Verpiss dich Pflanze
Die Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus caninus) ist eine mehrjährige Zierpflanze, die durch ätherische Öle in ihren Blättern einen für Hunde und Katzen unangenehmen Geruch verströmt.
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Die Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus caninus) ist eine mehrjährige Zierpflanze, die durch ätherische Öle in ihren Blättern einen für Hunde und Katzen unangenehmen Geruch verströmt.
Wie funktioniert die Abschreckung?
Die Pflanze produziert Mentholverbindungen und Campher, die bei Berührung oder warmen Temperaturen intensiver duften. Der Geruch ist für Menschen schwach wahrnehmbar – etwa wie eine Mischung aus Minze und nassem Hund. Hunde riechen ihn 10.000-mal stärker.
Bei direktem Kontakt setzen die Blätter mehr Duftstoffe frei. Deshalb wirkt die Pflanze hauptsächlich, wenn Hunde daran schnuppern oder sie streifen – nicht als Fernabschreckung über mehrere Meter.
Funktioniert die Verpiss-dich-Pflanze wirklich?
Die Wirkung ist deutlich überschätzt. Die Reaktionen fallen sehr unterschiedlich aus: Manche Hunde meiden die Pflanze konsequent, andere ignorieren sie nach der ersten Begegnung, wieder andere bleiben völlig unbeeindruckt.
Junge Hunde unter einem Jahr reagieren häufiger ablehnend als ältere. Jagdhunde und Terrier lassen sich seltener abschrecken – vermutlich weil sie an intensive Gerüche gewöhnt sind.
Ein einzelnes Exemplar reicht nicht. Gärtner berichten von Erfolg erst ab 3-4 Pflanzen pro Quadratmeter in der Problemzone.
Wo kommt der Name her?
„Plectranthus“ bedeutet „Blume mit Sporn“ (griechisch), „caninus“ heisst „hundeartig“ (lateinisch). Der deutsche Trivialname entstand in den 1990ern durch Gartencenter-Marketing – die botanische Bezeichnung verrät nichts über die Abschreckwirkung.
Richtige Anwendung im Garten
Falls du es probieren möchtest: Pflanze im Abstand von 50 cm mehrere Exemplare rings um Beete oder Sandkästen. Die Pflanze braucht Halbschatten und mässig feuchten Boden. Im Winter stirbt der oberirdische Teil ab, treibt aber im Frühjahr neu aus.
Kombiniere sie mit physischen Barrieren wie niedrigen Zäunen oder Steinen. Allein als Hundeschreck ist sie zu unzuverlässig.
Welche Alternativen wirken besser?
Zitrusschalen (täglich erneuern), Kaffeesatz oder gezielt platzierte Steine sind günstiger und oft effektiver. Bewegungsmelder mit Wasserstrahl schrecken 90% der Hunde dauerhaft ab.
Bei hartnäckigen Problemen: Klare Kommandos und positive Verstärkung für das Meiden bestimmter Bereiche sind der Pflanze immer überlegen.
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