Dipylidium caninum: Der Gurkenkernbandwurm
Dipylidium caninum ist ein Bandwurm, der Hunde befällt und reiskorn- oder gurkenkernartige Segmente im Kot verursacht.
Inhalt
Wie erkenne ich Gurkenkernbandwurm beim Hund?
Du siehst reiskorn- oder gurkenkernartige Gebilde im Kot oder am After deines Hundes. Solche beweglichen Segmente sind das typische Zeichen für Dipylidium caninum. Manche Hunde rutschen vermehrt auf dem Po oder lecken sich übermässig am Hinterteil.
Anders als bei anderen Würmern findest du hier keine Eier im normalen Kottest. Die Proglottiden – so heissen die Segmente – sind mit blossem Auge sichtbar und kriechen manchmal sogar im frischen Kot umher.
Wie steckt sich mein Hund mit Gurkenkernbandwurm an?
Dein Hund schluckt beim Putzen oder Knabbern einen infizierten Floh. Im Floh lebt bereits die Bandwurm-Larve. Ohne Floh keine Übertragung – das ist der Schlüssel zur Vorbeugung.
Besonders gefährdet sind Hunde mit Flohbefall oder solche, die in Haushalten mit Katzen leben. Ein einziger verschluckter Floh reicht für die Infektion aus.
Welche Behandlung hilft gegen Gurkenkernbandwurm?
Praziquantel ist der Wirkstoff der ersten Wahl. Du erhältst ihn als Tablette (Droncit, Cestem) oder Spot-on-Präparat vom Tierarzt. Eine einmalige Gabe reicht meist aus; die abgetöteten Würmer werden über den Kot ausgeschieden.
Die Kosten liegen zwischen 15 und 40 Euro, je nach Präparat und Hundegrösse. Ohne gleichzeitige Flohbehandlung steckt sich dein Hund binnen Wochen erneut an.
Warum ist Flohbekämpfung bei Gurkenkernbandwurm so entscheidend?
Jeder Floh kann infiziert sein. Solange Flöhe in der Umgebung leben, droht die nächste Ansteckung. Moderne Flohpräparate wie Bravecto oder Seresto töten erwachsene Flöhe ab, bevor sie Bandwurm-Larven aufnehmen können.
Behandle auch die Wohnung: Flohlarven entwickeln sich in Teppichen und Polstern monatelang weiter. Ein Saugerdurchgang alle zwei Tage über vier Wochen unterbricht den Vermehrungszyklus.
Kann ich mich beim Hund mit Gurkenkernbandwurm anstecken?
Ja, aber nur durch das Verschlucken eines infizierten Flohs. Das passiert fast ausschliesslich bei Kleinkindern, die alles in den Mund nehmen. Beim Menschen zeigen sich dieselben reisförmigen Segmente im Stuhl.
Die Behandlung beim Hausarzt erfolgt mit denselben Wirkstoffen wie beim Hund. Erwachsene stecken sich praktisch nie an, da sie keine Flöhe verschlucken.
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