Ascaridae
Ascaridae sind Spulwürmer, die den Dünndarm von Hunden besiedeln und dort bis zu 18 cm lang werden können.
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Ascaridae sind Spulwürmer, die den Dünndarm von Hunden besiedeln und dort bis zu 18 cm lang werden können. Der häufigste Vertreter beim Hund ist Toxocara canis, der besonders Welpen und Junghunde befällt.
Spulwürmer unterscheiden sich von anderen Darmwürmern durch ihre wandernde Larvenphase: Nach der Aufnahme durchbohren sie die Darmwand und wandern über Leber und Lunge zurück in den Darm – ein Prozess, der 4–5 Wochen dauert.
Wie steckt sich mein Hund mit Ascariden an?
Die Ansteckung erfolgt über drei Hauptwege. Der häufigste: Dein Hund leckt Wurmeier von Gras oder Erde auf – bereits 20 Eier können ausreichen. Welpen infizieren sich oft schon im Mutterleib oder über die Muttermilch.
Weniger bekannt ist der Transportwirt-Weg: Mäuse, Vögel oder Regenwürmer nehmen Eier auf, die Larven bleiben in deren Gewebe schlafend aktiv. Frisst dein Hund einen solchen Zwischenwirt, gelangen lebende Larven direkt in seinen Darm.
Welche Symptome zeigen befallene Hunde?
Erwachsene Hunde zeigen oft keine sichtbaren Symptome – was viele Halter zu einem Fehlschluss verleitet. Welpen dagegen entwickeln den typischen „Wurmbauch“: aufgebläht und gespannt, während die Rippen sichtbar bleiben.
Weitere Anzeichen: schleimiger bis wässriger Durchfall, Erbrechen von schaumigem Mageninhalt, stumpfes Fell und reduzierte Spielbereitschaft. In schweren Fällen werden lebende Würmer erbrochen oder ausgeschieden.
Warum sind Kotproben oft negativ trotz Wurmbefall?
Kotuntersuchungen zeigen nur erwachsene, eierlegende Würmer an. Wandernde Larven – die bereits Schäden verursachen – bleiben unsichtbar. Ascariden scheiden ausserdem nicht täglich Eier aus.
Selbst bei sichtbaren Würmern im Kot kann die Probe am Folgetag negativ sein. Tierärzte empfehlen daher Sammelkotproben über drei Tage oder eine prophylaktische Behandlung bei Verdacht.
Welche Medikamente wirken gegen Ascariden?
Bewährt haben sich Wirkstoffe wie Fenbendazol, Flubendazol oder Pyrantel. Fenbendazol wird oft an drei aufeinanderfolgenden Tagen gegeben, tötet aber nur erwachsene Würmer – nicht die wandernden Larven.
Eine Zweitbehandlung nach 14 Tagen ist daher nötig: Die damals wandernden Larven sind dann erwachsen und medikamentös erreichbar. Eine einmalige Gabe reicht nie aus.
Was kann ich zur Vorbeugung tun?
Sammle Hundekot sofort auf – Wurmeier werden erst nach 2–4 Wochen in der Umwelt infektiös. Regelmässiges Aufräumen durchbricht den Vermehrungszyklus effektiver als jedes Medikament.
Vermeide es, deinen Hund Mäuse oder Vögel fressen zu lassen. In Haushalten mit Kleinkindern oder immungeschwächten Personen sind vierteljährliche Entwurmungen oder monatliche Kotkontrollen sinnvoll – Ascariden können auch Menschen befallen.
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