Haltung & Alltag

Tiergottesdienst in Regensdorf am 6. September 2026: Wenn Tiere Teil des kirchlichen Lebens werden

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Tiergottesdienst in Regensdorf am 6. September 2026: Wenn Tiere Teil des kirchlichen Lebens werden Quelle: eigene · Pomelli by Google Labs
Inhalt
  1. Informationen zur Veranstaltung
  2. Kirche und Tiere: Was steckt hinter Tiergottesdiensten?
  3. Tiere als Mitgeschöpfe, von Franz von Assisi bis heute

Am 6. September 2026 wird es in der Kirche Regensdorf etwas anders zugehen als bei einem gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst. Die Reformierte Kirche Furttal lädt zu einem Gottesdienst für Mensch und Tier ein. Tierhalter dürfen ihre tierischen Begleiter mitbringen. Im Mittelpunkt stehen die Freundschaft zwischen Mensch und Tier sowie die Segnung von Mensch und Tier.

Dieser Tiergottesdienst ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die sich mit der besonderen Beziehung zwischen Menschen und Tieren beschäftigen. Unterstützt wird der Anlass vom Arbeitskreis Kirche und Tiere (AKUT). Der Verein setzt sich dafür ein, Tiere als Mitgeschöpfe wahrzunehmen und ihre Rolle in Kirche, Gesellschaft und im persönlichen Leben des Menschen sichtbar zu machen.

Informationen zur Veranstaltung

Wann: Sonntag, 06. September 2026 ab 10 Uhr

Wo: Kirche Regensdorf, Watterstrasse 23, 8105 Regensdorf

Was: Gottesdienst mit Thema „Freundschaft zwischen Mensch und Tier“. Zu Gast sind Larissa Lisera, Tiermedizinische Praxisassistentin, die von ihrem Beruf und ihrem Umgang mit Tieren berichten wird, sowie Corinne Bächler vom Arbeitskreis Kirche und Tiere. Segnung von Mensch und Tier. Kollekte für den Arbeitskreis Kirche und Tiere. Anschliessend Apéro.

Weitere Informationen: Menschen dürfen ihre Haustiere zum Gottesdienst mitbringen. Hunde, Katzen, Vögel oder Nagetiere; alle sind willkommen.

Link zum Veranstaltungsflyer: Gottesdienst für Mensch und Tier in der Kirche Regensdorf am 06. September

Webseite der Reformierten Kirche Furttal mit Veranstaltungstermin: https://kirche-furttal.ch/veranstaltung/20435/

Kirche und Tiere: Was steckt hinter Tiergottesdiensten?

Dass Tiere in einer Kirche willkommen sind und sogar gesegnet werden, mag zunächst ungewöhnlich klingen. Dahinter steht jedoch ein Gedanke, der deutlich weiter reicht als einzelne Veranstaltungen. Es geht um die Frage, welchen Platz Tiere in der Beziehung zwischen Mensch, Schöpfung und christlichem Glauben haben.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Arbeitskreis Kirche und Tiere (AKUT) (Webseite: https://arbeitskreis-kirche-und-tiere.ch/). Der gemeinnützige, konfessionsübergreifende Verein beschäftigt sich mit der Mensch-Tier-Beziehung aus christlicher, ethischer und gesellschaftlicher Sicht. AKUT versteht Tiere als Mitgeschöpfe und setzt sich dafür ein, ihre Würde und ihr Wohlergehen stärker ins kirchliche Bewusstsein zu rücken.

Dazu gehören auch konkrete Angebote. Der Arbeitskreis unterstützt und organisiert unter anderem Tiergottesdienste, Tiersegnungen und Tiertrauergottesdienste.

Damit möchte er Menschen Raum geben, ihre Beziehung zu einem Tier auch im kirchlichen Rahmen auszudrücken. Freude und Dankbarkeit über ein gemeinsames Leben können dabei ebenso eine Rolle spielen wie Sorge, Abschied und Trauer.

Ein Tiergottesdienst ist deshalb nicht einfach ein gewöhnlicher Gottesdienst, bei dem ausnahmsweise Hunde, Katzen oder andere Tiere mitkommen dürfen. Vielmehr wird die Beziehung zwischen Mensch und Tier selbst zum Thema.

Tiere als Mitgeschöpfe, von Franz von Assisi bis heute

Dass Tiere im christlichen Glauben und im kirchlichen Leben eine Rolle spielen, ist kein völlig neuer Gedanke. Besonders bekannt ist Franz von Assisi, der als Schutzpatron der Tiere und der Umwelt gilt. In Darstellungen und Überlieferungen wird er häufig gemeinsam mit Tieren gezeigt.

Auch andere Heilige werden mit bestimmten Tieren in Verbindung gebracht. Sie gelten beispielsweise als Schutzpatrone bestimmter Tierarten oder werden mit Tieren in ihrer Lebensgeschichte oder ihren Legenden dargestellt.

Im Mittelpunkt des Tiergottesdienstes in Regensdorf steht die Beziehung zwischen Mensch und Tier und die Verantwortung des Menschen gegenüber anderen Lebewesen. Der Arbeitskreis Kirche und Tiere rückt deshalb einen Gedanken in den Vordergrund: Tiere sind nicht einfach Besitz oder Begleiter des Menschen, sondern Teil der Schöpfung. Ihnen mit Achtung zu begegnen und ihr Wohlergehen ernst zu nehmen, gehört damit ebenso zur Mensch-Tier-Beziehung wie Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit.

Der Tiergottesdienst in Regensdorf verbindet einen heutigen Blick auf die Mensch-Tier-Beziehung mit dem Gedanken, der im christlichen Verständnis der Schöpfung schon lange eine Rolle spielt: Der Mensch ist nicht allein auf dieser Welt, sondern Teil einer Schöpfung, zu der auch die Tiere gehören.