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Urlaub mit Wau-Effekt: Warum du unbedingt nach Niedersachsen mit deinem Hund reisen solltest

Niedersachsen bietet 47 Hundestrände an der Nordsee, leinenfreie Wanderwege im Solling und hundefreundliche Altstädte – aber nicht alle beworbenen Ziele sind wirklich hundetauglich.

3 Min Lesezeit
Urlaub mit Wau-Effekt: Warum du unbedingt nach Niedersachsen mit deinem Hund reisen solltest
Inhalt
  1. Hundestrände an der Nordseeküste und am Steinhuder Meer
  2. Leinenpflicht und leinenfreie Bereiche im Harz und Solling
  3. Hundefreundliche Sehenswürdigkeiten und Altstädte
  4. Wanderrouten und Radwege für Hunde
  5. Kosten für Unterkunft und Kurtaxe

Niedersachsen zwischen Nordsee und Harz bietet eine der grössten Auswahlen an hundefreundlichen Reisezielen in Deutschland. Die Angebote unterscheiden sich allerdings stark – nicht alle beworbenen Hundestrände und Wanderwege sind ganzjährig nutzbar oder wirklich leinenfrei.

Hundestrände an der Nordseeküste und am Steinhuder Meer

An der niedersächsischen Nordseeküste bestehen 47 offizielle Hundestrände. Der Hundestrand Cuxhaven-Duhnen ist mit 800 Metern Länge der grösste und ganzjährig für leinenfreies Spielen geöffnet. Bei Ebbe können Hunde weit ins Watt laufen.

Auf Norderney liegt der Hundestrand am Weststrand (Strandabschnitt 11–14) windgeschützt. Die meisten anderen Inselstrände sind nur von Oktober bis März für Hunde zugänglich – viele Reiseführer erwähnen diese Einschränkung nicht.

Am Steinhuder Meer sind drei ausgewiesene Hundebadestellen vorhanden. Die bekannteste in Mardorf bietet einen Sandstrand mit flachem Einstieg. Das Gewässer friert selten zu, sodass Hunde auch im Winter schwimmen können.

Leinenpflicht und leinenfreie Bereiche im Harz und Solling

Im Nationalpark Harz gilt grundsätzlich Leinenpflicht. Auf den ausgewiesenen Rundwegen um die Odertalsperre dürfen sicher abrufbare Hunde abgeleint werden.

Im Solling gelten die niedersächsischen Waldgesetze: Zwischen dem 16. Juli und dem 15. April dürfen Hunde frei laufen, sofern sie nicht wildern. Die Rundwege um Silberborn sind gut markiert und führen nicht durch Wildschutzgebiete.

Der Harzer Grenzweg ist anspruchsvoll. Die Etappe von Bad Harzburg zum Brocken umfasst 16 Kilometer mit 600 Höhenmetern. Hunde benötigen ausreichend Pausen und Wasser.

Hundefreundliche Sehenswürdigkeiten und Altstädte

Die meisten Schlösser und Museen in Niedersachsen sind für Hunde nicht zugänglich. Schloss Marienburg erlaubt nur Blindenhunde, die Herrenhäuser Gärten nur im Berggarten – nicht im barocken Hauptgarten.

Die Altstadt von Celle ist hundefreundlich. Die Fachwerkhäuser lassen sich vom Gehweg aus betrachten, die meisten Cafés in der Zöllnerstrasse erlauben Hunde. Das Bomann-Museum stellt Wassernäpfe vor dem Eingang bereit.

In Lüneburg ist der Stintmarkt mit seinen historischen Giebelhäusern für Hunde zugänglich. Die Wasserviertel-Tour führt über rutschfestes Kopfsteinpflaster.

Wanderrouten und Radwege für Hunde

Der Heidschnuckenweg ist 223 Kilometer lang. Zwischen Juni und September besteht wegen der weidenden Heidschnuckenherden Leinenpflicht. Die Nebensaison ist für Hunde besser geeignet.

Der Ems-Radweg von der Quelle bis zur Mündung ist 375 Kilometer lang, flach und über befestigte Wege begehbar. Alle paar Kilometer haben Hunde Zugang zum Wasser.

Der Weser-Radweg zwischen Hann. Münden und Bremen lässt sich in 6–8 Etappen aufteilen. Pro Tag sind 25–30 Kilometer machbar. Die Fähre bei Beverungen nimmt Hunde kostenlos mit.

Kosten für Unterkunft und Kurtaxe

In den meisten Hotels kostet ein Hund zwischen 10 und 25 Euro pro Nacht. An der Küste sind es oft 15–20 Euro, im Harz meist unter 15 Euro. Ferienwohnungen verlangen häufig eine Pauschale von 30–50 Euro für den gesamten Aufenthalt.

Die Kurtaxe für Hunde beträgt an den meisten Küstenorten 1–2 Euro pro Tag (Cuxhaven 1,50 Euro, Norderney 2 Euro). Im Inland fällt sie meist kostenfrei an.

Die meisten Restaurants berechnen nichts extra für Hunde. Ein Hundemahl in Touristenzentren kostet etwa 8–12 Euro.

Kann ich mit meinem Hund in die Autostadt Wolfsburg?

Nein, in die Autostadt Wolfsburg dürfen keine Hunde. Das gilt für alle Gebäude und das Aussengelände. Ausnahme sind ausgebildete Assistenzhunde.

Sind alle Ostfriesischen Inseln hundefreundlich?

Die Inseln haben unterschiedliche Regeln. Borkum und Norderney haben ganzjährige Hundestrände, Juist erlaubt Hunde nur von Oktober bis März am Strand. Langeoog hat keinen ausgewiesenen Hundestrand.

Darf mein Hund im Wattenmeer frei laufen?

Nein, im Nationalpark Wattenmeer gilt ganzjährig Leinenpflicht. Das betrifft auch Wattwanderungen. Die Guides achten darauf, weil Hunde die Vogelwelt stören können.

Wo finde ich hundefreundliche Restaurants in Hannover?

In der Altstadt sind die meisten Restaurants hundefreundlich: „Zum Stövchen“ in der Kramerstrasse, „Brauhaus Ernst August“ am Schmiedegasse und „Paulaner“ am Georgsplatz. Alle haben Wassernäpfe und erlauben Hunde im Innenbereich.

Gibt es spezielle Hundewanderwege in der Lüneburger Heide?

Der „Lila Pfad“ bei Schneverdingen ist für Hundebesitzer angelegt. Er ist 4 Kilometer lang, führt durch leinenfreie Bereiche und hat drei Wasserstellen. Der Weg ist ganzjährig begehbar und kostet keinen Eintritt.

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