Plattenepithel
Plattenepithel ist ein Gewebe aus flachen, plattenförmigen Zellen, das Haut und Schleimhäute auskleidet.
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Plattenepithel ist ein Gewebe aus flachen, plattenförmigen Zellen, das Haut und Schleimhäute auskleidet. Beim Hund bildet es die äusserste Schutzschicht der Haut sowie die Auskleidung von Maul, Speiseröhre und anderen Körperöffnungen.
Wo finden Hundehalter Plattenepithel am eigenen Hund?
Die gesamte Haut deines Hundes besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel mit einer verhornten Oberschicht. Diese Hornschicht siehst du beispielsweise beim Kratzen als kleine Hautschüppchen. In der Maulhöhle dagegen ist das Plattenepithel unverhornt und feucht – es fühlt sich glatt an, wenn der Hund deine Hand ableckt.
Das einschichtige Plattenepithel in den Lungenbläschen und Blutgefässen bleibt für dich unsichtbar, funktioniert aber bei jedem Atemzug deines Hundes. Hier ermöglicht die dünne Zellschicht den Gasaustausch zwischen Luft und Blut.
Welche Funktion hat Plattenepithel für den Hund?
Das verhornte Plattenepithel der Haut schützt vor mechanischen Verletzungen, Austrocknung und Bakterien. Ein Hund mit gesunder Haut kratzt sich nur gelegentlich – ständiges Kratzen deutet auf eine gestörte Barrierefunktion hin.
Das unverhornte Plattenepithel in Maul und Speiseröhre bleibt durch Speichelproduktion feucht und elastisch. Es ermöglicht das Kauen und Schlucken ohne Verletzungen der Schleimhaut.
Wie erkennst du Plattenepithel-Erkrankungen beim Hund?
Verdächtige Hautveränderungen zeigen sich oft als schuppige, verdickte oder wunde Stellen. Besonders an wenig behaarten Bereichen wie Nase, Lefzen oder Pfotenballen fallen Veränderungen schnell auf. Ein Plattenepithelkarzinom erscheint häufig als nicht heilende, blutige Wunde oder als warzenähnlicher Auswuchs.
Bei Problemen der Mundschleimhaut riecht der Hund oft unangenehm aus dem Maul oder zeigt Schmerzen beim Fressen. Rötungen, Schwellungen oder weissliche Beläge im Maul können auf Entzündungen des Plattenepithels hindeuten.
Was ist Hyperkeratose beim Hund?
Hyperkeratose bedeutet eine übermässige Verdickung der Hornschicht. Du erkennst sie an rissigen, verhärteten Pfotenballen oder einer ledrigen, verdickten Nase. Manche Hunderassen neigen genetisch dazu, andere entwickeln sie durch Reizungen oder Krankheiten.
Leichte Hyperkeratose lässt sich mit speziellen Pflegecremes behandeln. Bei starker Ausprägung oder plötzlichem Auftreten solltest du den Tierarzt aufsuchen – sie kann auf Autoimmunerkrankungen oder Mangelzustände hinweisen.
Wann solltest du mit Plattenepithel-Problemen zum Tierarzt?
Nicht heilende Wunden, besonders an sonnenexponierten Stellen wie Nase oder Ohren, gehören zum Tierarzt. Ebenso verdächtige Knoten oder warzenähnliche Wucherungen, die binnen weniger Wochen grösser werden.
Bei Mundgeruch mit sichtbaren Veränderungen der Maulschleimhaut oder wenn der Hund das Fressen verweigert, ist eine Untersuchung ratsam. Das Plattenepithel regeneriert sich normalerweise schnell – bleibt eine Heilung aus, liegt meist eine tieferliegende Ursache vor.
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