Legg-Calvé-Perthes Krankheit
Die Legg-Calvé-Perthes Krankheit verursacht eine Durchblutungsstörung im Hüftkopf, die zum Absterben von Knochengewebe führt.
Inhalt
Was ist die Legg-Calvé-Perthes Krankheit beim Hund?
Die Legg-Calvé-Perthes Krankheit verursacht eine Durchblutungsstörung im Hüftkopf, die zum Absterben von Knochengewebe führt. Betroffen sind meist kleine Hunderassen im Alter zwischen vier und zwölf Monaten. Der medizinische Fachbegriff lautet aseptische Femurkopfnekrose – „aseptisch“ bedeutet dabei, dass keine Bakterien die Ursache sind.
Welche Hunde erkranken an Legg-Calvé-Perthes?
Yorkshire Terrier, West Highland White Terrier und Jack Russell Terrier haben eine genetische Veranlagung für diese Erkrankung. Bei diesen Rassen tritt sie etwa sechsmal häufiger auf als bei anderen. Auch Zwergpudel und Cavalier King Charles Spaniel sind überdurchschnittlich betroffen. Die meisten Fälle zeigen sich zwischen dem vierten und achten Lebensmonat – selten nach dem ersten Lebensjahr.
Wie erkenne ich Legg-Calvé-Perthes bei meinem Hund?
Das erste Anzeichen ist eine schleichende Lahmheit des Hinterbeins, die sich über Wochen verstärkt. Dein Hund belastet das betroffene Bein weniger oder gar nicht mehr. Beim Abtasten der Hüfte spürst du oft eine Schmerzreaktion – der Hund zuckt zusammen oder weicht aus. Der Oberschenkelmuskel auf der betroffenen Seite wird sichtbar dünner, weil er weniger genutzt wird.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Röntgenaufnahmen zeigen charakteristische Veränderungen am Hüftkopf: Er wird unregelmässig geformt und teilweise durchsichtig. Erfahrene Tierärzte erkennen die Krankheit oft schon an der Art, wie der Hund läuft. In frühen Stadien kann das Röntgenbild noch unauffällig sein – dann sind Folgeaufnahmen nach zwei bis drei Wochen nötig.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Femurkopfentfernung ist die Standardbehandlung bei deutlichen Symptomen. Dabei entfernt der Chirurg den geschädigten Hüftkopf komplett. Das klingt dramatisch – die meisten kleinen Hunde bewegen sich danach aber wieder schmerzfrei. Die Muskulatur übernimmt die Stabilisierung des Gelenks. Schmerzmedikamente und Physiotherapie unterstützen die Heilung.
Wie ist die Prognose nach der Operation?
85 Prozent der operierten Hunde erreichen wieder eine gute Lebensqualität ohne dauerhafte Lahmheit. Kleinere Hunde unter zehn Kilogramm haben bessere Aussichten als grössere. Die ersten vier Wochen nach der Operation sind entscheidend: Kurze, kontrollierte Spaziergänge fördern den Muskelaufbau. Volles Toben sollte drei Monate warten.
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