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Rassehundezucht im Wandel: Möglichkeiten des modernen Zuchtmanagements

11 Min Lesezeit
Rassehundezucht im Wandel: Möglichkeiten des modernen Zuchtmanagements
Inhalt
  1. Zuchtstrategie vs. Zuchtprogramm
  2. Was ist das Ziel?
  3. Datenerhebung
  4. Strategien
  5. Einkreuzung
  6. Outcross
  7. Bestehenden Genpool nutzen
  8. Begriffserklärungen

Verfasserin: Dr. Anja Geretschläger, CEO und wissenschaftliche Leitung FERAGEN GmbH, Strubergasse 26, 5020 Salzburg

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Die Rassehundezucht steht vor einem echten Umbruch. Kein sanfter Wandel, der sich gemächlich ankündigt – sondern eine Veränderung, die notwendig ist, wenn wir auch in zwanzig Jahren noch gesunde, vitale Hunde züchten wollen.

Wer sich länger mit Rassehunden beschäftigt, merkt: Die Herausforderungen sind gewachsen, aber die Möglichkeiten auch. Im folgenden Artikel geht es genau darum – um Zuchtmanagement, das nicht in der Vergangenheit stecken bleibt, sondern Tradition und wissenschaftlichen Fortschritt zusammendenkt. Denn beides schließt sich nicht aus. Es braucht beides.

Hunde sind, biologisch betrachtet, ein faszinierendes Beispiel dafür, was gezielte Selektion über Generationen hinweg bewirken kann. Nirgendwo sonst in der Tierwelt findet sich eine Spezies mit derart unterschiedlichen Erscheinungsformen – von der winzigen Chihuahua bis zum massigen Mastiff, von lockigem Fell bis zum glatten Kurzhaar, von der lebhaften Hütehund-Intelligenz bis zur gelassenen Bulldoggen-Art. Rassetypisch bedeutet dabei: Tiere, die sich in Aussehen und Wesen so ähneln, dass sie eindeutig einer definierten Gruppe zugeordnet werden können – und deren Nachkommen denselben Typ zeigen. Rassen sind also beständige, vorhersehbare genetische Einheiten, klar voneinander abgegrenzt.

Gleichzeitig sind Rassen geschlossene Populationen. Es werden – sofern keine gezielten Einkreuzungen stattfinden – ausschließlich Tiere innerhalb der Rasse miteinander verpaart. Und gemessen an der Gesamtzahl aller Rassevertreter sind es oft erschreckend wenige Tiere, die das genetische Material tatsächlich an die nächste Generation weitergeben.

Das hat Folgen. Mehrere Faktoren haben über die Jahrzehnte dazu geführt, dass die genetische Diversität in vielen Rassen spürbar abgenommen hat. Bestimmte Hunde oder Linien wurden immer wieder bevorzugt eingesetzt – weil sie Titel gewonnen haben, weil sie „rassetypisch“ aussahen, weil sie verfügbar waren. Die Konsequenz: Ein immer engerer Genpool, steigende Inzuchtgrade, eine Häufung genetischer Defekte und Erbkrankheiten. Manche Genvarianten werden dominant, andere verschwinden still und leise.

Das lässt sich aufhalten – aber nur mit Zuchtpraktiken, die genetische Vielfalt aktiv fördern, Inzucht konsequent beobachten und die Gesundheit der Hunde nicht als nachrangiges Kriterium behandeln. Dafür braucht jede Rasse eine maßgeschneiderte Strategie. Eine Universallösung, die sich über alle Rassen stülpen lässt, gibt es nicht – und wer das behauptet, kennt die Materie nicht wirklich.

Zuchtstrategie vs. Zuchtprogramm

Diese beiden Begriffe werden oft in einem Atemzug genannt, bezeichnen aber unterschiedliche Dinge – und die Unterscheidung ist wichtig.

