lichtenberg

Lichtenberg liegt im Osten Berlins und überrascht viele Hundehalter mit einer unerwarteten Mischung aus Gründerzeitstraßen, weiten Parkflächen und ruhigen Wasserlagen. Wer hier lebt oder zu Besuch ist, entdeckt…

Blick auf Lichtenberg
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

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Worauf du in Lichtenberg je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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Hintergrund zur Region

Lichtenberg liegt im Osten Berlins und überrascht viele Hundehalter mit einer unerwarteten Mischung aus Gründerzeitstraßen, weiten Parkflächen und ruhigen Wasserlagen. Wer hier lebt oder zu Besuch ist, entdeckt einen Bezirk, der fernab des touristischen Trubels echten Alltag mit Hund ermöglicht – grüne Oasen direkt vor der Haustür, gut erreichbare Ausflugsziele und eine gewachsene Nachbarschaft, in der Hunde zum Straßenbild gehören. Der Morgenspaziergang entlang der Rummelsburger Bucht oder durch den Volkspark Lichtenberg beginnt, bevor die Stadt vollständig erwacht, und gehört für viele zum besten Moment des Tages.

Lichtenberg ist kein kompaktes Dorf, sondern ein vielfältiger Berliner Bezirk mit mehreren eigenständigen Ortsteilen – von Friedrichsfelde im Süden bis Hohenschönhausen im Norden. Diese Vielfalt bedeutet für dich als Hundehalter: kurze Wege zu unterschiedlichen Landschaften, ob Kleingärten, Seen, Parks oder alte Industriebrachen, die längst zu grünen Zwischenräumen geworden sind. Die S-Bahn und U-Bahn erschließen das Gebiet gut, sodass du mit deinem Hund schnell in angrenzende Bezirke oder weiter ins Berliner Umland gelangst.

Dieser Bezirk hat eine eigene Stimmung – bodenständig, unaufgeregt, praktisch. Wer hier mit Hund unterwegs ist, begegnet anderen Hundehaltern auf Augenhöhe, findet Grünflächen ohne Hochglanzkulisse und erlebt Berlin in einem Tempo, das dem Stadtleben mit Tier entspricht. Regeln gibt es wie überall in Berlin, und es lohnt sich, sie zu kennen, bevor man loswandert.

Tagesausflüge mit Hund in Lichtenberg

Lichtenberg riecht nach Lindenblüten im Juni, nach nassem Laub im Oktober und nach dem leichten Brackwasser der Spree, wenn der Wind von Osten kommt. Die grünen Korridore des Bezirks laden zu langen Runden ein, die du je nach Jahreszeit und Energie deines Hundes anpassen kannst.

Volkspark Lichtenberg – Grünes Herz des Bezirks

Der Volkspark Lichtenberg ist eine der zentralen Grünflächen des Bezirks und bietet dir auf rund 28 Hektar geschwungene Wege, offene Rasenflächen und baumbestandene Hügel. Dein Hund kann hier je nach ausgewiesener Zone ausgiebig schnüffeln und rennen – der Park ist weitläufig genug, um dem städtischen Trubel zu entkommen. Beachte dabei, dass einzelne Bereiche des Parks, etwa Kinderspielplätze und Liegewiesen, mit Leinenpflicht oder Betretungsverboten für Hunde versehen sein können. Prüfe die aktuellen Beschilderungen vor Ort, bevor du deinen Hund laufen lässt, und informiere dich beim Bezirksamt Lichtenberg über geltende Parkordnungen.

Der Park verfügt über mehrere Eingänge, sodass du eine Route wählen kannst, die deiner täglichen Strecke entspricht. Besonders morgens und in den Abendstunden ist er ruhiger und für hektischere Hunde angenehmer zu begehen. Rund um den Park gibt es Möglichkeiten zum Parken, falls du mit dem Auto anreist, und Bushaltestellen in fußläufiger Nähe für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Rummelsburger Bucht und Spreeufer – Wasser für Wasserratten

Die Rummelsburger Bucht liegt im Grenzbereich zwischen Lichtenberg und Friedrichshain und ist ein echter Geheimtipp für Hundehalter, die Wasser lieben. Das Spreeufer bietet Abschnitte, an denen du entspannt entlanglaufen kannst, während dein Hund das Ufer erkundet und, wo erlaubt, ins Wasser geht. Das Gebiet befindet sich im Wandel – neue Bebauung und öffentliche Zugänglichkeit wechseln sich ab – deshalb solltest du vor jedem Besuch prüfen, welche Uferbereiche aktuell zugänglich sind und welche Regeln dort gelten.

