Weißer Schaum
Weißer Schaum beim Hund ist das Erbrechen von schleimhaltiger Magenflüssigkeit ohne feste Bestandteile.
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Weisser Schaum beim Hund ist das Erbrechen von schleimhaltiger Magenflüssigkeit ohne feste Bestandteile. Er besteht aus Magensäften und Schleim, die der Magen produziert, wenn er leer ist oder gereizt wird.
Warum erbricht mein Hund weissen Schaum am Morgen?
Ein leerer Magen über Nacht führt zur Ansammlung von Magensäure. Ohne Futter, das diese Säure neutralisiert, reizt sie die Magenwand. Der Hund erbricht dann schaumige Magenflüssigkeit, meist zwischen 5 und 7 Uhr morgens.
Besonders betroffen sind Hunde mit mehr als 12 Stunden zwischen der letzten und nächsten Mahlzeit. Der Magen produziert weiter Verdauungssäfte, obwohl nichts zu verdauen ist.
Ist weisser Schaum beim Hund ein Notfall?
Einmaliges Erbrechen von weissem Schaum ist meist harmlos. Ein Notfall liegt vor, wenn zusätzliche Symptome auftreten: aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe oder Speicheln.
Diese Kombination deutet auf eine Magendrehung hin, einen lebensbedrohlichen Zustand. Grosse Hunderassen sind besonders gefährdet. Du hast dann maximal 2 bis 3 Stunden Zeit für eine Operation.
Auch bei wiederholtem Erbrechen über 24 Stunden oder begleitendem Durchfall ist tierärztliche Hilfe nötig. Der Hund kann schnell dehydrieren.
Was kann ich tun, bevor ich zum Tierarzt gehe?
Entziehe dem Hund für 12 Stunden das Futter, nicht das Wasser. Beobachte, ob weiteres Erbrechen auftritt. Notiere Zeitpunkt, Menge und Begleitumstände.
Biete nach der Fastenpause eine kleine Menge gekochten Reis mit Hühnchen an. Ein Teelöffel pro Kilogramm Körpergewicht reicht zunächst. Verträgt er das, kannst du alle zwei Stunden kleine Portionen geben.
Zwinge den Hund nicht zum Fressen. Manche Hunde verweigern instinktiv Futter, wenn der Magen noch gereizt ist.
Welche anderen Ursachen gibt es für weissen Schaum?
Zwingerhusten lässt Hunde schaumigen Schleim aushusten, der oft für Erbrechen gehalten wird. Erkennbar ist das am trockenen, bellenden Husten und daran, dass der Schaum aus dem Maul läuft, statt erbrochen zu werden.
Eine Gastritis durch verdorbenes Futter oder Stress äussert sich durch mehrmaliges Erbrechen innerhalb weniger Stunden. Der Hund wirkt dabei meist auch matt und frisst nicht.
Vergiftungen durch Giftköder oder Pflanzen können ebenfalls weissen Schaum verursachen. Hinzu kommen dann aber meist Zittern, erweiterte Pupillen oder Krämpfe.
Wie verhindere ich morgendliches Erbrechen?
Gib eine kleine Spätmahlzeit um 22 Uhr. Ein Keks oder ein Löffel Nassfutter reicht, um die Magensäure über Nacht zu binden.
Alternativ kannst du die Hauptmahlzeit in drei kleinere Portionen aufteilen: morgens, mittags und abends. So bleibt der Magen nie komplett leer.
Manche Halter lassen bewusst einen gefüllten Kong im Schlafbereich, den der Hund bei Magenbeschwerden selbst nutzen kann.
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