Eine Zuchtstrategie ist der Plan. Sie legt fest, was erreicht werden soll und mit welchen Mitteln. Das kann die gezielte Auswahl von Elterntieren sein, um bestimmte Eigenschaften zu fördern. Es kann die Vermeidung von Inzucht bedeuten, um den Genpool offenzuhalten. Es umfasst Gesundheitsüberwachung, die Berücksichtigung genetischer Profile bei der Partnerwahl und die klare Priorisierung von Zielen. All das ist Strategie.

Ein Zuchtprogramm ist die Umsetzung. Es beschreibt den konkreten, organisierten Ablauf: Welche Tiere werden gepaart? Welche Untersuchungen sind Pflicht? Welche Daten werden erhoben? Wie werden Entscheidungen kontrolliert und dokumentiert? Das Programm macht aus dem Plan Realität.

Wichtig zu verstehen: Zuchtstrategien sind keine in Stein gemeißelten Vorgaben. Sie müssen sich verändern dürfen – mit den Erkenntnissen, die man gewinnt, mit den Ressourcen, die zur Verfügung stehen, und mit den Zielen, die sich über die Zeit verschieben.

Was ist das Ziel?

Bevor man irgendetwas plant, müssen zwei Fragen ehrlich beantwortet werden:

Was wollen wir erreichen?

Wie wollen wir es erreichen?

Das WAS kommt zuerst – und das ist keine Kleinigkeit. Es geht darum, klar zu benennen, wo eine Rasse Probleme hat. Nicht drumherum reden, nicht beschönigen. Fakten unter den Teppich zu kehren hilft niemandem – schon gar nicht den Hunden.

Häufig sind es genetische Erkrankungen, die Züchter und Clubs zum Handeln zwingen. Aber da muss man genauer hinschauen: Nicht jede genetische Erkrankung erfordert dasselbe Vorgehen.

Der einfachste Fall: eine monogene rezessive Erkrankung mit verfügbarem Gentest. Hier lässt sich über genetische Nachweise relativ präzise feststellen, wie viele Träger oder betroffene Tiere in der Population vorhanden sind. Die Strategie ist dann überschaubar – Zuchttiere testen, Träger nur mit frei getesteten Partnern verpaaren. In zwei Generationen kann ein Defekt aus einer Linie verschwinden, wenn eine freie Hündin aus einem Träger/frei-Wurf in die Zucht geht und dann mit einem freien Rüden gepaart wird.

Trotzdem gilt hier Vorsicht: Wer Träger pauschal aus der Zucht ausschließt, sollte vorher prüfen, ob die effektive Zuchtpopulation das überhaupt hergibt. Wenn es keine belegten Zusammenhänge zwischen Trägerstatus und weiteren gesundheitlichen oder wesensverändernden Problemen gibt, führt ein rigoroser Ausschluss lediglich zu einer unnötigen Verengung des Genpools – und schafft damit an anderer Stelle neue Probleme.

Dann gibt es die komplexeren Fälle: Autoimmunerkrankungen, Epilepsie, Herzerkrankungen, Krebs. Hier ist ein einziger Gentest keine Lösung. Diese Erkrankungen haben eine vielschichtige genetische Basis – mehrere Gene wirken zusammen, manchmal kommen Umweltfaktoren hinzu. Für solche Situationen braucht es kreativere Ansätze.

Einer davon: den Erhalt der genetischen Diversität selbst als Ziel setzen. Mittlerweile ist gut belegt, dass ein breiter Genpool positive Effekte hat – er reduziert Inzuchtdepression, verdünnt schädliche Gene und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass diese in homozygoter Form zusammentreffen. Gerade bei Autoimmunerkrankungen spielt eine robuste, vielfältige Immunantwort eine entscheidende Rolle – und die ist eng mit genetischer Diversität verknüpft.