Die Wege entlang der Bucht eignen sich gut für längere Spaziergänge von einer bis zu zwei Stunden, je nachdem wie weit du das Ufer entlangfolgst. An mehreren Stellen hast du Blick auf das Wasser, auf Boote und die Silhouette der Stadt – ein sinnlicher Kontrast zum dichten Stadtgefüge wenige Straßen weiter. Leinen sind im öffentlich zugänglichen Uferbereich in der Regel empfohlen oder vorgeschrieben; überprüfe die Ausschilderung sorgfältig.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde und Umgebung – Ein Ortsteil mit Grünkante

Der Ortsteil Friedrichsfelde im südlichen Lichtenberg ist bekannt für den gleichnamigen Tierpark, einen der flächenmäßig größten Zoos Europas. Hunde dürfen den Tierpark selbst in der Regel nicht betreten – prüfe die aktuellen Einlassregeln direkt beim Tierpark Berlin, da sich die Hausordnung ändern kann. Interessant für Hundehalter ist jedoch die Umgebung des Tierparks: Die angrenzenden Straßen und Grünstreifen sowie der Weg entlang der Tierparkmauer bieten eine ruhige Runde, die sich besonders für einen frühmorgendlichen Spaziergang eignet.

In Friedrichsfelde gibt es außerdem mehrere kleinere Grünanlagen und Alleen, die zum Durchatmen einladen. Der Kontrast zwischen gründerzeitlicher Bebauung und plötzlichen grünen Lücken ist typisch für diesen Teil Lichtenbergs. Wenn du mit deinem Hund hier entlangläufst, bekommst du ein authentisches Bild des alten Ost-Berlins – ruhig, ein bisschen verwunschen, sehr menschlich.

Obersee und Orankesee – Seenlandschaft im Norden

Im Ortsteil Hohenschönhausen liegen der Obersee und der Orankesee, zwei innerstädtische Seen mit umliegenden Grünflächen, die bei Berliner Hundehaltern sehr beliebt sind. Die Wege rund um die Seen sind gut begehbar und bieten je nach Jahreszeit angenehm viel Schatten. Im Sommer wird das Gebiet stärker frequentiert – an heißen Tagen empfiehlt sich ein früher Aufbruch, damit dein Hund die Runde ohne zu viel Hitze und Trubel genießen kann.

Auch hier gilt: Das Baden von Hunden ist nicht an allen Uferabschnitten erlaubt, und die Regeln für Badestellen sind klar geregelt, um Badegäste und Tiere zu schützen. Informiere dich vorab, welche Bereiche als offizielle Badestellen ausgewiesen sind – dort ist der Hundeeinlass eingeschränkt oder untersagt. Die Grünflächen rund um die Seen bieten aber auch ohne Wasserzugang genug Platz für ausgedehnte Spaziergänge. Der Senat für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin stellt Informationen zu Berliner Gewässern und Grünflächen bereit.

Hund und lokale Regeln in Lichtenberg

Berlin riecht nach Geschichte und Gegenwart zugleich – und wer mit Hund durch Lichtenberg läuft, spürt, dass diese Stadt klare Erwartungen an ihre Hundehalter stellt. Regeln sind hier kein Hindernis, sondern der Rahmen, der das Miteinander im dichten Stadtgefüge möglich macht.

Leinenpflicht in Berlin – Was gilt wo?

In Berlin gilt keine generelle, bezirkseinheitliche Leinenpflicht auf allen öffentlichen Flächen – die Regeln unterscheiden sich je nach Ort, Grünanlage und Jahreszeit. Grundsätzlich besteht Leinenpflicht in vielen Parks, auf Spielplätzen, Friedhöfen, Märkten und in öffentlichen Gebäuden. In bestimmten Grünanlagen gibt es ausgewiesene Hundeauslaufgebiete, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen – diese sind durch Schilder gekennzeichnet.

