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Von-Willebrand-Krankheit

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Von-Willebrand-Krankheit

Die Von-Willebrand-Krankheit (vWD) ist eine erbliche Blutgerinnungsstörung beim Hund. Sie betrifft die Blutplättchen und den Von-Willebrand-Faktor (vWF), ein Protein, das für die Blutgerinnung notwendig ist.

Was ist die Von-Willebrand-Krankheit?

Die Von-Willebrand-Krankheit entsteht durch einen Defekt oder Mangel des Von-Willebrand-Faktors. Der vWF bindet Blutplättchen (Thrombozyten) an die Gefässwand und stoppt so Blutungen. Ist dieser Faktor in unzureichender Menge vorhanden, kommt es bei Verletzungen zu länger anhaltenden Blutungen.

Symptome und Anzeichen

Hunde mit vWD können folgende Symptome zeigen:

  • Häufiges Nasenbluten
  • Blut im Urin oder Stuhl
  • Blutungen aus dem Mund oder Zahnfleisch
  • Verlängerte Blutungen nach Verletzungen oder Operationen
  • Anämie bei chronischer Blutung

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch Bluttests, die den Von-Willebrand-Faktor messen. Genetische Tests können den spezifischen Typ der vWD bestimmen.

Genetik und Vererbung

vWD tritt in drei Typen auf (Typ 1, Typ 2 und Typ 3), die sich in ihrer Schwere unterscheiden. Typ 1 ist die mildeste und häufigste Form, Typ 3 die schwerste.

Die Krankheit wird je nach Typ entweder autosomal-dominant mit variabler Penetranz (Typ 1) oder autosomal-rezessiv (Typ 2 und Typ 3) vererbt. Hunde mit nur einer Kopie des mutierten Gens können Symptome zeigen (Typ 1); für Typ 2 und Typ 3 werden zwei Kopien benötigt.

Behandlung und Management

Eine Heilung für vWD existiert nicht. Zur Behandlung stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Vermeidung von Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinträchtigen
  • Bluttransfusionen bei schweren Blutungen oder vor chirurgischen Eingriffen
  • Gabe von Desmopressin (DDAVP), das die Freisetzung von vWF aus Speicherstellen im Körper stimuliert

Zucht und Prävention

Genetische Tests identifizieren Träger der vWD. Durch gezielte Paarungen lässt sich das Vererbungsrisiko reduzieren.