Von Köln bis Mexiko-Stadt: Schutz für Spaniens Jagdhunde in 31 Städten gefordert
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Der internationale Protest für den Schutz für Spaniens Jagdhunde ist längst kein lokales Tierschutzthema mehr. Am 20. März 2026 wurde in 31 Städten in Europa und darüber hinaus ein offener Brief an spanische Botschaften und Konsulate übergeben. Die Forderung ist eindeutig: Jagdhunde in Spanien müssen endlich denselben gesetzlichen Schutz erhalten wie andere Hunde. Dass diese Debatte weit über Spaniens Grenzen hinaus Menschen mobilisiert, zeigt auch, wie sehr das Leid von Galgos, Podencos und anderen Jagdhunden inzwischen international wahrgenommen wird.
Der Protest ist international geworden
Die Übergaben fanden laut Pressemitteilung in Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Nordirland, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Argentinien und Mexiko statt. Parallel dazu wurde der Brief in Madrid an die spanische Regierung übergeben. Namentlich genannt werden unter anderem München, Düsseldorf, Stuttgart, Wien, Bern, London und Mexiko-Stadt. Begleitet wurden viele dieser Aktionen von Demonstrationen vor den spanischen Auslandsvertretungen.
Von den Märschen auf die diplomatische Ebene
Wer den Kölner Galgomarsch verfolgt hat, weiß, dass hinter diesen Protesten keine abstrakte Rechtsdebatte steht. Es geht um Hunde, die ausgesetzt werden, nach der Jagdsaison entsorgt, unzureichend versorgt, schlecht transportiert oder dauerhaft angebunden gehalten werden. Genau deshalb ist es folgerichtig, dass sich der Bogen nun von den Mahnwachen und Märschen auf deutschen Straßen bis zu offenen Briefen an spanische Botschaften spannt. Der Kölner Galgomarsch war ein sichtbares Zeichen des Protests. Die jetzige Übergabe in 31 Städten zeigt, dass daraus längst ein internationaler politischer Druck geworden ist.
Warum der offene Brief so brisant ist
Der Kern der Kritik ist das spanische Tierschutzgesetz 7/2023. Dort heißt es einerseits, Hunde, Katzen und Frettchen seien unabhängig von Verwendungszweck, Aufenthaltsort oder Herkunft grundsätzlich Haustiere. Zugleich werden Jagdhunde vom Anwendungsbereich des Gesetzes ausgenommen. Genau diesen Widerspruch greifen die Unterzeichner an. Sie sprechen von einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung und einem erheblichen Schutzdefizit.
Wenn Schutz nur für manche Hunde gilt
Der offene Brief bleibt nicht bei Symbolik stehen, sondern benennt konkrete Folgen dieser Ausnahmeregelung. Dokumentiert werden Fälle ausgesetzter Galgos, Podencos und anderer Jagdhunde, Berichte über unzureichend kontrollierte Zuchtanlagen, Defizite bei tierärztlicher Versorgung, problematische Transportbedingungen und Hunde, die dauerhaft angebunden und ungeschützt der Witterung ausgesetzt sind. Der Vorwurf ist deutlich: Wo der gesetzliche Rahmen fehlt, fehlen am Ende oft auch wirksame Eingriffs- und Sanktionsmöglichkeiten.
Die Forderung ist klar: Gleiches Recht für alle Hunde
Die Unterzeichner verlangen, dass Jagdhunde in Spanien vollständig in das Tierschutzgesetz aufgenommen werden. Dazu gehören aus ihrer Sicht dieselben Vorgaben bei Haltung, tierärztlicher Versorgung, Zucht, Registrierung, Rückverfolgbarkeit und Kontrolle, die für andere Hunde längst gelten. Der Leitsatz der Aktion ist deshalb bewusst einfach und wirksam: „¡Mismos perros, misma ley!“ Gleiches Recht für alle Hunde.
Wer hinter der Aktion steht
Unterzeichnet wurde der offene Brief unter anderem von Sebastian Everding, Tina Hartmann, Rafael Agudo, Maria Teresa García Rodríguez, Verena Wiegand vom Münchner Galgomarsch und Julia Reinhardt vom Kölner Galgo-Marsch. Laut den vorliegenden Unterlagen wird die Initiative von zahlreichen Gruppen, Vereinen und Bürgern in Europa und international unterstützt.