Das Berliner Hundegesetz (Hundegesetz Berlin) regelt die grundlegenden Pflichten; ergänzend dazu erlassen die Bezirke eigene Parkordnungen. Für Lichtenberg ist das Bezirksamt Lichtenberg zuständig, das aktuelle Informationen zu Grünanlagen und dort geltenden Regeln bereithält. Verlasse dich nicht auf Hörensagen – prüfe die Beschilderung in jeder Anlage und informiere dich im Zweifel direkt beim Bezirksamt Lichtenberg, bevor du deinen Hund von der Leine lässt.

Folgende Orte verlangen in Berlin fast immer eine angeleinte Führung:

  • Kinderspiel- und Bolzplätze
  • Friedhöfe und Gedenkstätten
  • Märkte und Veranstaltungsflächen
  • Naturschutzgebiete und Gewässerufer mit entsprechender Ausweisung
  • Öffentliche Verkehrsmittel (BVG-Regelung beachten)

Hundesteuer und Anmeldung – Was du in Berlin beachten musst

In Berlin bist du als Hundehalter gesetzlich verpflichtet, deinen Hund innerhalb eines Monats nach der Anschaffung beim Finanzamt anzumelden. Die Hundesteuerpflicht gilt berlinweit und ist nicht bezirksspezifisch. Die Höhe der Hundesteuer richtet sich nach der aktuellen Berliner Hundesteuersatzung – konkrete Beträge solltest du direkt bei der zuständigen Stelle erfragen oder auf der offiziellen Website des Berliner Senats einsehen, da sich Sätze ändern können.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Hund beim Gassi-Gehen sichtbar tragen muss. Das Führen eines nicht angemeldeten Hundes kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Informiere dich über die aktuellen Verfahren und Zuständigkeiten auf der Website der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin. Hunde, die bereits in einem anderen Berliner Bezirk oder einer anderen Gemeinde angemeldet waren, müssen bei einem Umzug umgemeldet werden.

Listenhunde und besondere Auflagen in Berlin

Berlin kennt eine Rasseliste gemäß dem Berliner Hundegesetz. Hunde bestimmter Rassen oder Kreuzungen – darunter unter anderem American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu – gelten als potenziell gefährlich und unterliegen besonderen Haltungsauflagen. Dazu können Wesenstest, Sachkundenachweis, Haftpflichtversicherung und Leinenpflicht sowie Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum gehören, unabhängig davon, wie friedlich das individuelle Tier ist.

Als Halter eines Hundes, der unter die Berliner Regelungen fällt, bist du verpflichtet, die spezifischen Anforderungen zu kennen und einzuhalten. Informiere dich direkt beim zuständigen Veterinäramt deines Bezirks oder auf den Seiten des Berliner Senats über die aktuell geltenden Rasselisten und Auflagen – diese können sich durch Gesetzesänderungen verschieben. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Lichtenberg ist dein erster Ansprechpartner für konkrete Fragen zu deinem Tier.

Öffentliche Verkehrsmittel, Gastronomie und Entsorgung

In den Berliner öffentlichen Verkehrsmitteln der BVG dürfen Hunde mitfahren – allerdings gelten Bedingungen: Kleine Hunde in einer geeigneten Transporttasche oder -box fahren in der Regel kostenlos, größere Hunde benötigen ein eigenes Ticket zum Kindertarif und müssen angeleint und mit Maulkorb gesichert sein. Zu Stoßzeiten kann die Mitnahme eingeschränkt sein; prüfe die jeweils aktuellen BVG-Beförderungsbedingungen, bevor du einsteigst.

Gastronomie in Lichtenberg zeigt sich hundefreundlich – viele Cafés und Restaurants mit Außenbereich lassen Hunde im Außenbereich zu. Eine gesetzliche Pflicht zur Hundeaufnahme gibt es nicht, und der Zutritt liegt im Ermessen der Betreiber. Frage immer vorab, ob dein Hund willkommen ist, und respektiere eine Ablehnung. Hundekotbeutel-Spender gibt es an mehreren Stellen im Bezirk; trotzdem ist es ratsam, eigene Tüten dabei zu haben. Das Hinterlassen von Hundekot auf Gehwegen und in Grünanlagen ist in Berlin bußgeldbewehrt – entsorge konsequent und nutze die vorhandenen Abfallbehälter.

