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Lörrach

Lörrach liegt dort, wo Deutschland, die Schweiz und Frankreich sich die Hand geben. Die Dreiländerregion am südlichen Schwarzwald bietet Hundehaltenden ein dichtes Netz aus Waldwegen, Flussufern und Weinberghängen…

Blick auf Lörrach
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Saisonale Hinweise

Saisonkalender

Worauf du in Lörrach je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

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In Lörrach selbst sind erst wenige Fachleute eingetragen. Diese Tierärzte, Hundeschulen und Betriebe in der Nähe helfen dir weiter.

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Hintergrund zur Region

Lörrach liegt dort, wo Deutschland, die Schweiz und Frankreich sich die Hand geben. Die Dreiländerregion am südlichen Schwarzwald bietet Hundehaltenden ein dichtes Netz aus Waldwegen, Flussufern und Weinberghängen — alles nah beieinander, alles gut zu Fuß erreichbar. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, findet eine Stadt, die trotz urbaner Dichte schnell ins Grüne entlässt.

Der Duft von Wiesenkräutern am Röttler Wald, das Rauschen der Wiese an der Stadtgrenze, der Blick hinüber zum Basler Münster — Lörrach ist kein Ausflugsziel, das sich selbst inszeniert, sondern eines, das sich beim Gehen erschließt. Hunde spüren das sofort: Die Wege verzweigen sich, die Nase hat immer etwas zu tun, und die Wälder fangen schon wenige Fußminuten hinter den letzten Reihenhäusern an.

Ob du hier wohnst und täglich mit deinem Hund unterwegs bist, oder ob du einen Tagesausflug aus Basel, Freiburg oder dem Markgräflerland planst — diese Seite fasst zusammen, was du vor Ort wissen musst: welche Routen sich lohnen, welche Regeln gelten und wo du im Notfall Hilfe findest. Alle Angaben zu Regeln sind Richtwerte; prüfe aktuelle Verordnungen stets direkt bei der Stadt oder dem zuständigen Amt.

Tagesausflüge mit Hund in Lörrach

Der Schwarzwaldrand fängt hier keine hundert Meter hinter den letzten Häusern an. Lörrach ist von Natur durchzogen — Bachtäler, Hangwälder, Rebzeilen und Wiesen wechseln sich ab, ohne dass du ein Auto brauchst. Die folgenden Orte und Routen sind bewährte Anlaufpunkte für Mensch und Hund.

Röttler Wald und Burgruine Rötteln

Der Röttler Wald ist das grüne Rückgrat von Lörrach. Er zieht sich vom Stadtrand hinauf zu den Hängen oberhalb von Haagen und Hauingen und bietet ein weitläufiges Wegenetz aus Forst- und Wanderwegen. Der Waldboden ist weich, die Wege sind meist breit und übersichtlich — gut für Hunde, die gern die Nase in Bodennähe halten. Ein konkretes Ziel im Wald ist die Burgruine Rötteln, eine der größten Burgruinen Südwestdeutschlands. Der Aufstieg über den Waldpfad dauert je nach Startpunkt zwischen zwanzig und vierzig Minuten; der Weg ist für Hunde gut machbar. Auf dem Burgareal selbst gelten möglicherweise besondere Regeln für Hunde — prüfe die aktuelle Regelung direkt bei der Stadt Lörrach oder am Eingang vor Ort. Der Blick vom Burgfelsen über das Wiesental und hinüber in die Schweiz entschädigt für jeden Höhenmeter.

Im Wald selbst gilt es, die Brut- und Setzzeiten zu beachten: In bestimmten Bereichen können saisonale Wegesperren oder Leinenpflichten gelten, besonders im Frühjahr. Halte dich an die aufgestellten Hinweisschilder und lass deinen Hund nicht in Dickungen oder abgesperrte Forstbereiche laufen. Das Forstamt des Landkreises Lörrach informiert über aktuelle Sperrungen.

Wiesental — Wege entlang der Wiese

Die Wiese fließt durch das Herz von Lörrach und gibt dem Tal seinen Namen. Das Flussufer ist ein natürlicher Spazierweg, der sich ohne große Höhenunterschiede auch an Tagen eignet, an denen du einfach losgehen willst, ohne zu planen. Der Wiesentalradweg verläuft auf weiten Strecken direkt am Wasser und ist für Fußgänger und Hunde gleichermaßen zugänglich, auch wenn du auf Begegnungen mit Radfahrern achten solltest. In Abschnitten durch dichtere Wohnbereiche kann eine Leinenpflicht bestehen — prüfe Beschilderungen vor Ort.