Früher musste man sich dabei auf Pedigree-Berechnungen verlassen, die nur so gut sind wie die Daten dahinter. Unvollständige Stammbäume, fehlende Generationen, mögliche Fehler in der Dokumentation – all das begrenzt die Aussagekraft. Heute sieht das anders aus: Dank moderner Genomanalysen können Verwandtschaftsgrade und Inzuchtkoeffizienten auf Basis von tausenden genetischen Markern berechnet werden. Das Ergebnis sind genomische Inzuchtkoeffizienten und Heterozygotiewerte, die deutlich präziser sind als jede Pedigree-Auswertung. Man kann damit den Grad der genetischen Diversität einer Rasse nicht nur messen, sondern über Zeit beobachten.

Datenerhebung

Gute Entscheidungen brauchen eine solide Grundlage – keine Bauchgefühle, keine Schätzungen, keine selektive Wahrnehmung. Das klingt selbstverständlich, ist in der Praxis aber längst nicht immer so.

Daten müssen über Jahre hinweg systematisch erhoben werden: Gesundheitsuntersuchungen, Zuchtergebnisse, genetische Tests. Was in der Zuchtordnung vorgeschrieben ist, sollte auch wirklich dokumentiert und ausgewertet werden. Aber Daten zu sammeln ist eben nur der erste Schritt. Der zweite – und mindestens genauso wichtige – ist die regelmäßige Auswertung.

Maßnahmen, die vor fünf oder zehn Jahren sinnvoll waren, können heute überholt sein. Wer damals Richtlinien für den Umgang mit Trägern einer rezessiven Erkrankung erstellt hat, sollte heute fragen: Wie häufig ist diese Erkrankung in der Population noch? Hat die Strategie gewirkt? Und: Gibt es inzwischen andere Baustellen, die mehr Aufmerksamkeit verdienen?

Zuchtstrategien müssen dynamisch bleiben. Sie sind kein Denkmal, sondern ein Steuerungsinstrument.

Erfreulich: Immer mehr Zuchtclubs erkennen, wie wertvoll länderübergreifende Datenbanken sind. Über die myFERAGEN-Onlineplattform konnte beispielsweise ein Datenaustausch zwischen dem VBSÖ in Österreich und dem DKBS sowie dem DMC in Deutschland für Belgische Schäferhunde realisiert werden. Das ermöglicht eine internationale Beurteilung des Diversitätsgrades – und setzt damit einen echten Maßstab, was die Analyse von Zuchtpopulationen betrifft.

Strategien

Keine Rasse ist wie die andere. Jede bringt ihre eigene Geschichte mit, ihre eigenen Stärken und Schwächen, ihren ganz eigenen Bedarf. Entsprechend unterschiedlich müssen die Ansätze sein.

Manchmal reichen kleine Stellschrauben, um viel zu bewegen. Manchmal braucht es ein aufwändigeres Programm. Oft ist es eine Kombination aus mehreren Strategien, die zum Erfolg führt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie das konkret aussehen kann.

Einkreuzung

Einkreuzungsprojekte gehören zu den komplexesten Zuchtstrategien überhaupt – und zu den umstrittensten. Nicht selten hört man das Argument, damit würden „Mischlinge gezüchtet“. Das ist eine Vereinfachung, die der Sache nicht gerecht wird.

Einkreuzungen mit einer Fremdrasse erhöhen die Zahl heterozygoter Genorte – die genetische Diversität steigt, die Fitness der Hunde verbessert sich. Ja, das Erscheinungsbild wird kurzfristig weniger einheitlich. Aber genau das ist der Preis für einen gesünderen Genpool.

Solche Projekte sind nur dann sinnvoll, wenn die Einkreuzungshunde tatsächlich in der weiteren Zucht eingesetzt werden – und die eingebrachten Gene so auch in der Gesamtpopulation ankommen. Ein Beispiel, das diesen Weg konsequent gegangen ist: der Kromfohrländer und seine Einkreuzung mit dem Dansk-Svensk Gårdshund. Der Hintergrund: Der Kromfohrländer entstand aus nur zwei Gründertieren – eine denkbar enge genetische Basis, die über Jahrzehnte zu erheblichen Problemen geführt hat. Das Ziel des Projekts war klar: genetische Diversität erhöhen, Inzuchtrisiken reduzieren.