Praktisches vor Ort in Lichtenberg

Lichtenberg ist ein Bezirk, der wächst – und mit ihm die Infrastruktur für Hunde. Wer hier lebt oder zu Besuch ist, findet Tierärzte, Hundeschulen und Auslaufzonen in greifbarer Nähe. Ein paar Adressen und Orientierungspunkte helfen dir, im Alltag schnell das Richtige zu finden.

Tierärzte und tierärztlicher Notdienst

In Lichtenberg und den direkt angrenzenden Stadtteilen gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Hunde versorgen – von der Impfung über die Routineuntersuchung bis zur Behandlung akuter Beschwerden. Für den Alltag lohnt es sich, eine Praxis in der Nähe deiner Wohnung fest einzuplanen und die Telefonnummer gut sichtbar zu notieren. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten übernehmen Berliner Tierkliniken den Notdienst; die aktuelle Notdienstliste findest du beim Berliner Senat für Gesundheit oder direkt bei der Berliner Tierärztekammer. Ruf im Zweifelsfall zuerst an – viele Kliniken haben unterschiedliche Notdienstzeiten.

Besonders nachts oder an Feiertagen ist eine 24-Stunden-Klinik oft die einzige Option. Berlin verfügt über mehrere solche Einrichtungen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Halte Impfpass und Versicherungsunterlagen deines Hundes griffbereit – das spart wertvolle Zeit in Stresssituationen. Frag deine reguläre Praxis nach dem Notdienstpartner, den sie empfiehlt.

Hundeschulen und Trainer in Lichtenberg

Wer mit einem Welpen einzieht oder einen neuen Hund aus dem Tierheim holt, sucht schnell nach einer guten Hundeschule im Bezirk. In Lichtenberg und den Nachbarbezirken Marzahn-Hellersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg gibt es verschiedene Anbieter – von der klassischen Grundausbildung bis zu Verhaltenstherapie und Nasenarbeit. Achte bei der Auswahl auf eine tierschutzkonforme Methodik ohne Strafreize und auf Trainer mit anerkanntem Ausbildungsnachweis.

Einzelstunden beim Hundetrainer eignen sich besonders, wenn dein Hund spezifische Probleme zeigt – etwa Leinenaggression oder starke Trennungsangst. Für die Grundsozialisierung ist eine Welpengruppe mit festen Terminen oft der bessere Start. Informiere dich im Vorfeld, ob die Schule eine Probestunde anbietet – das gibt dir und deinem Hund die Chance, die Chemie zu testen. Eine Übersicht über eingetragene Betriebe findest du auch über die Website des Bezirksamts Lichtenberg.

Einige Hundeschulen bieten zusätzlich Tagesbetreuung oder Trainingsgruppen für sozial verträgliche Hunde an. Das ist praktisch, wenn du berufstätig bist und deinem Hund trotzdem tägliche Sozialkontakte ermöglichen möchtest. Frag gezielt nach, welche Gruppengrößen die Schule anbietet – kleinere Gruppen sind für unsichere Hunde oft besser geeignet.

Auslaufzonen und eingezäunte Freilaufflächen

Berlin hat in den vergangenen Jahren das Netz an eingezäunten Hundeauslaufgebieten ausgebaut. In Lichtenberg gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde ohne Leine rennen und toben dürfen – vorausgesetzt, du erfüllst die Voraussetzungen des jeweiligen Geländes. Die aktuellen Standorte und Nutzungsregeln veröffentlicht das Berliner Senat für Umwelt und Klimaschutz auf seiner Website – prüfe dort die aktuellen Informationen, bevor du hingehst.

Viele Auslaufzonen befinden sich in Parkanlagen oder an Grünstreifen entlang von Bahntrassen. Im Volkspark Friedrichsfelde, der an Lichtenberg grenzt, gibt es weitläufige Wiesenflächen, die sich für bewegungsfreudige Hunde eignen – informiere dich aber vor Ort über die geltenden Regeln, da Leinenpflicht und Freiflächen klar voneinander getrennt sein können. Eingezäunte Bereiche haben den Vorteil, dass Hunde auch dann frei laufen können, wenn der Rückruf noch nicht zuverlässig sitzt.

