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Verdauungsprobleme

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Verdauungsprobleme
Definition

Verdauungsprobleme beim Hund sind Störungen im Magen-Darm-Trakt, die von kurzfristigem Durchfall bis zu chronischen Entzündungen reichen.

Inhalt
  1. Was sind Verdauungsprobleme beim Hund?
  2. Wann ist Durchfall beim Hund bedenklich?
  3. Wie erkenne ich gefährliches Erbrechen?
  4. Was hilft bei Verstopfung wirklich?
  5. Sind Blähungen bei allen Hunden gleich?
  6. Wie äußern sich Bauchschmerzen beim Hund?

Was sind Verdauungsprobleme beim Hund?

Verdauungsprobleme beim Hund sind Störungen im Magen-Darm-Trakt, die von kurzfristigem Durchfall bis zu chronischen Entzündungen reichen. Sie entstehen durch Futterwechsel, Stress, Infektionen oder organische Erkrankungen.

Wann ist Durchfall beim Hund bedenklich?

Durchfall länger als 48 Stunden oder begleitet von Blut, Fieber oder Appetitlosigkeit erfordert tierärztliche Hilfe. Harmloser Durchfall ist gelblich-braun und stoppt nach einem Fastentag mit anschließender Schonkost.

Die klassische Schonkost besteht aus einem Teil gekochtem Reis und einem Teil gekochtem Hühnchen ohne Gewürze. Gib diese Mischung drei Tage lang in kleinen Portionen alle 4-6 Stunden. Die Gesamtmenge entspricht etwa 60% der normalen Futterration.

Wie erkenne ich gefährliches Erbrechen?

Erbrechen wird kritisch, wenn der Hund mehr als dreimal innerhalb von 12 Stunden erbricht oder gelb-grünliche Galle sichtbar wird. Blutiges Erbrechen oder trockenes Würgen ohne Mageninhalt sind Notfälle.

Ein einzelner Brechvorgang nach zu schnellem Fressen ist meist harmlos. Der Hund wirkt danach normal und frisst am gleichen Tag wieder.

Was hilft bei Verstopfung wirklich?

Verstopfung löst sich oft durch einen Esslöffel Kürbispüree (ohne Zucker) im Futter oder 15 Minuten zusätzliche Bewegung vor dem Kotabsatz. Kein Kot seit 3 Tagen oder sichtbare Anstrengung beim Pressen erfordern tierärztliche Untersuchung.

Vorsicht bei Öl-Tricks: Olivenöl kann bei empfindlichen Hunden zusätzlichen Durchfall auslösen.

Sind Blähungen bei allen Hunden gleich?

Brachycephale Rassen wie Mops oder Bulldogge schlucken beim Fressen mehr Luft und haben naturgemäß mehr Blähungen. Plötzliche Zunahme von Blähungen bei anderen Rassen deutet auf Futterunverträglichkeit oder bakterielle Fehlbesiedelung hin.

Extrem übelriechende Blähungen nach Futterwechsel sind normal und verschwinden nach 7-10 Tagen.

Wie äußern sich Bauchschmerzen beim Hund?

Die „Gebetsstellung“ – Vorderläufe am Boden, Hinterteil hoch – ist ein klassisches Zeichen für Bauchschmerzen. Auch ständiges Umherlaufen ohne Ruhe oder vorsichtiges Berühren des Bauches weisen darauf hin.

Ein harter, aufgeblähter Bauch beim größeren Hund kann eine lebensbedrohliche Magendrehung anzeigen. Das ist ein absoluter Notfall.