Sport & Freizeit

Kanton Wallis: Eine Region voller Naturschönheiten und kultureller Vielfalt

Das Wallis bietet Hunden über 8000 Kilometer Wanderwege, erfordert aber vorausschauende Planung wegen Schafherden, Herdenschutzhunden und alpinen Gefahren.

3 Min Lesezeit
Kanton Wallis: Eine Region voller Naturschönheiten und kultureller Vielfalt
Inhalt
  1. Warum ist das Wallis ein Paradies für Hundehalter?
  2. Welche Wanderwege im Wallis eignen sich für Hunde?
  3. Wo herrscht Leinenpflicht in den Walliser Bergen?
  4. Welche Hotels im Wallis sind hundefreundlich?
  5. Welche alpinen Gefahren bedrohen Hunde im Wallis?

Warum ist das Wallis ein Paradies für Hundehalter?

Das Wallis bietet deinem Hund Bergabenteuer auf über 8000 Kilometern markierter Wanderwege. Die Region zwischen Rhonegletscher und Genfersee hat aber ihre Tücken: Schafherden mit Herdenschutzhunden, steile Felswände und Gletscherspalten erfordern vorausschauende Planung.

Meiner Einschätzung nach ist das Wallis ideal für erfahrene Bergwanderer mit trittsicheren Hunden. Wer seinen Vierbeiner erst ans alpine Gelände gewöhnen will, startet besser in den Voralpen.

Welche Wanderwege im Wallis eignen sich für Hunde?

Einfache Höhenwanderwege ohne Klettersteig-Charakter sind hundetauglich. Der Riederfurka-Höhenweg von der Moosfluh zur Riederalp bleibt durchweg auf gesicherten Pfaden – perfekt für den ersten Bergurlaub mit Hund.

Das Rhonetal selbst bietet flache Spazierwege entlang des Flusses. In Sion führt der Uferweg über sechs Kilometer ohne nennenswerte Steigung. Dein Hund kann hier gefahrlos schnüffeln und plantschen.

Meid dagegen die Gletschertouren am Aletsch oder die Klettersteige rund um Zermatt. Solche Routen sind selbst für geübte Bergsteiger anspruchsvoll.

Wo herrscht Leinenpflicht in den Walliser Bergen?

Von Mai bis Juli gilt in allen Almgebieten strikte Leinenpflicht wegen der Jungtiere. Das betrifft praktisch jeden Wanderweg oberhalb von 1500 Metern.

Bei Schafherden ist besondere Vorsicht angebracht: Die Walliser Kantonspolizei meldet jährlich mehrere Zwischenfälle mit Herdenschutzhunden. Die grossen, weissen Pyrenäenberghunde verteidigen ihre Herde kompromisslos – auch gegen angeleinte Hunde.

In Naturschutzgebieten wie dem Pfynwald oder rund um den Aletschgletscher herrscht ganzjährige Leinenpflicht. Verstösse kosten bis zu 200 Franken.

Welche Hotels im Wallis sind hundefreundlich?

Das Romantik Hotel Julen in Zermatt nimmt Hunde gegen 30 Franken Aufpreis auf. Die Zimmer haben direkten Gartenzugang – ideal nach langen Wandertagen.

In Saas-Fee bietet das Wellness Hotel Alpenblick spezielle Hundepakete mit Futternäpfen und Decken. Das Hotel liegt nur 200 Meter vom Einstieg in den Hannigweg entfernt.

Budget-Tipp: Die Jugendherbergen in Sion und Martigny erlauben Hunde in den Familienräumen. Vorher reservieren – die hundefreundlichen Zimmer sind schnell ausgebucht.

Welche alpinen Gefahren bedrohen Hunde im Wallis?

Höhenkrankheit trifft auch Hunde ab 2500 Metern. Erste Anzeichen sind übermässiges Hecheln, Erbrechen oder die Weigerung, weiterzulaufen.

Die Pfoten leiden auf Geröllfeldern und Gletschermoränen. Hundeschuhe aus dem Bergsportladen schützen vor scharfkantigen Steinen. Alternativ täglich die Ballen auf Schnitte kontrollieren.

Gletscherwasser ist oft eiskalt und kann Magenkrämpfe verursachen. Pack ausreichend Frischwasser ein – ein Liter pro Tag und Hund bei längeren Touren.

Die grösste Gefahr sind jedoch andere Bergsteiger ohne Hundeerfahrung. Nicht jeder Tourist aus dem Flachland weiss, wie er sich bei Hundebegegnungen verhalten soll.

Wie bereite ich meinen Hund auf Bergtouren vor?

Gewöhne deinen Hund schrittweise an längere Distanzen. Eine Tour von der Belalp zum Aletschgletscher sind acht Stunden Gehzeit – das schafft nicht jeder Vierbeiner spontan.

Trainiere das Laufen an der Leine bergab. Viele Hunde verlieren auf steilen Abstiegen die Kontrolle und ziehen den Menschen mit sich.

Welche Ausrüstung benötigt mein Hund in den Bergen?

Eine Bergrettungs-Leine mit Karabiner ersetzt die normale Führleine. Sie hält auch starkem Zug stand, wenn dein Hund ausrutscht.

Ein Erste-Hilfe-Set mit Pfotenverband gehört in jeden Rucksack. Schnitte und Prellungen sind in den steinigen Walliser Bergen alltäglich.

Sind Hundepensionen für Tage ohne Wanderung vorhanden?

Die Hundepension „Alpenpfoten“ in Visp nimmt Gäste tageweise auf. Praktisch, wenn du die Matterhorn-Nordwand besichtigen willst – definitiv kein Terrain für Hunde.

Günstiger ist oft ein Hundesitter über die lokalen Facebook-Gruppen. Viele Walliser Hundehalter helfen Touristen gegen kleines Entgelt aus.

Wann ist die beste Reisezeit für Hunde?

September bis Oktober: Die Almwirtschaft ist beendet, weniger Leinenpflicht. Die Temperaturen bleiben angenehm, und die Touristenströme ebben ab.

Meid die Hauptsaison von Juni bis August. Die überfüllten Wanderwege stressen viele Hunde, und die Preise für hundefreundliche Unterkünfte verdoppeln sich teilweise.