Halte die Flächen sauber: Hundekotbeutel und Mülleimer sind in den meisten Auslaufzonen vorhanden, aber nicht überall. Nimm eigene Beutel mit und entsorge sie in den dafür vorgesehenen Behältern – das schützt die Gemeinschaftsflächen und verhindert Nutzungskonflikte mit anderen Parkbesuchern.

Hundebetreuung und -pensionen

Wer beruflich eingespannt ist oder verreist, braucht eine verlässliche Betreuungslösung für seinen Hund. In Lichtenberg und Umgebung gibt es gewerbliche Hundetagesstätten, registrierte Gassigeher und private Hundepensionen. Bei der Auswahl solltest du auf einen gültigen Sachkundenachweis des Betreuers achten – in Berlin ist dieser für gewerbliche Hundehalter und -betreuer gesetzlich vorgeschrieben.

Bevor du deinen Hund in einer neuen Einrichtung oder bei einer neuen Person lässt, vereinbare einen Probebesuch. So kannst du sehen, wie die Betreuungsperson mit deinem Hund umgeht, und dein Hund kann die Umgebung kennenlernen. Frag nach der maximalen Gruppengröße, dem Tagesablauf und der Notfallregelung bei Erkrankung. Für längere Abwesenheiten ist eine Hundepension mit Übernachtung oft komfortabler als eine Tierpension im Käfig – Hunde schlafen in vertrautem Umfeld ruhiger.

Alternativ bieten Plattformen für private Tier-Betreuung die Möglichkeit, Hunde bei erfahrenen Privatpersonen in deren Zuhause unterzubringen. Das kann gerade für sehr menschenbezogene oder ältere Hunde weniger stressig sein als eine klassische Pension. Sprich im Zweifelsfall mit deiner Tierarztpraxis – dort kennt man oft verlässliche lokale Betreuungsangebote aus dem direkten Umfeld.


Saisonal in Lichtenberg

Der Berliner Jahreslauf schreibt seinen eigenen Rhythmus – und der gilt auch für Hunde. Ob frischer Frühlingswind über dem Tierpark oder frostiger Januarmorgen an der Rummelsburger Bucht: Jede Jahreszeit bringt eigene Freuden und eigene Vorsichtsmaßnahmen mit sich.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Grünen

Wenn die Tage in Lichtenberg länger werden, zieht es Hundebesitzer früher hinaus in Parks und Grünflächen. Gleichzeitig beginnt die Brut- und Setzzeit vieler Tiere – und das bedeutet: In bestimmten Bereichen gelten verschärfte Anleinpflichten oder Betretungsverbote. Bodenbrütende Vögel wie Lerchen oder Fasane reagieren empfindlich auf Störungen durch freilaufende Hunde.

Halte deinen Hund in der Zeit von März bis Juli besonders in Waldrandbereichen, auf Wiesen und in Uferzonen an der Leine, sofern kein ausdrückliches Freilaufgebot gilt. Das gilt auch dann, wenn dein Hund normalerweise zuverlässig abrufbar ist – Wildgeruch ist für viele Hunde ein starker Reiz, dem auch gut ausgebildete Tiere nachgeben. Die Grünflächenämter der Berliner Bezirke weisen auf saisonale Sperrungen hin; informiere dich direkt beim Bezirksamt Lichtenberg über aktuelle Hinweisschilder in deiner Umgebung.

Der Frühling bringt auch Zecken mit sich – in Lichtenberg sind Grünflächen entlang der Spree, im Volkspark Friedrichsfelde und in Kleingartenbereichen potenzielle Zeckenhabitate. Prüfe deinen Hund nach jedem Ausflug ins Grüne gründlich, besonders an Achseln, Ohren, Leiste und zwischen den Zehen. Sprich mit deiner Tierarztpraxis über eine geeignete Zeckenprophylaxe – die Optionen reichen von Spot-ons über Halsbänder bis zu Tabletten.

Sommer: Hitze, Wasser und Asphalt

Berliner Sommer können heiß werden – und das ist für Hunde ernst zu nehmen. Asphalt und Pflastersteine heizen sich an Sonnentagen auf über 50 Grad auf und verbrennen Pfoten innerhalb weniger Minuten. Mach den Handflächentest: Wenn du die Handfläche nicht sieben Sekunden auf den Boden halten kannst, ist es für deinen Hund zu heiß. Verlege Spaziergänge auf den frühen Morgen oder den späten Abend.