Im Sommer bietet das Wieserufer natürliche Wassereinstiegsstellen für Hunde. Achte auf Strömung: Die Wiese kann nach Regenfällen mehr Kraft entwickeln, als sie auf den ersten Blick zeigt. Halte Badestellen für deinen Hund nur dort, wo keine Verbotsschilder stehen, und lass ihn nicht in die Nähe von Wehranlagen oder Brückenpfeilern. Die Route lässt sich gut mit einem Abstecher in die Altstadt verbinden, wenn du Lust auf Einkehr hast.

Tüllinger Berg und Weinberge

Der Tüllinger Berg liegt westlich der Stadt und ist einer der besten Aussichtspunkte der Region. Von der Kuppe aus siehst du gleichzeitig in den Schwarzwald, über Basel bis in den Elsass — an klaren Tagen sogar die Alpenkette am Horizont. Die Weinberghänge am Tüllinger sind Teil des Markgräflerlands und werden aktiv bewirtschaftet. Das bedeutet: Zwischen den Rebzeilen gelten teils enge Wege, und während Ernte- oder Spritzzeiten solltest du die Hauptwege nicht verlassen. Hunde an der Leine sind hier nicht nur eine Regel, sondern auch eine Frage des guten Miteinanders mit den Winzern.

Oben auf dem Plateau gibt es offene Wiesenwege, die deinem Hund mehr Bewegungsfreiheit lassen. Der Aufstieg vom Lörracher Stadtrand dauert etwa dreißig bis vierzig Minuten zu Fuß. Eine Einkehr in eines der Straußenwirtschaften auf dem Tüllinger ist möglich — ob Hunde auf der Terrasse willkommen sind, fragst du am besten direkt vor Ort an. Das Tourismusprogramm der Region findest du beim Schwarzwald Tourismus.

Grenzregion und Dreiländereck — ein Wort zur Einreise

Wer von Lörrach aus einen Abstecher in die Schweiz oder nach Frankreich plant, muss einige grenzüberschreitende Besonderheiten kennen. Für die Einreise in die Schweiz mit Hund gelten EU-Einreiseregeln für Heimtiere: Mikrochip, gültiger Tollwutimpfschutz und EU-Heimtierausweis sind Pflicht. Frankreich verlangt ähnliches. Informiere dich vor dem Ausflug bei der zuständigen Behörde — aktuelle Informationen liefert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft oder die Schweizer Grenzveterinärbehörde. Plane auch genug Zeit für eventuelle Kontrollen ein, auch wenn der tägliche Grenzverkehr im Dreiländereck oft unkompliziert ist.

Innerhalb von Lörrach selbst bietet der Bereich um den Dreiländerpark auf der deutschen Seite ruhige Grünflächen und Fußwege entlang des Rheinufers — ein lohnender Abschnitt mit direktem Wasserblick und internationalem Flair, ohne gleich die Grenze zu passieren.

Hund und lokale Regeln in Lörrach

Morgens um sieben auf dem Bürgersteig, mittags im Park, abends noch eine Runde im Wald — wer mit Hund in Lörrach lebt, bewegt sich täglich durch unterschiedliche Regelzonen. Was gilt wo und wann? Das Folgende gibt dir einen Überblick; verbindliche Auskunft erteilt immer das zuständige Amt direkt.

Leinenpflicht in Lörrach

In Lörrach gilt im öffentlichen Bereich eine allgemeine Leinenpflicht in definierten Zonen — dazu gehören belebte Fußgängerzonen, öffentliche Parks, Spielplatzumgebungen und Bereiche mit hohem Fußgängeraufkommen. Die genaue räumliche Ausdehnung dieser Pflicht ist in der örtlichen Polizeiverordnung geregelt. Verlasse dich nicht auf mündliche Überlieferungen anderer Hundehalter, sondern prüfe die aktuelle Fassung der Verordnung direkt bei der Stadt Lörrach.

