Studie gibt Aufschluss über die beste Platzwahl für Hunde bei der Autofahrt
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Eine australische Studie des Vergleichsportals „Compare the Market“ hat nachgeschaut, wo Hunde im Auto am ruhigsten bleiben. Das Ergebnis dürfte viele überraschen: Der Kofferraum – die mit Abstand beliebteste Wahl – ist für viele Hunde schlicht der stressigste Platz.
Was steckt hinter der Studie?
Wer seinen Hund im Auto mitnimmt, kommt ums Sichern nicht herum. Einerseits drohen in vielen Ländern empfindliche Bussen, wenn das Tier frei im Fahrzeug sitzt. Andererseits – und das ist der eigentlich wichtige Punkt – kann ein nervöser, jaulender oder ständig herumturnender Hund den Fahrer in einem unachtsamen Moment ablenken, und dann reicht eine Sekunde.
Genau dieses Risiko steigt, wenn der Hund sich unwohl fühlt. Winseln, Jaulen oder ruheloses Hin-und-Her sind keine Kleinigkeit – sie machen konzentriertes Fahren deutlich schwerer.
Die Studie von Compare the Market hat das systematisch untersucht. Und das Ergebnis fällt eindeutig aus: Viele Hunde mögen die Fahrt im Kofferraum nicht – obwohl genau das der Standardplatz in den meisten Familienautos ist.
Herzfrequenz verrät, was Hunde wirklich fühlen
Für die Untersuchung wurden vier Rassen mit Herzfrequenz-Monitor-Halsbändern ausgestattet: Jack Russell, Poochon, Cocker Spaniel und Red Fox Labrador. Jeder Hund sass nacheinander an vier verschiedenen Stellen im Auto:
- auf dem Beifahrersitz
- auf dem Rücksitz mit Blick auf den Fahrer
- auf dem Rücksitz ohne Blick auf den Fahrer
- im Kofferraum
Die Herzfrequenz war am niedrigsten – sprich: die Hunde am entspanntesten – wenn sie auf dem Rücksitz sassen und ihren Besitzer im Blick hatten. Je weiter weg und je weniger sichtbar der Mensch war, desto höher kletterte der Puls. Den deutlichsten Ausschlag gab es im Kofferraum.
Warum ist der Kofferraum so belastend?
Compare the Market hat dazu die klinische Tierverhaltensforscherin Rachel Rodgers MSc, BSc (Hons), PGCE befragt. Ihre Erklärung: Die Menschen, mit denen Hunde zusammenleben, sind für sie oft die wichtigste soziale Gruppe überhaupt. Von ihnen getrennt zu werden ist deshalb das Schlimmste, was passieren kann. Der Kofferraum eines Autos ist besonders isolierend – er entzieht dem Hund die Möglichkeit, die Bezugsperson zu sehen, an die er sich zur Beruhigung wendet. Das kann Angst und ein Gefühl des Alleinseins auslösen.
Kurz gesagt: Kein Sichtkontakt, kein Trost – und das merkt man dem Hund an.
Was taugt stattdessen?
Die Daten zeigen recht klar, dass Hunde besser reisen, wenn sie nah bei ihrem Menschen sitzen können – auf dem Rücksitz mit Blickrichtung zum Fahrer oder auf dem Beifahrersitz. Was davon machbar ist, hängt natürlich von der Grösse des Tieres, seinen Eigenheiten und den gesetzlichen Vorgaben ab. Sicher und komfortabel muss die Lösung in jedem Fall sein. Ein paar bewährte Alternativen:
- Eine Transportbox schützt den Hund und hält ihn ruhig – sofern er mit ihr vertraut ist und sie nicht als Strafe erlebt. Die Box sollte gross genug sein, damit er sich drehen kann, aber nicht so weit, dass er bei jeder Kurve rutscht. Praktischer Bonus: Wenn die Box so steht, dass der Hund den Besitzer sehen kann, sinkt der Puls gleich nochmal.
- Ein Sicherheitsgurt mit Leinenbefestigung lässt dem Hund etwas Bewegungsfreiheit, hält ihn aber am Platz. Für Hunde, die keine Box mögen, oft die unkomplizierteste Lösung.
- Sitzbezüge oder Abdeckungen für den Rücksitz machen das Leben leichter, wenn der Hund ohnehin dort reist – weniger Haare, weniger Schmutz, einfachere Reinigung nach der Fahrt.
- Für grosse Hunde oder solche, die schlicht lieber hinten sind, sind Trenngitter hinter den Vordersitzen eine solide Option: Der Hund bleibt im Ladebereich, kommt aber nicht in den Fahrgastraum.
Mehr zur passenden Ausstattung gibt es in unserem Beitrag Autozubehör für Hunde, die 5 nützlichsten Produkte – dort sind die Dinge zusammengefasst, die Autofahrten mit Hund tatsächlich entspannter machen.