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Wirbelsäulentumor

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Wirbelsäulentumor
Definition

Ein Wirbelsäulentumor beim Hund ist eine abnormale Zellwucherung im Bereich der Wirbelsäule, die gutartig oder bösartig sein kann.

Inhalt
  1. Welche Hunde bekommen häufiger Wirbelsäulentumore?
  2. Symptome eines Wirbelsäulentumors
  3. Wie wird die Diagnose gestellt?
  4. Behandlungsmöglichkeiten
  5. Prognose und Lebenserwartung
  6. Alltag mit einem betroffenen Hund

Ein Wirbelsäulentumor beim Hund ist eine abnormale Zellwucherung im Bereich der Wirbelsäule, die gutartig oder bösartig sein kann. Diese Tumore entstehen aus Wirbeln, Bandscheiben, Rückenmarksnerven oder dem umgebenden Gewebe und können die Beweglichkeit stark einschränken.

Welche Hunde bekommen häufiger Wirbelsäulentumore?

Grosse Rassen wie Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever und Rottweiler erkranken öfter an primären Knochentumoren der Wirbelsäule. Bei kleinen Rassen sind es meist metastatische Tumore, also Absiedlungen von Krebs aus anderen Organen. Das Alter spielt eine entscheidende Rolle: Osteosarkome treten häufig bei jungen Hunden zwischen einem und drei Jahren auf, während Metastasen eher ältere Hunde ab acht Jahren betreffen.

Symptome eines Wirbelsäulentumors

Betroffene Hunde zeigen plötzlich Schwierigkeiten beim Aufstehen oder verweigern das Treppensteigen. Frühe Anzeichen sind ein steifer Gang, Zittern beim Stehen und Schmerzlaute beim Berühren des Rückens. Im fortgeschrittenen Stadium treten Lähmungserscheinungen in den Hinterbeinen, Inkontinenz und komplette Bewegungsunfähigkeit auf.

Ein charakteristisches Zeichen: Der Schmerz wird nachts oft stärker, weshalb betroffene Hunde unruhig werden oder jaulen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose beginnt mit einer neurologischen Untersuchung und Tests der Schmerzreaktionen. Röntgenbilder zeigen Knochenveränderungen, aber eine genaue Diagnose erfordert meist eine MRT-Untersuchung, die zwischen 800 und 1.500 Euro kostet. Eine Gewebeprobe bestimmt, ob der Tumor gut- oder bösartig ist.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie hängt von der Tumorart und -lage ab. Gutartige Tumore können manchmal chirurgisch entfernt werden, was zwischen 2.000 und 5.000 Euro kostet. Bei bösartigen Tumoren kombinieren Tierärzte oft Operation mit Bestrahlung oder Chemotherapie. Die Gesamtkosten für eine umfassende Behandlung liegen meist zwischen 8.000 und 15.000 Euro.

Nicht alle Tumore sind operabel, besonders wenn sie das Rückenmark umschliessen oder bereits metastasiert sind.

Prognose und Lebenserwartung

Die Überlebenszeit variiert stark je nach Tumortyp. Gutartige Tumore haben nach erfolgreicher Operation eine gute Prognose. Bei bösartigen primären Tumoren leben Hunde im Durchschnitt sechs bis zwölf Monate nach der Diagnose. Metastatische Tumore haben meist eine Prognose von wenigen Wochen bis Monaten.

Ein Hund, der dauerhaft Schmerzmittel braucht und nicht mehr laufen kann, leidet erheblich. Viele Halter entscheiden sich dann für eine palliative Behandlung oder das Einschläfern.

Alltag mit einem betroffenen Hund

Ein Hund mit Wirbelsäulentumor braucht angepasste Bewegung und oft Hilfsmittel wie Tragehilfen oder Rollwagen für die Hinterbeine. Physiotherapie kann die Beweglichkeit erhalten. Starke Schmerzmittel sind meist dauerhaft nötig – Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit oder Erbrechen sollten beobachtet werden.