Im Röttler Wald und auf Feldwegen außerhalb bebauter Gebiete entfällt die Leinenpflicht in vielen Abschnitten — sie kann aber saisonal und bereichsweise verschärft werden, zum Beispiel während der Brut- und Setzzeit von Februar bis Juli. Schilder vor Ort zeigen dir, was jeweils gilt. Ein freilaufender Hund in der Leinenpflichtzone kann ein Bußgeld nach sich ziehen; die Höhe bestimmt die aktuelle Ordnungswidrigkeitenregelung des Landes Baden-Württemberg.

Praktisch wichtig: Auch dort, wo keine Leinenpflicht besteht, bist du als Halterin oder Halter für das Verhalten deines Hundes verantwortlich. Wenn dein Hund andere Menschen, Kinder, Tiere oder Wild beunruhigt, musst du sofort reagieren — das gilt unabhängig von jeder Leinenpflicht.

Anmeldung und Hundesteuer

In Deutschland ist die Hundesteuer eine kommunale Abgabe. In Lörrach muss du deinen Hund bei der Stadtverwaltung anmelden und die entsprechende Steuer entrichten. Die genaue Höhe der Jahresabgabe regelt die örtliche Hundesteuersatzung — prüfe die aktuellen Beträge direkt bei der Kämmerei oder dem Ordnungsamt der Stadt Lörrach. Keine Angabe auf dieser Seite ersetzt die offizielle Auskunft, da Satzungen geändert werden können.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Tier am Halsband tragen sollte. Das erleichtert im Verlustfall die Zuordnung erheblich. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert Nachforderungen und mögliche Bußgelder. Die Anmeldung ist unkompliziert und in der Regel persönlich oder schriftlich möglich — die genauen Wege beschreibt die Stadtverwaltung auf ihrer Website.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie

Im öffentlichen Nahverkehr in Lörrach gilt: Hunde werden in Bussen und Bahnen des Regio-Verkehrsverbundes Lörrach (RVL) in der Regel mitgenommen, wenn sie nicht andere Fahrgäste gefährden oder belästigen. Kleine Hunde in geeigneten Transportboxen oder Tragetaschen sind meist ohne Aufpreis erlaubt; für größere Hunde wird häufig ein Ticket zum Kinderpreis verlangt. Die verbindlichen Beförderungsbedingungen veröffentlicht der RVL auf seiner Website — prüfe sie vor deiner Fahrt, da sich Regelungen ändern können. Im Grenzverkehr in die Schweiz (S-Bahn Basel) gelten die Bedingungen der SBB.

In Lörracher Cafés und Restaurants entscheidet jede Gastronomie selbst, ob Hunde willkommen sind. Terrassen und Biergärten sind oft hundfreundlicher als Innenräume. Ruf vor deinem Besuch kurz an oder frag beim Betreten — eine freundliche Nachfrage wird in der Regel positiv aufgenommen. Auf dem Tüllinger Berg, in den Straußenwirtschaften und in manchen Lokalen der Altstadt sind hundebegleitete Gäste auf der Terrasse erfahrungsgemäß willkommen, aber eine offizielle Garantie kann diese Seite nicht geben.

Listenhunde, Kampfhunderegelung und Entsorgung

Baden-Württemberg kennt keine landesweite Rasseliste im Sinne eines pauschalen Verbots bestimmter Rassen — das Landeshundegesetz Baden-Württemberg regelt jedoch, dass Hunde ab einer bestimmten Schulterhöhe oder einem bestimmten Gewicht sowie Hunde, die als gefährlich eingestuft wurden, einem Wesenstest unterzogen werden können. Zudem gibt es Regelungen zu Hunden, die Auffälligkeiten gezeigt haben. Ob dein Hund unter besondere Auflagen fällt, prüfst du verbindlich beim Veterinäramt des Landkreises Lörrach. Allgemeine Informationen zum Landeshundegesetz Baden-Württemberg findest du beim Umweltministerium Baden-Württemberg.

Zur Hinterlassenschaftsentsorgung: In Lörrach sind im Stadtgebiet und in Parks Kotbeutelspender und Abfallbehälter aufgestellt. Nutze sie konsequent — nicht nur aus Höflichkeit, sondern weil das Liegenlassen von Hundekot im öffentlichen Raum bußgeldbewehrt ist. Nimm zur Sicherheit immer eigene Beutel mit, denn Spender können leer sein. Gerade auf beliebten Waldwegen und im Wiesenbereich ist das Entsorgen von Kot ein Thema, das das Verhältnis zwischen Hundehaltenden und anderen Erholungssuchenden spürbar beeinflusst.

