Arthrodese
Arthrodese ist die chirurgische Versteifung eines Hundegelenks, bei der die Gelenkflächen dauerhaft miteinander verschmelzen.
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Arthrodese ist die chirurgische Versteifung eines Hundegelenks, bei der die Gelenkflächen dauerhaft miteinander verschmelzen. Das Gelenk verliert seine Beweglichkeit, aber der Hund kann schmerzfrei laufen.
Bei Hunden wird diese Operation hauptsächlich an Sprunggelenk, Karpal- und Tarsalgelenken durchgeführt. Seltener am Ellbogen oder Knie, da dort der Bewegungsverlust schwerwiegender ist.
Bei welchen Hundeproblemen kommt Arthrodese infrage?
Die Gelenkversteifung ist die letzte therapeutische Option bei schweren Gelenkschäden. Ein typischer Fall: Ein Border Collie mit chronischer Sprunggelenksarthrose nach einem Kreuzbandriss, der trotz Schmerzmedikamenten nur noch humpelnd läuft.
Die Operation wird erwogen bei:
- Schwerer Arthrose mit dauerhaften Schmerzen trotz Medikation
- Gelenkbrüchen die nicht heilen (Pseudoarthrosen)
- Instabilen Gelenken nach Bandverletzungen
- Osteosarkomen im Gelenkbereich als Alternative zur Amputation
Wie läuft die Operation ab?
Der Tierarzt entfernt zunächst den geschädigten Gelenkknorpel komplett. Dann fixiert er die Knochen mit Titanplatten und Schrauben in der gewünschten Position.
Am Sprunggelenk wird meist ein Winkel von 135-140 Grad gewählt – so kann der Hund normal stehen und gehen. Die Operation dauert 1-3 Stunden, je nach betroffenem Gelenk.
Die Kosten liegen zwischen 1.500 und 4.000 Euro, abhängig von der Klinik und dem betroffenen Gelenk.
Wie verläuft die Heilung nach der Arthrodese?
Die Knochen verwachsen in 8-16 Wochen miteinander. Dein Hund darf in dieser Zeit nur an der Leine und trägt meist einen Verband oder eine Schiene.
Physiotherapie beginnt nach 2-3 Wochen mit passiven Bewegungen der umliegenden Gelenke. Schwimmen ist oft schon nach 6 Wochen möglich.
90% der Hunde laufen nach erfolgreicher Heilung ohne Schmerzen. Das versteifte Gelenk fällt beim normalen Gehen kaum auf, da andere Gelenke die fehlende Bewegung teilweise kompensieren.
Welche Risiken hat die Gelenkversteifung?
Die häufigste Komplikation ist eine verzögerte Knochenheilung (10-15% der Fälle). Dann muss eventuell nachoperiert werden.
Infektionen treten bei etwa 5% der Operationen auf. Materialbrüche sind selten, können aber eine erneute Operation erfordern.
Langfristig können benachbarte Gelenke durch die Mehrbelastung arthrotisch werden. Das passiert aber meist erst nach Jahren und lässt sich medikamentös behandeln.
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