EKG (24-h, Holter-EKG)
Das 24-Stunden-Holter-EKG zeichnet die Herzaktivität deines Hundes kontinuierlich über mindestens einen Tag auf – im Gegensatz zum Standard-EKG, das nur wenige Minuten dauert.
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Das 24-Stunden-Holter-EKG zeichnet die Herzaktivität deines Hundes kontinuierlich über mindestens einen Tag auf – im Gegensatz zum Standard-EKG, das nur wenige Minuten dauert.
Wann ordnet der Tierarzt ein Holter-EKG an?
Dein Tierarzt empfiehlt die 24-Stunden-Überwachung bei konkreten Verdachtsmomenten. Typische Auslöser: Dein Hund bricht beim Spaziergang zusammen, hat Hustenanfälle ohne erkennbare Ursache oder zeigt unregelmässige Atmung in Ruhephasen.
Bestimmte Rassen wie Dobermänner oder Boxer bekommen das Holter-EKG auch präventiv – sie neigen zu Herzmuskelerkrankungen, die erst spät Symptome zeigen. Ein normales Praxis-EKG übersieht solche Störungen oft, weil sie nur gelegentlich auftreten.
Wie funktioniert die Aufzeichnung über 24 Stunden?
Dein Hund trägt ein handtellergrosses Gerät in einer Gürteltasche am Körper. Drei bis fünf Elektroden kleben auf der rasierten Brust und leiten die Herzsignale an den Rekorder weiter.
Das Fell an den Elektrodenstellen wird vorher geschoren – etwa handflächengrosse Bereiche. Die meisten Hunde stört das Gerät nach einer Eingewöhnungszeit von 10-15 Minuten nicht mehr. Du holst deinen Hund am selben Tag ab und bringst das Gerät nach 24 Stunden zurück.
Was kostet ein 24-Stunden-EKG beim Hund?
Die Kosten liegen zwischen 150 und 300 Euro, abhängig von der Praxis und dem verwendeten System. Manche Tierärzte arbeiten mit Leihgeräten von Kardiologen – das kann günstiger sein als praxiseigene Technik.
Die Auswertung dauert meist 3-5 Werktage. Spezialisierte Tierkardiologen analysieren die Aufzeichnung und erstellen einen Befund für deinen Hausarzt.
Welche Herzfehler erkennt das Holter-EKG?
Vorhofflimmern, Herzblock oder ventrikuläre Extrasystolen bleiben im kurzen Praxis-EKG oft unentdeckt. Das 24-Stunden-EKG erfasst auch seltene Rhythmusstörungen, die nur unter Belastung oder in der Nacht auftreten.
Besonders wertvoll: Die Aufzeichnung zeigt, ob Herzfehler mit bestimmten Aktivitäten zusammenhängen. Treten Störungen nur beim Toben auf, ergibt das andere Therapie-Ansätze als nächtliche Rhythmusprobleme.
Kann sich mein Hund normal bewegen?
Ja, der gewohnte Tagesablauf soll beibehalten werden. Schwimmen und Baden sind tabu wegen der Elektronik. Ansonsten: Je normaler der Tag, desto aussagekräftiger die Aufzeichnung.
Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?
Ein unauffälliges Holter-EKG schliesst Herzfehler nicht aus – manche Störungen treten nur wöchentlich auf. Bei weiterhin verdächtigen Symptomen folgt oft ein zweites EKG oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens.
Was passiert bei einem auffälligen Befund?
Leichte Rhythmusstörungen sind oft harmlos und brauchen nur Kontrollen. Schwere Arrhythmien erfordern meist Medikamente oder eine Überweisung an einen Tierkardiologen.
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