Praktisches vor Ort in Lörrach

Lörrach ist eine lebendige Grenzstadt mit rund 50 000 Einwohnern — und wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, findet eine gute Infrastruktur vor. Von der tierärztlichen Notversorgung bis zur Hundeschule: Die folgenden Abschnitte helfen dir, dich schnell zu orientieren.

Tierärzte und Notfallversorgung in Lörrach

In Lörrach und im unmittelbaren Umfeld gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelsprechstunde versorgen. Für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten ist es wichtig, bereits bei der Ankunft die aktuelle Notdienstliste zu kennen — diese wechselt wöchentlich unter den Praxen der Region. Ruf im Zweifel direkt in einer Praxis an: Der Anrufbeantworter gibt dir in der Regel die Nummer des aktuellen Notdienstes. Eine zusätzliche Option ist die Tierklinik im benachbarten Freiburg im Breisgau, die rund um die Uhr erreichbar ist und spezialisierte Behandlungen anbietet.

Wer aus der Schweiz kommt und in Lörrach einen Tierarzt aufsucht, sollte beachten, dass deutsche Tierärzte nach der deutschen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abrechnen — die Kosten können sich von Schweizer Tarifen unterscheiden. Halte im Notfall deinen EU-Heimtierausweis bereit, falls du aus dem benachbarten Ausland einreist. Aktuelle Praxisadressen und Notdienstinformationen findest du beim Stadtportal Lörrach oder über die Landestierärztekammer Baden-Württemberg.

Hundeschulen und Training in Lörrach

Im Stadtgebiet Lörrach und im Landkreis sind mehrere Hundeschulen und Trainingsanbieter aktiv. Das Angebot reicht von der klassischen Welpengruppe über Gehorsamkeitstraining bis hin zu Sporteinheiten wie Agility oder Mantrailing. Gerade für Neuzuzügler lohnt es sich, frühzeitig einen Platz in einer Grundkursgruppe zu sichern — beliebte Kurse sind oft Wochen im Voraus ausgebucht.

Achte bei der Wahl der Hundeschule auf zertifizierte Trainer mit anerkannter Ausbildung, etwa nach den Richtlinien des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Eine erste Orientierung gibt dir das VDH-Schulungsportal, das eine Suche nach Mitgliedsvereinen in deiner Region ermöglicht. Lokale Tierarztpraxen und Zoohandlungen kennen oft persönliche Empfehlungen — frag ruhig nach.

Auslaufzonen und Hundewiesen in Lörrach

Lörrach bietet mehrere Bereiche, in denen Hunde sich austoben können. Am Entenfang, dem Naherholungsgebiet östlich der Innenstadt, gibt es weitläufige Grünflächen, die von Hundehaltern intensiv genutzt werden. Entlang der Wiese, dem Fluss, der durch das Stadtgebiet fließt, verläuft ein beliebter Spazierweg, auf dem viele Hunde ihren Auslauf bekommen.

Ob und wo dein Hund frei laufen darf, hängt von der jeweiligen örtlichen Regelung ab — prüfe die aktuellen Schilder vor Ort und informiere dich auf der Seite der Stadtverwaltung. In öffentlichen Parkanlagen und auf Spielplätzen gilt in der Regel Leinenpflicht; ausgewiesene Freilaufflächen sind gesondert gekennzeichnet. Bringe immer ausreichend Kotbeutel mit: An vielen Stellen im Stadtgebiet stehen zwar Spender bereit, aber verlassen solltest du dich nicht darauf.

Die Grünanlagen rund um das Burghof-Areal und der Bereich unterhalb der Burg Rötteln eignen sich gut für ruhigere Spaziergänge. Für ausgedehnte Freiläufe empfehlen sich die Waldgebiete am Tüllinger Hügel, der nur wenige Minuten vom Stadtkern entfernt liegt — dort gelten jedoch während der Brut- und Setzzeit saisonale Einschränkungen (mehr dazu im Abschnitt „Saisonal").

