Fränkische Schweiz: Ein Paradies für Natur- und Kulturliebhaber
Die Fränkische Schweiz bietet über 200 Kilometer hundefreundliche Wanderwege mit klaren Regeln zu Leinenpflicht und vielen hundefreundlichen Gasthöfen.
Inhalt
Du stehst am Parkplatz bei Pottenstein, dein Hund zerrt ungeduldig an der Leine, und vor dir erstreckt sich eine der hundefreundlichsten Wanderregionen Bayerns. Die Fränkische Schweiz bietet über 200 Kilometer markierte Wanderwege, von denen die meisten auch mit Hund begehbar sind.
Welche Wanderwege eignen sich mit Hund am besten?
Der Wiesenttal-Weg zwischen Muggendorf und Behringersmühle ist ideal für den ersten Ausflug mit Hund. Die Strecke verläuft grösstenteils ebenerdig, ohne steile Kletterpassagen. An mehreren Stellen kann dein Hund direkt zur Wiesent laufen und trinken.
Schwieriger wird es auf dem Fünf-Seidla-Steig. Hier führen Abschnitte über Felstreppen, die für grosse Hunde problematisch werden können. Ein Labrador schafft die Tour – einen Bernhardiner würde ich nicht mitnehmen.
Der Rundwanderweg um Gössweinstein hat einen klaren Vorteil: Du kommst an vier hundefreundlichen Gasthöfen vorbei. Perfekt für eine Pause mit Wassernapf.
Wo gilt Leinenpflicht und wo darf der Hund frei laufen?
In den Naturschutzgebieten rund um die Teufelshöhle und das Lillachtal herrscht ganzjährig Leinenpflicht. Das betrifft etwa 30 % der Wanderwege in der Region.
Auf den meisten anderen Wegen darfst du deinen Hund frei laufen lassen – vorausgesetzt, er hört auf Rückruf. Zwischen März und Juli solltest du trotzdem die Leine nehmen: Brutzeit der Bodenbrüter.
Ein Tipp aus der Praxis: Viele Wanderer mit Hund übersehen die kleinen gelben Schilder an Wegkreuzungen. Sie markieren oft den Beginn eines Naturschutzgebiets.
Welche Unterkünfte nehmen Hunde mit?
Das Berghotel Tambach bei Pottenstein nimmt Hunde bis 25 kg für 15 Euro pro Nacht auf. Der Gasthof zur Post in Gössweinstein verlangt nur 8 Euro – allerdings ohne Frühstück für den Hund.
Meine Empfehlung: die Pension Bergfried in Waischenfeld. Ein Hund kostet dort 10 Euro, und du erhältst Futternäpfe, eine Decke und sogar Hundekotbeutel. Die Besitzerin kennt alle hundefreundlichen Wanderwege der Umgebung.
Camping ist eine günstige Alternative. Der Campingplatz Bärenschlucht erlaubt Hunde kostenlos – aber nur bis 20 Uhr. Danach müssen sie ins Zelt oder Wohnmobil.
Was mache ich bei schlechtem Wetter?
Die Sophienhöhle bei Ahorntal ist eine der wenigen Tropfsteinhöhlen Deutschlands, die Hunde erlaubt. Die Temperatur liegt konstant bei 9 Grad – pack eine Decke für deinen Hund ein.
Das Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld nimmt angeleinte Hunde mit. Interessant ist die Abteilung über Jagdhunde der Region – auch wenn dein Hund vermutlich mehr für die Museumskatze interessiert.
Welche Gefahren lauern auf den Wanderwegen?
Die Felsnadeln um Pottenstein sind rutschig. Hunde mit kurzen Beinen können zwischen den Felsspalten stecken bleiben. Pack Handschuhe ein – falls du deinen Hund herausziehen musst.
In den Höhlen leben Fledermäuse. Hunde mit starkem Jagdtrieb reagieren auf die Ultraschallrufe und werden unruhig. Bei meinem Terrier half nur: raus aus der Höhle.
Zecken sind von März bis Oktober ein Problem. Die Fränkische Schweiz liegt im FSME-Risikogebiet. Lass deinen Hund impfen oder verwende ein Zeckenhalsband.
Wo finde ich hundefreundliche Einkehrmöglichkeiten?
Der Gasthof Zum Löwen in Obertrubach hat eine separate Hundeterrasse. Den Wassernapf stellt er automatisch hin, Leberwurst gibt es gegen Aufpreis. Das Schäufele hier ist legendär – und dein Hund erhält garantiert was ab.
Die Brauerei Hofmann in Hohenschwärz braut das beste Zwickelbier der Region. Hunde sind im Biergarten willkommen, sogar ein Hundeeis steht auf der Karte. Es kostet 2,50 Euro und schmeckt nach Leberwurst.
Meide die Touristenrestaurants direkt an den Burgen. Dort sind Hunde meist nicht erwünscht, und wenn doch, dann überteuert.
Kann ich mit dem Hund auch Burgen besichtigen?
Ja, aber nur wenige. Burg Rabenstein erlaubt angeleinte Hunde in den Innenhöfen – nicht in den Gebäuden. Eintritt für Hunde: 3 Euro.
Gibt es Hundewiesen oder Auslaufgebiete?
Am Wehr bei Behringersmühle liegt eine eingezäunte Hundewiese direkt am Fluss. Kostenlos, aber nur bis Sonnenuntergang geöffnet.
Welche Ausrüstung benötige ich für den Hund?
Eine 3-Meter-Leine ist Pflicht für die Naturschutzgebiete. Dazu eine Wasserflasche für den Hund – nicht alle Bäche führen sauberes Wasser. Pfotenbalsam gegen raue Felsen.
Wie komme ich mit Hund in die Fränkische Schweiz?
Mit der Bahn bis Ebermannstadt oder Forchheim, dann mit dem Bus 389. Hunde fahren zum halben Preis. Das Auto ist praktischer – Parkplätze an den Wanderwegen sind meist kostenlos.
Was kostet ein Wochenende mit Hund?
Rechne mit 80 bis 120 Euro für zwei Übernachtungen, Hundeaufschlag und Verpflegung. Wandern und die meisten Sehenswürdigkeiten kosten nichts extra.