Die Herausforderung bei jeder Einkreuzung liegt schon in der Auswahl der Fremdrasse. Phänotyp und Verhalten spielen eine Rolle – aber Gesundheit steht an erster Stelle. Man will keine neuen Krankheitsrisiken einschleusen, während man alte bekämpft. Dazu braucht es sorgfältige Rückkreuzungsstrategien: den Phänotyp der Ausgangsrasse Schritt für Schritt wiederherstellen und gleichzeitig das neu eingebrachte genetische Material so lange wie möglich in der Population halten.

Beim Kromfohrländer-Projekt wurde auf Rückkreuzung mit reinrassigen Hunden gesetzt. Wie sich der Phänotyp von Generation zu Generation verändert hat, zeigt Abbildung 1. Gleichzeitig wurden Heterozygotiewerte und genomische Inzuchtkoeffizienten je Generation dokumentiert – eine Datentiefe, die belastbare Aussagen erlaubt.

Rassehundezucht im Wandel: Möglichkeiten des modernen Zuchtmanagements - abbildung 1

Phänotypische Veränderungen nach Einkreuzung und Rückkreuzung mit reinrassigen Kromfohrländern. Die Generationen wurden phänotypisch und genetisch dokumentiert durch Ermittlung von genomischen Inzuchtkoeffizienten (COI) unter Berücksichtigung von 6 Generationen und Heterozygotiewerten (HET).
F1-Generation: COI – 0 %, HET – 47%

F2-Generation: COI – 13%, HET – 36%
F3-Generation: COI – 13 %, HET – 40%
F4-Generation: COI – 19 %, HET – 36%

Reinrassiger KFL: COI – 22 %; HET 34 %

Outcross

Beim Outcross bleibt man innerhalb der Rasse – aber man verbindet Linien, die bisher wenig oder keinen genetischen Kontakt hatten. Das Ziel ist dasselbe wie bei der Einkreuzung: mehr genetische Vielfalt, weniger Inzuchtdruck. Der Weg ist weniger radikal.

Häufig werden dabei ausländische Linien genutzt. Das klingt verlockend – „weit weg“ klingt nach „genetisch sehr different“. Aber das stimmt nicht zwangsläufig. Geografische Distanz ist kein verlässlicher Marker für genetischen Unterschied. Bevor man den erheblichen Aufwand betreibt, einen ausländischen Deckrüden zu organisieren – mit allen administrativen, gesundheitlichen und logistischen Fragen, die das mit sich bringt –, lohnt sich ein Blick auf die Zahlen: Wie hoch ist die tatsächliche genetische Diversität beider Hunde? Wie verwandt sind sie wirklich?

Genomische Analysen können das präzise beantworten. Ein Outcross, der auf Basis solcher Daten geplant wird, ist deutlich treffsicherer als einer, der sich nur auf Hörensagen oder geografische Intuition stützt.

Ein weiterer Punkt, den man nicht unterschätzen sollte: Nicht alle FCI-unterstellten Clubs haben dieselben Zuchtanforderungen. Gesundheitsinformationen aus dem Ausland sind manchmal schwer zugänglich oder schlicht nicht vorhanden. Das ist kein Grund, auf internationale Zuchtpartner zu verzichten – aber ein guter Grund, genau hinzuschauen.

Bestehenden Genpool nutzen

Die schnellste und praktikabelste Strategie – wenn die Voraussetzungen stimmen – ist die clevere Nutzung des bestehenden Genpools. Das bedeutet: keine Fremdrassen, kein großer Aufwand, aber gezielte Partnerwahl auf Basis genomischer Daten.

