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Fingerhut

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Fingerhut Bild: Wikimedia Commons – Digitalis Purpurea Vingerhoedskruid.jpg von Matthijs van den Berg · CC BY-SA 4.0
Definition

Fingerhut enthält Digitalisglykoside, die unmittelbar auf den Herzmuskel wirken, und ist für Hunde in allen Pflanzenteilen giftig.

Inhalt
  1. Fingerhut ist für Hunde giftig
  2. Woran du Fingerhut erkennst
  3. Warum Fingerhut für Hunde gefährlich ist
  4. Erste Hilfe
  5. Im Garten

Fingerhut ist für Hunde giftig

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) enthält Digitalisglykoside – dieselbe Wirkstoffgruppe, aus der Herzmedikamente entwickelt wurden. Was in exakter Dosierung heilt, ist unkontrolliert aufgenommen gefährlich. Giftig sind alle Teile, und auch getrocknet bleibt die Wirkung erhalten.

Woran du Fingerhut erkennst

Eine hohe, aufrechte Pflanze mit einer einseitigen Traube glockenförmiger Blüten in Purpur, Rosa oder Weiss. Innen sind die Glocken dunkel gefleckt. Sie wächst in Gärten, auf Waldlichtungen und an Böschungen, meist zwischen Juni und August in Blüte.

Warum Fingerhut für Hunde gefährlich ist

Die Glykoside verändern, wie kräftig und in welchem Takt der Herzmuskel arbeitet. Der Abstand zwischen wirksam und schädlich ist klein. Deshalb zählt bei Fingerhut nicht, ob der Hund viel gefressen hat, sondern dass er überhaupt etwas gefressen hat.

Symptome einer Vergiftung

  • Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss
  • Unregelmässiger Herzschlag, auffällig langsam oder stolpernd
  • Schwäche, Zittern, unsicherer Gang
  • Teilnahmslosigkeit, der Hund zieht sich zurück
  • Blasse Schleimhäute
  • In schweren Fällen Kollaps

Erste Hilfe

  • Reste aus dem Maul nehmen und sichern
  • Sofort die Tierarztpraxis anrufen, auch wenn der Hund noch munter wirkt
  • Kein Erbrechen in Eigenregie – dafür gibt es kein sicheres Hausmittel
  • Ruhe halten, keine Spaziergänge, kein Spiel

Sofort zum Tierarzt, wenn

  • Blätter oder Blüten gefressen wurden
  • der Hund erbricht und dabei matt wird
  • der Puls unregelmässig ist
  • er taumelt oder zusammensackt

Im Garten

Fingerhut sät sich selbst aus und taucht im Folgejahr an neuen Stellen auf. Wer ihn im Hundegarten duldet, sollte die Sämlinge kennen – die Blattrosette im ersten Jahr blüht noch nicht und wird leicht übersehen.