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CHV

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CHV
Definition

Das Canine Herpesvirus (CHV) ist ein DNA-Virus aus der Familie der Herpesviren, das bei Welpen unter drei Wochen zu Sterblichkeitsraten von bis zu 80% führt, während erwachsene Hunde meist nur milde Symptome zeigen.

Inhalt
  1. Wie überträgt sich CHV zwischen Hunden?
  2. Welche Symptome zeigt CHV bei Welpen und erwachsenen Hunden?
  3. Wie schützt man Welpen vor CHV?
  4. Wie diagnostiziert der Tierarzt CHV?

Das Canine Herpesvirus (CHV) ist ein DNA-Virus aus der Familie der Herpesviren, das bei Welpen unter drei Wochen zu Sterblichkeitsraten von bis zu 80% führt, während erwachsene Hunde meist nur milde Symptome zeigen.

CHV-1 etabliert sich nach der Erstinfektion lebenslang in den Nervenzellen des Hundes und kann bei Stress oder Immunschwäche reaktiviert werden. Die größte Gefahr besteht für neugeborene Welpen, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist.

Wie überträgt sich CHV zwischen Hunden?

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über direkten Kontakt während der Paarung oder Geburt. Speichel, Nasensekret und Genitalsekrete enthalten hohe Virusmengen.

Kontaminierte Gegenstände spielen eine untergeordnete Rolle, da CHV außerhalb des Körpers nur wenige Stunden überlebt. Dennoch können Wurfkisten, Decken oder Spielzeug bei frischer Kontamination zur Ansteckung führen.

Besonders riskant ist die vertikale Übertragung: Infiziert sich eine Hündin erstmals während der Trächtigkeit, fehlen die Antikörper zum Schutz der Welpen vollständig.

Welche Symptome zeigt CHV bei Welpen und erwachsenen Hunden?

Welpen unter drei Wochen entwickeln binnen 24-48 Stunden schwere Symptome: Atemnot, schwache Saugreflexe, Unterkühlung und charakteristisches Schreien. Die Körpertemperatur sinkt oft unter 35°C.

Erwachsene Hunde zeigen meist nur milde Anzeichen wie Nasenausfluss, gelegentlichen Husten oder kleine Bläschen im Genitalbereich. Viele Infektionen verlaufen völlig symptomlos.

Bei immungeschwächten Hunden kann CHV zu Atemwegsproblemen oder in seltenen Fällen zu neurologischen Ausfällen führen.

Wie schützt man Welpen vor CHV?

Die Wurfkiste sollte konstant auf 30-32°C beheizt werden, da CHV bei höheren Temperaturen schlechter repliziert. Diese Maßnahme reduziert die Sterblichkeit deutlich.

Die CHV-Impfung der Hündin erfolgt während der Trächtigkeit (1,5-2 Wochen vor dem erwarteten Decktermin und 1,5-2 Wochen vor der Geburt). Sie reduziert die Welpensterblichkeit, bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz.

Zuchthündinnen sollten vier Wochen vor und nach der Geburt von fremden Hunden isoliert werden. Bei bekannten CHV-Fällen im Bestand ist eine sechswöchige Quarantäne erforderlich.

Wie diagnostiziert der Tierarzt CHV?

Die Diagnose bei lebenden Welpen erfolgt über PCR-Tests aus Nasen- oder Rachenabstrichen. Bei verstorbenen Welpen ermöglicht die pathologische Untersuchung eine sichere Diagnose.

Antikörpertests bei erwachsenen Hunden zeigen eine durchgemachte Infektion an, können aber nicht zwischen aktiver Infektion und vergangener Exposition unterscheiden.