Fossa ischiorectalis
Inhalt
Die Fossa ischiorectalis ist ein mit Fett gefüllter Hohlraum zwischen Sitzbein und Enddarm beim Hund. Dieser Bereich kann bei Abszessen oder Tumoren Probleme bereiten, Halter bemerken dann meist Schmerzen beim Sitzen oder veränderten Kotabsatz.
Funktion der Fossa ischiorectalis
Der Raum polstert den Beckenboden ab und gibt dem Enddarm Platz zur Ausdehnung. Bei gesunden Hunden bleibt diese anatomische Struktur unauffällig.
Probleme treten auf, wenn sich in diesem Bereich Entzündungen oder Geschwüre bilden. Das passiert selten, die Symptome sind dann aber deutlich.
Symptome bei Erkrankungen der Fossa ischiorectalis
Hunde mit Problemen in der Fossa ischiorectalis zeigen meist eine Kombination dieser Anzeichen: Sie setzen sich ungern hin, laufen steif in der Hinterhand oder pressen beim Kotabsatz ohne Erfolg.
Manche Hunde lecken verstärkt am Hintern oder zeigen Schmerzen beim Anheben der Rute. Bei Abszessen kann die Haut gerötet und warm sein.
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt durch Abtasten des Beckenbereichs und rektale Untersuchung. Bei unklaren Befunden folgt Ultraschall oder in seltenen Fällen MRT.
Abszesse werden chirurgisch eröffnet und gespült. Tumore erfordern je nach Art eine weiterführende Therapie durch einen Spezialisten.
Vorbeugung
Eine direkte Vorbeugung ist nicht möglich. Regelmässige Tierarztkontrollen helfen bei der Früherkennung.
Veränderungen beim Hinsetzen oder beim Kotabsatz können erste Hinweise auf Probleme im Beckenbereich geben.
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