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Hasenpest (Tularämie)

2 Min Lesezeit
Hasenpest (Tularämie)
Inhalt
  1. Erreger und Übertragung
  2. Symptome beim Hund
  3. Diagnostik
  4. Behandlung

Tularämie, auch bekannt als Hasenpest, ist eine durch Bakterien (Francisella tularensis) verursachte Infektionskrankheit. Sie betrifft verschiedene Wild- und Haustiere sowie den Menschen. Beim Hund ist die Erkrankung selten, kann aber vorkommen und ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen.

Erreger und Übertragung

  • Erreger: Francisella tularensis, ein sehr ansteckendes, gramnegatives Bakterium.
  • Übertragung: Durch direkten Kontakt mit infizierten Wildtieren, besonders Hasen und Nagetieren.
  • Über Zecken und andere blutsaugende Parasiten (Vektoren).
  • Durch Kontakt mit kontaminiertem Wasser, Futter oder Boden.
  • Selten durch Inhalation oder Aufnahme von kontaminiertem Material.

Symptome beim Hund

Die Symptome sind unspezifisch und variieren je nach Infektionsweg und Schwere der Erkrankung:

  • Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit
  • Lymphknotenschwellungen
  • Haut- und Schleimhautveränderungen, manchmal Geschwüre
  • Atemwegsbeschwerden, Husten (bei Lungenbeteiligung)
  • In schweren Fällen Organentzündungen (Leber, Milz)
  • Gewichtsverlust und allgemeine Schwäche

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung: Anamnese und Symptome
  • Labortests: Blutuntersuchungen auf Antikörper oder Erregernachweis
  • Kultur des Bakteriums aus Blut, Gewebe oder Abstrichen
  • Molekulare Methoden: PCR-Tests zum direkten Nachweis der Erreger-DNA

Behandlung

  • Antibiotika: Die Therapie erfolgt mit geeigneten Antibiotika (z. B. Streptomycin, Gentamicin, Doxycyclin) über mehrere Wochen.
  • Unterstützende Massnahmen: Flüssigkeitszufuhr, Fiebersenkung, Behandlung von Sekundärinfektionen.
  • Isolierung: Infizierte Tiere sollten von anderen Tieren getrennt werden.

Prognose

Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung ist die Prognose meist gut. Unbehandelt kann die Tularämie schwere, mitunter tödliche Verläufe nehmen.

Bedeutung für Mensch und Umwelt

Tularämie ist eine Zoonose, das heisst, sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Menschen können sich über Zeckenstiche, direkten Kontakt mit Wildtieren oder kontaminierte Umwelt anstecken.

Daher ist beim Umgang mit erkrankten Tieren Vorsicht geboten.

Vorbeugung

  • Vermeidung von Kontakt mit Wildtieren, insbesondere toten Hasen oder Nagetieren
  • Schutz vor Zecken (Zeckenprophylaxe)
  • Hygienisches Verhalten bei der Jagd, beim Umgang mit Wild und bei der Pflege von Haustieren
  • Informieren des Tierarztes bei Verdacht auf Tularämie (es handelt sich um eine meldepflichtige Tierkrankheit)