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Wie kommt das Hundefutter in Dosen?

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Wie kommt das Hundefutter in Dosen? Quelle: pixabay · Pixabay Content License
Definition

Von der Anlieferung der Rohstoffe über Zerkleinern und Mischen bis zur Abfüllung, Sterilisation und Verpackung durchläuft Nassfutter industrielle Produktionsprozesse, bevor es verkauft werden kann.

Inhalt
  1. 1. Anlieferung und Kontrolle der Zutaten
  2. 2. Zerkleinern der Zutaten
  3. 3. Mischen der Futtermasse
  4. 4. Abfüllen in die Dose
  5. 5. Haltbarmachung durch Sterilisation
  6. 6. Etikettieren und Verpacken
  7. Verändert die Herstellung die Qualität des Futters?

Die Herstellung von Hundefutter in Dosen ähnelt in vielen Bereichen der Produktion von Lebensmitteln für Menschen. Die einzelnen Zutaten werden geprüft, verarbeitet, gemischt, abgefüllt und haltbar gemacht. Je nach Hersteller, Rezeptur und Produktionsmenge unterscheiden sich die genauen Abläufe.

Grosse Produktionsanlagen können täglich mehrere zehntausend Dosen herstellen. Die Menge hängt unter anderem von der Dosengrösse (eingefüllte Portionsgrösse), der Rezeptur und der Produktionsplanung ab.

1. Anlieferung und Kontrolle der Zutaten

Am Anfang der Produktion stehen die Rohstoffe. Dazu gehören je nach Rezeptur Fleisch und Fisch, Gemüse, Obst, Öle und Fette, Kräuter oder andere pflanzliche Bestandteile.

Die Zutaten werden entweder frisch oder tiefgekühlt angeliefert. Vor der Verarbeitung erfolgen Qualitätskontrollen hinsichtlich Aussehen, Geruch, Temperatur und Lieferdokumentation.

Tiefgekühlte Zutaten müssen zunächst kontrolliert aufgetaut werden. Dieser Prozess kann mehrere Tage dauern, damit die Rohstoffe schonend verarbeitet werden können.

2. Zerkleinern der Zutaten

Nach der Vorbereitung werden die Zutaten zerkleinert. Dafür kommen in der industriellen Herstellung sogenannte Cutter zum Einsatz. Diese Maschinen werden auch in der Lebensmittelproduktion für Menschen verwendet. Die Zutaten werden in einer rotierenden Schüssel durch schnell laufende Messer zerkleinert und auf die gewünschte Konsistenz gebracht.

Wie fein das Futter verarbeitet wird, hängt von der Rezeptur und der gewünschten Struktur ab. Manche Nassfutter sind sehr fein püriert, andere enthalten sichtbare Fleisch- oder Gemüsestücke.

3. Mischen der Futtermasse

Nach dem Zerkleinern werden die einzelnen Bestandteile miteinander vermischt. Dabei werden die tierischen Zutaten mit Gemüse, Obst und weiteren Bestandteilen kombiniert. Je nach Rezeptur kommen beispielsweise Mineralstoffe, Öle, Kräuter oder andere Ergänzungen hinzu.

Das Ziel ist eine gleichmässig verteilte Mischung, damit jede Dose die vorgesehene Zusammensetzung enthält.

4. Abfüllen in die Dose

Die fertige Futtermasse gelangt anschliessend zur Abfüllanlage. Dort wird das Futter portioniert und in Dosen gefüllt.

Viele Hersteller füllen Nassfutter zunächst kalt ab. Danach werden die Dosen luftdicht verschlossen.

Vor der Haltbarmachung können zusätzliche Kontrollen erfolgen. Moderne Anlagen prüfen beispielsweise, ob Fremdkörper enthalten sind oder ob die Verpackung korrekt verschlossen wurde.

5. Haltbarmachung durch Sterilisation

Damit Nassfutter über längere Zeit haltbar bleibt, werden die verschlossenen Dosen sterilisiert. Dies geschieht in sogenannten Autoklaven. Dabei handelt es sich um Druckbehälter, in denen die Dosen mit heissem Wasserdampf behandelt werden.

Durch die Kombination aus hoher Temperatur und Druck werden Mikroorganismen abgetötet. Dadurch bleibt das Futter ohne Kühlung haltbar, solange die Dose ungeöffnet und unbeschädigt ist.

Die genaue Temperatur und Dauer der Behandlung unterscheiden sich je nach Produkt und Hersteller. Sie werden so gewählt, dass die gewünschte Haltbarkeit erreicht wird und die Qualität des Futters möglichst erhalten bleibt.

6. Etikettieren und Verpacken

Nach der Sterilisation werden die Dosen kontrolliert, etikettiert und für den Versand vorbereitet.

Auf dem Etikett stehen unter anderem Zusammensetzung und Zutaten, analytische Bestandteile, Fütterungsempfehlung, Mindesthaltbarkeitsdatum, Herstellerangaben sowie Chargennummer zur Rückverfolgbarkeit.

Danach gelangt das fertige Hundefutter in den Handel oder direkt zum Kunden.

Verändert die Herstellung die Qualität des Futters?

Die Herstellung von Nassfutter muss verschiedene Anforderungen erfüllen: Das Produkt muss sicher, haltbar und ernährungsphysiologisch geeignet sein.

Durch die Erhitzung bei der Sterilisation können bestimmte hitzeempfindliche Inhaltsstoffe beeinflusst werden. Deshalb berücksichtigen Hersteller die Rezeptur und ergänzen je nach Produkt notwendige Nährstoffe.

Die Qualität eines Nassfutters hängt nicht allein vom Herstellungsprozess ab, sondern bereits von der Auswahl und Zusammensetzung der Zutaten.