Pensionen, Betreuung und Unterkünfte für Hunde in Lörrach

Wer seinen Hund vorübergehend in gute Hände geben muss, findet im Raum Lörrach verschiedene Optionen. Hundetagesbetreuungen und Tierhotels gibt es sowohl im Stadtgebiet als auch in den umliegenden Gemeinden des Landkreises. Für regelmäßige Kurzzeitbetreuung bieten sich auch geprüfte Gassigeher und Dogsitter an, die du über lokale Aushänge oder Empfehlungen aus der Hundeschule findest.

Wer mit dem Hund übernachten möchte, sollte vorab klären, ob die gewählte Unterkunft hundefreundlich ist und welche Auflagen gelten — ob Anleinpflicht auf dem Gelände, Aufpreis oder bestimmte Größenbeschränkungen. Da auf rundum.dog für Lörrach aktuell noch keine Unterkünfte eingetragen sind, lohnt sich eine direkte Anfrage bei der Touristinformation Lörrach. Tierheime im Landkreis übernehmen in begründeten Ausnahmefällen auch die kurzfristige Verwahrung von Hunden — informiere dich rechtzeitig und nicht erst im Notfall.

  • Hundetagesbetreuung: im Stadtgebiet und Umland vorhanden — persönliche Empfehlung einholen
  • Tierhotel/Pension: Landkreis Lörrach bietet mehrere Optionen, Verfügbarkeit vorab prüfen
  • Dogsitter: über Hundeschulen, Tierarztpraxen oder Aushänge vermittelt
  • Tierheim: Notunterbringung in begründeten Fällen möglich — frühzeitig anfragen

Saisonal in Lörrach

Das Klima im südlichen Schwarzrand-Vorland ist mild — Lörrach gehört zu den wärmsten Ecken Deutschlands. Das hat Vorteile fürs Ganzjahresgassigehen, bringt aber auch saisonale Herausforderungen mit sich. Hier erfährst du, worauf du in welcher Jahreszeit achten solltest.

Frühling: Brut- und Setzzeit am Tüllinger Hügel und in der Rheinaue

Ab März erwacht die Natur rund um Lörrach schnell und üppig. Genau diese Zeit ist jedoch für viele Wildtiere die sensibelste Phase: Rehe setzen ihre Kitze, Bodenbrüter legen ihre Eier in Wiesen und Waldränder, und Hasen ziehen ihren Nachwuchs in flachen Mulden auf. Gerade am Tüllinger Hügel und in den Auen entlang der Wiese und des Rheins sind Wildtiere besonders störungsempfindlich.

In Schutzgebieten und Waldbereichen kann es während der Brut- und Setzzeit zu temporären Wegegeboten kommen — das bedeutet: Hunde müssen auf den ausgewiesenen Wegen an der Leine bleiben. Weiche nicht in unbekannte Bereiche ab, auch wenn dein Hund zuverlässig abgerufen wird. Ein aufgescheuchtes Reh, das sein Kitz verlässt, ist für das Tier eine ernste Gefahr. Informiere dich über aktuelle Regelungen beim Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).

Der Frühling bringt außerdem die Zeckensaison: Im Raum Lörrach sind Zecken früh aktiv, teils schon ab Februar bei milden Temperaturen. Prüfe deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich — besonders Ohren, Achseln, Leistenbeugen und zwischen den Zehen. Sprich mit deinem Tierarzt über geeigneten Zeckenschutz und ob eine Impfung gegen FSME auch für deinen Hund sinnvoll ist (Lörrach liegt in einem FSME-Risikogebiet).

Sommer: Hitze, Wasser und Grenzregion

Lörrach gehört klimatisch zu den wärmsten Städten Deutschlands — im Sommer können Temperaturen von über 35 Grad Celsius keine Seltenheit sein. Für Hunde ist das eine echte Belastung: Geh früh morgens oder abends, wenn das Pflaster kühler ist. Asphalt und Kopfsteinpflaster in der Innenstadt heizen sich stark auf und können Pfoten verbrennen — teste mit dem Handrücken, ob die Fläche für deinen Hund erträglich ist.

Wasser ist im Sommer das Wichtigste. Die Wiese bietet stellenweise flache Uferabschnitte, an denen Hunde waten und trinken können — prüfe vor Ort, ob das Betreten des Ufers erlaubt ist und ob die Wasserqualität unbedenklich ist. Ein Ausflug ans Rheinufer bei Weil am Rhein, nur wenige Kilometer entfernt, ist eine weitere Option. Achte darauf, dass dein Hund am Wasser niemals unbeaufsichtigt ist, besonders bei stärkerer Strömung.

