Neue Versicherungsart für Hunde im alpinen Raum?
Was kostet Bergrettung für Hunde und welche Versicherungen zahlen? Der ÖAV bietet als erster Anbieter eine spezielle Bergrettungsversicherung für 12 Euro jährlich an.
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Dein Hund rutscht beim Wandern ab und kommt nicht mehr alleine hoch. Der Helikopter rückt an – für dich und deinen Vierbeiner. Was viele Halter nicht wissen: Die meisten Hundeversicherungen zahlen keine Bergrettungskosten.
Zahlt meine Hundeversicherung für Bergrettung?
Nein, klassische Haftpflicht- und Krankenversicherungen für Hunde decken Bergrettungskosten nicht ab. Sie sind auf medizinische Behandlung und Schäden durch den Hund ausgelegt – nicht auf Rettungsaktionen.
Auch bei Menschen greifen erst spezielle Unfallversicherungen mit Bergungsschutz. Für Hunde existierte bis vor kurzem gar keine entsprechende Absicherung.
Was kostet eine Bergrettung mit Hund?
Die Kosten variieren je nach Aufwand und Land. Eine einfache Rettung per Schneemobil oder zu Fuß liegt bei etwa 200-500 Euro.
Richtig teuer wird es beim Helikoptereinsatz. In deutschen und österreichischen Skigebieten rechnen Bergrettungsdienste zwischen 50-85 Euro pro Flugminute ab. Ein 30-minütiger Einsatz kostet somit bereits 1.500-2.550 Euro – nur für die Flugzeit.
Hinzu kommen Personalkosten, Ausrüstung und eventuelle Übernachtungskosten der Rettungskräfte bei mehrtägigen Aktionen. Gesamtkosten von 3.000-5.000 Euro sind keine Seltenheit.
Gibt es eine Bergversicherung für Hunde?
Ja, seit 2024 bietet der Österreichische Alpenverein (ÖAV) als erster Anbieter eine Bergrettungsversicherung für Hunde an. Sie kostet 12 Euro pro Jahr und gilt ausschliesslich für ÖAV-Mitglieder.
Die Versicherung übernimmt Bergrettungskosten bis zu einer bestimmten Höchstgrenze. Details zur genauen Deckungssumme und zu Ausschlüssen findest du in den Versicherungsbedingungen des ÖAV.
Für deutsche und Schweizer Halter gibt es bislang keine vergleichbaren Angebote großer Versicherer. Hier bleibt nur die Möglichkeit einer ÖAV-Mitgliedschaft, falls du häufig in österreichischen Bergen unterwegs bist.
Welche Alternativen habe ich ohne Bergversicherung?
Ohne spezielle Absicherung trägst du die Kosten selbst. Einige Bergrettungsdienste zeigen sich kulant und verzichten bei kleinen Einsätzen auf Rechnungen – darauf verlassen solltest du dich aber nicht.
Manche Kreditkarten mit Reiseversicherung übernehmen Bergungskosten. Prüfe deine Bedingungen, ob Haustiere mit abgedeckt sind. Meistens ist das nicht der Fall.
Eine weitere Option: Rücklagen bilden. Bei regelmäßigen Bergtouren mit Hund solltest du mindestens 2.000-3.000 Euro für Notfälle zurücklegen.
Kann ich mich beim ÖAV anmelden, wenn ich nicht in Österreich wohne?
Ja, eine ÖAV-Mitgliedschaft steht auch deutschen und Schweizer Staatsangehörigen offen. Die Jahresgebühr liegt bei etwa 60 Euro, die Bergrettungsversicherung für den Hund kostet zusätzlich 12 Euro.
Greift die Versicherung nur in Österreich?
Die ÖAV-Bergrettungsversicherung gilt in allen Alpenländern. Ob sie auch bei Wanderungen in anderen Gebirgen zahlt, steht in den aktuellen Versicherungsbedingungen.
Was passiert, wenn mein Hund stirbt bei der Rettung?
Bergrettungsversicherungen decken nur die Rettungskosten ab, nicht den Wert des Hundes. Dafür wären separate Tierlebensversicherungen zuständig – die es in Deutschland praktisch nicht gibt.
Übernimmt meine Hausratversicherung die Kosten?
Nein, Hausratversicherungen zahlen keine Bergrettungskosten. Sie decken nur Schäden an deinem Eigentum in der Wohnung ab.