Kanton Waadt: Ein Paradies der Vielfalt und Kultur
Der Kanton Waadt bietet hundefreundliche Wanderwege zwischen Genfersee und Alpen, klare Leinenpflicht-Regeln und offizielle Auslaufzonen für entspannte Ferien mit dem Vierbeiner.
Inhalt
Du planst einen Besuch im Kanton Waadt mit deinem Hund? Zwischen dem Genfersee und den Voralpen warten einige der hundefreundlichsten Wandergebiete der Schweiz. Die Region bietet von gemütlichen Seeuferwegen bis zu anspruchsvollen Bergtouren für jeden Hund das Passende.
Welche Leinenpflicht gilt im Kanton Waadt?
Im Kanton Waadt besteht grundsätzlich Leinenpflicht in allen besiedelten Gebieten und Naturschutzgebieten. Dein Hund darf nur in ausgewiesenen Hundeauslaufzonen frei laufen. Die Bussen für Verstösse beginnen bei 100 Franken – also immer die Leine dabei haben.
In den Weinbergen von Lavaux wird die Leinenpflicht besonders streng durchgesetzt. Die terrassierten Rebhänge sind empfindlich, und Winzer reagieren ungehalten auf freilaufende Hunde zwischen den Reben.
Wo finde ich die besten Wanderwege mit Hund?
Der Sentier du Lac zwischen Lausanne und Montreux eignet sich gut für entspannte Spaziergänge. Dein Hund kann an mehreren Stellen ins Wasser, besonders bei der Plage de Bellerive in Lausanne.
Für konditionsstarke Hunde empfiehlt sich der Aufstieg zum Rochers-de-Naye oberhalb von Montreux. Der Weg führt durch Bergwiesen und bietet weite Ausblicke. Allerdings solltest du früh starten – im Sommer wird es für dunkle Hunde schnell zu heiss.
Im Jura-Gebiet um Sainte-Croix findest du schattige Waldwege, die auch an heissen Tagen angenehm zu gehen sind. Der Sentier des Tourbières führt durch Moorlandschaften – hier unbedingt an der Leine bleiben, da das Gebiet unter Naturschutz steht.
Gibt es spezielle Hundeauslaufgebiete am Genfersee?
Ja, und einige davon sind ausgezeichnet ausgestattet. Der Parc de Mon-Repos in Lausanne verfügt über eine eingezäunte Hundezone, wo sich dein Vierbeiner austoben kann. Öffnungszeiten: täglich 6–22 Uhr, Eintritt frei.
In Montreux befindet sich am Quai Igor-Stravinsky eine kleine Hundewiese direkt am See. Nicht eingezäunt, aber die meisten Hundehalter halten sich an die informelle Regel, hier die Hunde frei laufen zu lassen – sofern sie abrufbar sind.
Der Parc de la Grange in Cully bietet eine weitere offizielle Freilaufzone. Besonders praktisch nach Wanderungen in den nahen Lavaux-Weinbergen, wenn dein Hund noch Energie übrig hat.
Welche hundefreundlichen Unterkünfte gibt es?
Das Hotel Villa Castagnola in Lugano nimmt Hunde gegen 25 Franken Aufpreis pro Nacht. Futter- und Wassernäpfe werden gestellt. Ein Frühstück für den Hund ist nicht vorgesehen – also eigenes Futter mitbringen.
Günstiger ist die Jugendherberge Lausanne, die Hunde für 15 Franken zusätzlich akzeptiert. Allerdings nur in Privatzimmern, nicht in Schlafsälen.
Viele Ferienwohnungen über Airbnb erlauben Hunde – lies die Hausregeln genau. Manche Vermieter verlangen eine zusätzliche Reinigungsgebühr von 50 bis 100 Franken.
Was muss ich bei Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln beachten?
In den Zügen der SBB und den Bussen der TL (Transports publics de la région lausannoise) fahren kleine Hunde bis 30 cm Schulterhöhe gratis. Grössere Hunde zahlen den halben Fahrpreis – ein Tagespass für die ganze Region kostet etwa 12 Franken.
Eine Maulkorbpflicht besteht nicht, aber dein Hund muss an der Leine bleiben. In Stosszeiten kann es eng werden – plane genug Zeit ein oder weiche auf weniger frequentierte Verbindungen aus.
Welche Restaurants nehmen Hunde mit?
Das Café de Grancy in Lausanne hat einen hundefreundlichen Aussenbereich und stellt auf Nachfrage Wassernäpfe bereit. Die Bedienung ist mit Hunden vertraut – du bist dort gut aufgehoben.
In Vevey serviert das Restaurant du Raisin traditionelle Waadtländer Küche und erlaubt Hunde im Gastraum. Allerdings nur ausserhalb der Hauptessenszeiten zwischen 14 und 18 Uhr.
Grundsätzlich gilt: Frag immer vorher nach. Viele Restaurants haben unterschiedliche Regeln für Terrasse und Innenbereich.
Kann ich mit meinem Hund auf die Schiffe des Genfersees?
Ja, die CGN-Schiffe nehmen Hunde mit. Kleine Hunde fahren gratis, grosse zahlen den Kindertarif. An Bord besteht Leinenpflicht, und dein Hund sollte nicht wasserscheu sein – die Motoren sind laut und können ängstliche Tiere stressen.
Gibt es Tierärzte in der Nähe der Wandergebiete?
In Lausanne sind mehrere Notfallpraxen erreichbar, die auch am Wochenende geöffnet haben. Die Clinique Vétérinaire de Beaulieu ist rund um die Uhr erreichbar und hat Erfahrung mit Wanderunfällen bei Hunden.
Welche Gefahren lauern in den Bergen?
Zecken sind von März bis Oktober aktiv, besonders in Höhenlagen bis 1500 Meter. Nach jeder Wanderung gründlich absuchen. In felsigen Gebieten kommen Vipern vor – halt deinen Hund von Steinhaufen fern und geh nicht durchs hohe Gras.
Muss ich Hundekot wegräumen?
Ja, unbedingt. Bussen beginnen bei 40 Franken, in Tourismusgebieten auch mehr. An vielen Automaten stehen Kotbeutel kostenlos zur Verfügung, aber nimm sicherheitshalber eigene mit.
Sind die Wanderwege gut für ältere Hunde geeignet?
Die Uferwege am Genfersee haben kaum Steigungen und weichen Untergrund – gut geeignet für Senioren. Meide die steilen Anstiege in die Voralpen, wenn dein Hund über acht Jahre alt ist oder Gelenkprobleme hat.