Die Nähe zur Schweiz und zu Frankreich lädt im Sommer zu grenzüberschreitenden Ausflügen ein. Beachte dabei: In der Schweiz gelten eigene Einfuhrbestimmungen für Hunde — ein gültiger EU-Heimtierausweis mit aktueller Tollwutimpfung ist Pflicht. Die Regeln können sich ändern; prüfe die aktuellen Anforderungen vor der Reise auf den offiziellen Seiten des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

  • Spaziergänge: Früh morgens (vor 9 Uhr) oder abends (nach 19 Uhr) bei Hitze
  • Pfotenschutz: Asphalttemperatur immer prüfen, Schutzschuhe bei Bedarf
  • Wasser: Immer eine eigene Flasche und einen faltbaren Napf mitnehmen
  • Grenzübertritt Schweiz: Heimtierausweis und aktuelle Einreiseregeln prüfen

Herbst: Pilzzeit, Jagdsaison und goldene Wege im Schwarzwald

Der Herbst ist in der Region Lörrach besonders schön: Der Tüllinger Hügel und die Ausläufer des Schwarzwalds leuchten in Rot, Orange und Gold. Die Luft ist kühler, die Wege meist trocken — ideale Bedingungen für ausgedehnte Wanderungen mit Hund. Doch der Herbst bringt zwei Themen, die du im Blick haben solltest.

Erstens: Pilze. Viele Hunde schnüffeln neugierig an Waldpilzen — einige davon sind hochgiftig, etwa der Knollenblätterpilz (Amanita phalloides), der im Schwarzwald weit verbreitet ist. Gewöhne deinem Hund frühzeitig an, beim Spazierengehen nichts vom Boden aufzunehmen. Reagiert dein Hund nach einem Waldspaziergang mit Erbrechen, Durchfall oder Apathie, ist sofortige tierärztliche Behandlung nötig — Pilzvergiftungen beim Hund können schnell lebensbedrohlich werden.

Zweitens: Jagdsaison. In Baden-Württemberg beginnt für viele Wildarten die Hauptjagdzeit im Herbst. In bejagten Waldgebieten rund um Lörrach gilt dann besondere Vorsicht: Halte deinen Hund in der Nähe und leine ihn an, sobald du auf Jagdzeichen (Schilder, Absperrband) oder Jäger triffst. Informiere dich beim zuständigen Forstamt über aktuelle Jagdzeiten in den Gebieten, die du regelmäßig nutzt.

Winter: Streusalz, kurze Tage und milde Temperaturen

Der Winter in Lörrach ist im Vergleich zu anderen deutschen Städten oft mild — Schnee liegt im Stadtgebiet seltener und kürzer als etwa im Schwarzwald selbst. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kälteschutz kein Thema ist: Nachtfrost und feuchte Kälte können kurzfristig auftreten, und an Straßen und Gehwegen wird dann oft Streusalz oder Splitt eingesetzt.

Streusalz ist für Hundepfoten problematisch: Es verursacht Risse und Reizungen, und lecken Hunde es von den Pfoten, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach Winterspaziergängen im Stadtgebiet konsequent mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenschutzcreme kann zusätzlich helfen — sprich deinen Tierarzt auf geeignete Produkte an.

Die kurzen Tage im Dezember und Januar bedeuten für viele Hundehalter: Gassigehen im Dunkeln. Mach dich und deinen Hund sichtbar — eine reflektierende Leine, ein LED-Halsband oder eine Blinkleuchte am Geschirr sorgen dafür, dass ihr von Autofahrern früh wahrgenommen werdet. Die Waldwege am Tüllinger Hügel sind im Winter bei Frost teils glatt und schlecht beleuchtet; wähl in solchen Phasen besser beleuchtete Stadtrouten entlang der Wiese.

An milden Wintertagen bietet die Region trotzdem viel: Die Ausflüge ins Wiesental oder Richtung Kandern sind auch im Januar möglich und schön. Achte nach Regenphasen auf aufgeweichten Waldboden — tiefe Erosionsrinnen und rutschige Hänge können für Hunde (und Menschen) zur Falle werden. Ein trockenes Handtuch im Auto und eine Ersatzdecke für den Hund sind im Winter unverzichtbar.

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