Haltung & Alltag

Ein Feiertags-Ratgeber: Weihnachten mit Hund

3 Min Lesezeit
Ein Feiertags-Ratgeber: Weihnachten mit Hund
Inhalt
  1. Gefahren durch Weihnachtsdekoration
  2. Schokolade und andere Lebensmittel sichern
  3. Weihnachtsplanung: Stress reduzieren
  4. Während des Fests: Rückzugsort anbieten

Die Weihnachtsfeiertage bringen nicht nur Besuch und Festessen, sondern auch potenzielle Gefahren für Hunde. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Hundehalter achten sollten und wie sich die Feiertage mit weniger Stress gestalten lassen.

Gefahren durch Weihnachtsdekoration

Dekorationsobjekte gehören ausserhalb der Reichweite von Haustieren. Unter der klassischen Weihnachtsdeko verstecken sich mehrere unterschätzte Risiken:

  • Tannenbäume: Die Nadeln setzen ätherische Öle frei, die bei vielen Hunden Vergiftungssymptome auslösen können. Spitze Tannennadeln verursachen zudem kleinere Verletzungen (Ausnahme: Nordmanntannen).
  • Weihnachtsstern: Für Hunde giftig – bereits das Giesswasser aus dem Blumentopf kann Vergiftungen verursachen.
  • Kerzen: Stürmische Hunde können Weihnachtsbaum oder Adventskranz samt brennenden Kerzen umwerfen. Echte Flammen niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Mistelzweige: Ähnlich giftig wie Weihnachtssterne. Entweder weglassen oder ausser Reichweite aufhängen.
  • Glasdekoration: Christbaumkugeln und andere Glasobjekte können herunterfallen und zerbrechen – Scherben sind ein Verletzungsrisiko.
  • Lametta: Bei versehentlichem Verschlucken droht ein lebensgefährlicher Darmverschluss.

Schokolade und andere Lebensmittel sichern

Manche Hunde klauen alles vom Tisch, was erreichbar ist. In der Weihnachtszeit gilt das besonders für Adventskalender, Plätzchenschalen und Süssigkeiten.

Sämtliche Lebensmittel sollten so verwahrt werden, dass Hunde nicht unbeaufsichtigt zugreifen können. Schokolade wird ab einer bestimmten Dosis lebensbedrohlich. Auch andere Lebensmittel, die nicht für Hunde gedacht sind, lösen Magen-Darm-Probleme aus.

Weihnachtsplanung: Stress reduzieren

Als Gastgeber mit vollem Haus kann Weihnachten hektisch werden. Hundehalter sind zwar Routine und Struktur gewöhnt, doch zu den Feiertagen kommen viele zusätzliche Aufgaben hinzu. Diese Massnahmen helfen, das Fest stressfreier zu gestalten:

Ausgleich vor dem Fest:

  • Ausgedehnte Gassirunde einplanen – der Hund ist danach ausgelastet und ruhiger, während Frischluft und Bewegung den Kopf frei machen.
  • Nach dem Spaziergang nicht direkt in die Hektik stürzen, sondern ein Bad nehmen oder gemeinsam mit dem Hund auf dem Sofa entspannen.

Zeitgewinn durch Vorbereitung:

  • Weihnachtsessen: Ein Gericht wählen, das 1–2 Tage vorher vorbereitet und am Fest nur noch erhitzt werden muss.
  • Rezepte und Einkauf: Rechtzeitig planen und einkaufen, damit keine Zutaten fehlen.
  • Plätzchen statt Dessert: Plätzchen halten sich lange und sind weniger aufwändig als ein komplexes Dessert.
  • Auswärts essen: Viele hundefreundliche Restaurants bieten Weihnachtsmenüs an – eine Alternative zum Kochen zu Hause.
  • Musik: Hintergrundmusik bei Vorbereitungen (Kochen, Putzen) wirkt entspannend.
  • Aufgaben verteilen: Haushaltsmitglieder und Gäste einbeziehen – jeder kann Vorspeisen, Salate oder Beilagen beisteuern.
  • Rotationsverfahren: Nicht jedes Jahr die gleiche Person zum Gastgeber machen, sondern abwechseln – das verteilt die Belastung.

Während des Fests: Rückzugsort anbieten

Häufig übertragen sich Stress und Hektik auf den Hund. Manche Hunde sind zudem überfordert, wenn sie nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten oder viele Menschen kommen und gehen.

Ob der Hund lieber mittendrin ist oder Abstand bevorzugt, lässt sich am besten individuell einschätzen. Für ruhigere Hunde hilft ein jederzeit zugänglicher Rückzugsort, an dem sie nicht gestört werden. Gäste sollten darüber informiert werden, dass der Hund nicht zwangsweise begrüsst oder gestreichelt werden muss. Der Hund kann selbst entscheiden, ob und wann er dazukommt.

Ein klares «Nein» sollte für Zwei- und Vierbeiner gleichermassen gelten.