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Onkologie

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Onkologie
Definition

Die Onkologie ist der Bereich der Tiermedizin, der sich mit Krebserkrankungen bei Hunden beschäftigt – von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge.

Inhalt
  1. Welche Warnsignale deuten auf Krebs hin?
  2. Welche Krebsarten kommen bei Hunden vor?
  3. Wie wird Krebs beim Hund diagnostiziert?
  4. Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?
  5. Wie hoch sind die Heilungschancen?

Die Onkologie ist der Bereich der Tiermedizin, der sich mit Krebserkrankungen bei Hunden beschäftigt – von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge.

Krebs tritt bei etwa jedem vierten Hund über zehn Jahren auf. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter: Nur rund 5 % der Hunde unter fünf Jahren sind betroffen, während bei Hunden über zehn Jahren etwa 50 % mindestens einmal im Leben eine Krebserkrankung entwickeln.

Welche Warnsignale deuten auf Krebs hin?

Tastbare Knoten unter der Haut sind das offensichtlichste Anzeichen, aber nicht das einzige. Unerklärlicher Gewichtsverlust trotz normalem Appetit kann ein Frühsymptom sein. Lahmheit, die nach einer Woche Ruhe nicht verschwindet, deutet bei älteren Hunden manchmal auf Knochenkrebs hin.

Blutungen aus Körperöffnungen ohne erkennbare Verletzung erfordern sofortige Abklärung. Das gilt auch für Schwellungen, die innerhalb von zwei Wochen grösser werden, oder Wunden, die trotz Pflege nach einem Monat nicht heilen.

Welche Krebsarten kommen bei Hunden vor?

Lymphome befallen das Immunsystem und zeigen sich durch geschwollene Lymphknoten am Hals, in den Achseln oder Leisten. Unbehandelt führen sie binnen weniger Wochen zum Tod. Mit Chemotherapie erreichen nach verfügbaren Erfahrungswerten rund 80 % der Hunde eine Überlebenszeit von mindestens einem weiteren Jahr.

Mastzelltumore wachsen in der Haut und sehen auf den ersten Blick wie harmlose Warzen aus. Boxer, Bulldoggen und Golden Retriever erkranken überdurchschnittlich oft. Nach vollständiger Entfernung ist die Prognose meist gut.

Osteosarkome entstehen in den Knochen grosser Hunde. Sie schmerzen stark und führen zur Lahmheit. Ohne Behandlung überlebt der Hund selten länger als drei Monate.

Wie wird Krebs beim Hund diagnostiziert?

Die Biopsie liefert die entscheidende Antwort: Ein Gewebestück wird unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht. Bei Hautknoten reicht eine Feinnadelbiopsie in örtlicher Betäubung.

Röntgenbilder zeigen, ob sich der Krebs bereits ausgebreitet hat. CT- oder MRT-Untersuchungen kommen zum Einsatz, wenn die genaue Ausdehnung des Tumors für die Operationsplanung entscheidend ist.

Blutuntersuchungen können Hinweise geben, ersetzen aber nie eine Gewebeuntersuchung. Manche Tumormarker im Blut steigen erst an, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Die Operation ist bei lokalen Tumoren oft die erste Wahl. Mastzelltumore müssen mit grossem Sicherheitsabstand entfernt werden – manchmal bedeutet das eine Amputation.

Chemotherapie beim Hund verursacht seltener Nebenwirkungen als beim Menschen. Die meisten Hunde behalten ihr Fell und zeigen kaum Übelkeit. Die Dosierung wird so gewählt, dass die Lebensqualität erhalten bleibt.

Strahlentherapie kommt infrage, wenn Tumore nicht vollständig operiert werden können. Sie wird ambulant durchgeführt – der Hund muss dafür mehrmals pro Woche in eine Spezialklinik.

Wie hoch sind die Heilungschancen?

Die Prognose hängt von Tumorart und Stadium ab. Hauttumore haben nach vollständiger Entfernung Heilungsraten von über 90 %, wie klinische Erfahrungswerte zeigen. Bei Lymphomen erreichen 70–80 % der Hunde eine Remission von mindestens einem Jahr.

Knochenkrebs ist schwerer behandelbar: Selbst nach Amputation und Chemotherapie überleben nur rund 50 % der Hunde länger als ein Jahr. Früherkennung verbessert die Chancen erheblich.