Vitamin A
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das Hunde nicht selbst herstellen können und über die Nahrung aufnehmen müssen.
Inhalt
Wofür brauchen Hunde Vitamin A?
Das Vitamin erfüllt vier Kernfunktionen im Hundekörper. Es wandelt Licht in der Netzhaut in elektrische Signale um, ohne genügend Vitamin A entwickeln Hunde Nachtblindheit. Zweitens reguliert es die Zellteilung in Haut und Schleimhäuten. Bei Mangel wird die Haut schuppig und anfällig für Infekte.
Die dritte Funktion betrifft das Immunsystem: Vitamin A hält die Schleimhäute in Nase, Rachen und Darm intakt, die erste Barriere gegen Krankheitserreger. Bei Welpen kommt eine vierte Aufgabe dazu: Das Vitamin steuert die Knochenentwicklung und das Organwachstum.
Wie viel Vitamin A braucht mein Hund täglich?
Der Bedarf richtet sich nach dem Körpergewicht: Ein grosser Hund braucht mehr Vitamin A als ein kleiner. Welpen benötigen im Verhältnis mehr, da ihr Stoffwechsel schneller arbeitet.
Diese Werte gelten für gesunde, ausgewachsene Hunde. Alte Tiere oder solche mit Verdauungsproblemen können schlechter aufnehmen und brauchen eventuell mehr.
Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin A?
Rinderleber führt die Liste an und enthält sehr viel Vitamin A. Aber Vorsicht, schon kleine Mengen Leber können bei einem kleinen Hund zur Überdosierung führen, wenn sie regelmässig gefüttert werden.
Sicherere Quellen sind Fischöl und Eigelb. Karotten enthalten Beta-Carotin, eine Vitamin-A-Vorstufe, allerdings wandeln Hunde nur einen kleinen Teil davon in nutzbares Vitamin A um. Für den Bedarf reichen pflanzliche Quellen allein nicht aus.
Woran erkenne ich Vitamin-A-Mangel beim Hund?
Das erste Zeichen ist meist Nachtblindheit, der Hund stolpert im Dunkeln oder scheut abends den Spaziergang. Später folgen Hautprobleme: schuppige, trockene Stellen, die sich häufen. Die Haut um die Augen kann sich verdicken.
Bei schwerem Mangel werden die Augen milchig-trüb. Das ist ein Notfall, ohne Behandlung kann der Hund erblinden.
Was passiert bei Vitamin-A-Überdosierung?
Eine akute Überdosierung zeigt sich binnen Stunden: Erbrechen, Durchfall, Apathie. Bei chronischer Überdosierung, meist durch zu viel Leber, werden die Knochen brüchig. Die Wirbelsäule kann sich versteifen, Gelenke schmerzen.
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