An der Rummelsburger Bucht, die Lichtenberg im Süden begrenzt, gibt es Uferzonen, die Hunden Zugang zum Wasser ermöglichen können – prüfe aber vor Ort die aktuellen Regelungen, da Badestellen und Hundebereiche nicht immer identisch sind. Wasser ist im Sommer besonders wichtig: Führe auf jedem längeren Spaziergang eine faltbare Trinkschale und ausreichend Wasser mit. Vermeide Mittagshitze und achte auf Zeichen von Überhitzung wie starkes Hecheln, Stolpern oder Orientierungslosigkeit.

Im Sommer steigt auch das Blaualgen-Risiko in stehenden Gewässern. Berliner Seen und Teiche können bei Hitze und Windstille betroffen sein – Kontakt mit Blaualgen kann für Hunde tödlich sein. Informiere dich über aktuelle Badegewässerwarnungen beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), bevor du deinen Hund in einem natürlichen Gewässer schwimmen lässt.

Herbst: Pilze, Kastanien und Dämmerungsspaziergänge

Im Herbst verändert sich das Licht in Lichtenberg – die Spaziergänge verschieben sich, und plötzlich läuft man morgens und abends in der Dämmerung oder Dunkelheit. Sorge für gute Sichtbarkeit: Ein Reflektionsgeschirr, ein LED-Anhänger oder ein leuchtendes Halsband helfen anderen Verkehrsteilnehmern, deinen Hund früh zu erkennen – besonders an stark befahrenen Straßen und unbeleuchteten Parkwegen.

Der Herbst bringt reiche Kastanien- und Pilzernten mit sich. Kastanien sind für Hunde leicht giftig und können bei größeren Mengen Magen-Darm-Beschwerden auslösen – halte deinen Hund davon ab, sie vom Boden zu fressen. Noch wichtiger: Wildpilze können hochgiftig sein, und Hunde schnuppern und fressen unterwegs oft unbemerkt. Trainiere ein zuverlässiges „Lass es" oder nutze einen Leckerschleckkorb, um abzulenken. Wenn dein Hund etwas Unbekanntes gefressen hat und Symptome zeigt, suche sofort einen Tierarzt auf.

Herbstliches Laub klingt romantisch, birgt aber auf nassen Wegen ein Rutschrisiko – sowohl für dich als auch für deinen Hund. Ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen profitieren von kürzeren, gezielteren Spaziergängen statt langer Touren auf unebenem Untergrund. Wärme dich und deinen Hund nach nassen Herbsttagen gut auf – ein feuchter Hund kühlt schnell aus, besonders kurzhaarige Rassen oder ältere Tiere.

Winter: Streusalz, Kälte und Dunkelheit

Berliner Winter sind selten extrem, aber das Streusalz auf Gehwegen ist eine der größten Gefahren für Hundepfoten in der kalten Jahreszeit. Salz reizt die empfindliche Haut zwischen den Zehen und kann zu schmerzhaften Entzündungen führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab – das dauert nur eine Minute und schützt zuverlässig. Pfotenschutzwachs vor dem Spaziergang aufzutragen hilft zusätzlich als Barriere.

Kleine Hunde, kurzhaarige Rassen und alte oder kranke Tiere vertragen Kälte schlechter als robuste Mittelgroße. Ein Hundemantel ist bei diesen Tieren ab etwa fünf Grad und darunter kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz. Achte darauf, dass der Mantel nicht scheuert und den Hund in seiner Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Kurze, häufige Runden sind im Winter oft angenehmer als eine lange Tour im Frost.

Im Winter sinkt auch die Motivation für regelmäßige Spaziergänge – nachvollziehbar, aber für den Hund trotzdem wichtig. Nutze die ruhigen Wintermonate, um mit deinem Hund Nasenarbeit, Tricktraining oder Indoor-Beschäftigung auszuprobieren. Das hält ihn geistig fit und gleicht reduzierte Bewegung teilweise aus. Wenn du im Stadtgebiet auf gefrorene Gewässer stößt, halte deinen Hund vom Eis fern – die Tragfähigkeit ist oft nicht verlässlich einzuschätzen, und Eisbrüche können lebensgefährlich sein.

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