Voraussetzung ist, dass die Rasse umfangreich genetisch typisiert wurde. Liegen genomische Inzuchtkoeffizienten und Heterozygotiewerte vor, lassen sich durch bioinformatische Auswertungen konkrete Aussagen über potenzielle Zuchtpaare machen. Der Züchter sieht, ob eine geplante Verpaarung den Inzuchtgrad senkt, ob sie einen Mehrwert für die Welpen bringt – oder ob eine andere Kombination sinnvoller wäre.

Das klingt technisch, hat aber sehr handfeste Konsequenzen: Ein langfristig vernünftiges Zuchtmanagement lässt sich so aufbauen, Schritt für Schritt, ohne dass man gleich das aufwändigste Instrument aus dem Werkzeugkasten greifen muss.

Und das ist der eigentliche Kern: Nicht jede Situation verlangt ein Einkreuzungsprojekt. Manchmal reicht es, besser hinzuschauen, was schon da ist. Aber dafür braucht man eben die Daten. Unsere Aufgabe für die Zukunft muss es sein, unsere Rassen auf genetischer Ebene wirklich kennenzulernen – und dieses Wissen nicht als Bedrohung zu verstehen, sondern als das, was es ist: eine Chance.

Mit dem wissenschaftlichen Wissen, das heute verfügbar ist, und der langjährigen Erfahrung guter Züchter lässt sich Hundezucht neu denken. Das erfordert Mut – den Mut, Neues anzunehmen, ohne das Alte einfach über Bord zu werfen. Die Züchtergenerationen vor uns haben nach dem besten Stand ihres Wissens gehandelt. Das ist auch heute der Maßstab.

Unsere Hunde haben die menschliche Kultur über Jahrtausende mitgeprägt. Jede Rasse trägt eine Geschichte in sich, eine Beziehung zu den Menschen, die sie geformt haben. Diese Vielfalt zu bewahren ist keine Sentimentalität – es ist Verantwortung. Zuchtentscheidungen, die wir heute treffen, gestalten die Populationen von morgen. Hunde züchten heißt in Generationen denken.

Für Interessierte gibt es ein zweiteiliges Webinar zum Thema „Zucht- und Populationsmanagement“. Dieses findet im Mai 2024 statt und kann über Caniva gebucht werden.

Begriffserklärungen

Genetische Diversität
Genetische Diversität beim Hund bezieht sich auf die Vielfalt der Gene innerhalb einer Hunderasse oder -population.

Effektive Zuchtpopulation
Die effektive Zuchtpopulation bezeichnet die Anzahl der Hunde in einer Rasse, die in der Zucht eingese

Quellen
  1. Müller et al. (2009): Pedigree analysis for conservation of genetic diversity and purging. Genetics Research 91(6):341–351. Cambridge University Press.
  2. Wernick et al. (2019): vWDI is inherited in an autosomal dominant manner with incomplete penetrance in the Kromfohrländer breed. BMC Veterinary Research / PMC.
  3. Pedersen et al. (2015): A search for genetic diversity among Italian Greyhounds and the effect of inbreeding on autoimmune disease. Canine Genetics and Epidemiology 2:14. BioMed Central.
  4. Pedersen et al. (2012): The effect of genetic bottlenecks and inbreeding on the incidence of two major autoimmune diseases in Standard Poodles (SA and Addison's). PLOS ONE.
  5. The Canine Genetics Centre, University of Cambridge: Breeding with Carriers.
  6. The Kennel Club UK: Manage and maintain genetic diversity in your breed.
  7. Mikkola et al. (2024): Genetic Regulation of Immune Response in Dogs. Frontiers in Veterinary Science / PMC.
  8. ProKromfohrländer / Sommerfeld-Stur (2014): Genetic diversity – a fountain of youth for breeding populations. Wuff 05/2014.
  9. American Kennel Club (AKC): Understanding Autosomal Recessive Conditions in Dogs.