Labordiagnostik
Labordiagnostik beim Hund bedeutet die Analyse von Blut, Urin, Kot oder anderen Körperproben, um Krankheiten zu erkennen oder den Gesundheitszustand zu beurteilen.
Inhalt
Labordiagnostik beim Hund umfasst die Analyse von Blut, Urin, Kot oder anderen Körperproben, um Krankheiten zu erkennen oder den Gesundheitszustand zu beurteilen.
Welche Laboruntersuchungen gibt es für Hunde?
Das kleine Blutbild zeigt die Anzahl roter und weisser Blutkörperchen sowie Blutplättchen. Ein niedriger Hämatokrit-Wert unter 35 % deutet auf Anämie hin. Erhöhte Leukozyten über 17 000/µl signalisieren meist eine Infektion.
Das grosse Blutbild ergänzt die Analyse um die Differenzierung der weissen Blutkörperchen. Sind mehr als 77 % neutrophile Granulozyten vorhanden, liegt oft eine bakterielle Infektion vor.
Organwerte im Blut geben Aufschluss über Leber und Niere. ALT-Werte über 100 U/l weisen auf Leberschäden hin; Kreatinin-Werte über 1,8 mg/dl zeigen Nierenprobleme an.
Wann ist eine Urinuntersuchung beim Hund nötig?
Bei häufigem Wasserlassen, Blut im Urin oder trübem Harn solltest du eine Urinprobe untersuchen lassen. Der Tierarzt misst dabei Proteingehalt und spezifisches Gewicht und sucht nach Bakterien oder Kristallen.
Als Normalbereich gilt ein spezifisches Gewicht von 1.015 bis 1.045. Niedrigere Werte können auf Nierenprobleme hindeuten. Protein im Urin über 30 mg/dl ist ebenfalls bedenklich.
Was kostet Labordiagnostik beim Hund?
Ein kleines Blutbild kostet etwa 15 bis 25 Euro. Organwerte kommen mit rund 30 bis 50 Euro hinzu. Eine komplette Urinuntersuchung liegt bei etwa 20 bis 30 Euro.
Spezielle Tests wie Schilddrüsenwerte (T4) kosten zusätzlich rund 25 bis 35 Euro. Bei Verdacht auf Cushing-Syndrom kann ein Dexamethason-Suppressionstest bis zu 80 Euro kosten.
Wie läuft die Probenentnahme ab?
Für Blutuntersuchungen wird meist aus der Hals- oder Beinvene Blut entnommen. Dein Hund sollte dafür 12 Stunden nüchtern sein, Wasser ist erlaubt.
Urinproben sammelst du am besten mit einem sauberen Becher beim Gassigang. Der Mittelstrahlurin ist am aussagekräftigsten. Die Probe sollte innerhalb von 4 Stunden untersucht werden.
Bei welchen Symptomen sind Labortests sinnvoll?
Anhaltende Müdigkeit, veränderte Trinkgewohnheiten oder Gewichtsverlust rechtfertigen eine Blutuntersuchung. Bei Durchfall über drei Tage ist eine Kotprobe auf Parasiten und Bakterien ratsam.
Ältere Hunde ab sieben Jahren profitieren von jährlichen Routine-Blutuntersuchungen. So erkennst du Organschäden früh, bevor dein Hund Symptome zeigt.
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